„Alle sind sich einig, dass ein Effizienzlabel her muss“

  • Die Speicherbranche arbeitet an einheitlichen Testverfahren, um vergleichbare Angaben über den Gesamtwirkungsgrad von Batteriespeichersystemen machen zu können. Daraus abgeleitet werden soll ein Effizienzlabel von Systemen. Denn Untersuchungen der TU Braunschweig zeigen, dass Geräte am Markt deutlich höhere Verluste haben, als auf den Datenblättern ausgewiesen.


    Der Absatz von Batteriespeichern für Photovoltaikanlagen steigt kontinuierlich. Mittlerweile sind rund 35.000 Systeme in Deutschland installiert, schätzt der Bundesverband Solarwirtschaft. Nach wie vor in der Entwicklung sind dabei aber Normen, Tests und Label für die Systeme. Während die Normen vorwiegend die Sicherheit der Systeme und ihres Betriebs sicherstellen sollen, geht es bei der Entwicklung von Qualitätslabeln um einheitliche Tests und Angaben auf Datenblättern. Auf Datenblättern machen Hersteller unterschiedliche Angaben. Selbst wenn es sich um bestimmte Größen wie die Effizienz handelt, müssen die Angaben in gleichem Wortlaut nicht vergleichbar sein. Denn es gibt bislang keine einheitlichen Tests, um dergleichen zu messen.


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  • Hallo.


    Der Wirkungsgrad von Solaranlagen mit Speicher wird so berechnet: "Wieviel von meinem Geld, ergibt vieviel Strom?"
    Prüfungen und Labels, machen den Speicher teurer, verringern also den Wirkungsgrad.


    MfG Georg

  • Hallo zusammen,


    hinzu kommt, dass man heutzutage nichts und niemand mehr trauen kann.


    KFZ- Verbräuche
    CO2 Ausstoss
    Inhaltsstoffe Lebensmittel
    Gutachten
    Standby- Verbräuche
    Wahlversprechen ( nächstes Jahr wieder ? )
    ...


    ...und die "Regierung" macht mit bzw schaut weg.
    Die Bürger in D. werden beschissen und betrogen und keiner macht was dagegen.


    Deshalb werden auch künftige Effizienzlabel, wenn sie eingeführt werden, für mich unglaubwürdig.


    Freundlicher Gruss vom Badenzer

    50 Suntech STP245S = 12,25 kWp; Power-One 12,5; Ausrichtung +84 Grad; DN 38 Grad; EV; IB 3/12

  • Mein Speicher hat eine gemessene Effizienz von 74,6 %. SMA SI mit Sony LiFePO4 (nicht klimatisiert).
    Ob die Effizienz von neuem Speicher mit „Effizienzlabel“ in 5 Jahren durch die 80% Decke gehen wird - im realen Betrieb über das ganze Jahr gemittelt - wage ich zu bezweifeln.
    In den Sommermonaten liegt die Effizienz bei 76 % in den Wintermonaten entsprechend geringer.


    Das was passieren wird - ist das alle Teilnehmer am "Effizienzlabelprozess" zu Erstellung der Daten - erste einmal die Temperatur der Testklimakammer auf 20,00 °C definieren.... Der Rest funktioniert so sauber wie die Dieselabgasreinigungssysteme....


    9,36 kWp, 05/2014, 39 x Panasonic VBHN-240SE10, WR Sunny Boy 5000TL-21
    5,0 kWp, 05/2014, WR Sunny Boy 3000TL Single Tracker 5,0 kWp, 05/2014, Home Manager 245 , Sunny Island 6.0H 05/2014, 9 KWh Sony LiFePO4 05/2014 , 60% hart

  • die Effizienz eines Speichersystems lässt sich ganz einfach ermitteln. Man braucht nur die zugeführte und entnommene Leistung mit einen Stromzähler messen.

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

  • Prüflabel? So wie beim Auto? Passt. Dort weiss jeder, dass ein "Leoparth 2"-Panzer mit 220 Liter Verbrauch realistischerweise Enerieffizienz "A" hat, während ein franz. Kleinwagen mit 5 Litern Verbrauch nur "C" ist. Und es ist eine grobe Unterstellung, dass das Ergebnis Lobbyarbeit war. Und da 220 Liter Verbrauch bei 62 Tonnen Gewicht nun mal effzienter sind als 5 Liter bei 1 Tonne Gewicht, kaufen wir uns alle demnächst hocheffiziente "Leoparth 2"-Panzer. So Aussagen wie 5 Liter je 100km oder halt 220 Liter je 100km verwirren Käufer nur. :mrgreen:

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    „Wenn Weitblick ortsgebunden ist, kann es mit den Visionen auch nicht so weit her sein.“


  • Es gibt nach wie vor erschreckend schlechte Speichersysteme auf dem Markt. Aus den Datenblättern ist das nicht erkennbar, daher halte ich so ein Label für sehr hilfreich.
    Wer dann trotzdem Müll kaufe will soll es ruhig tun, schade ist es nur für die, die eigentlich gut kaufen wollten und Müll bekamen.


    Die Frage ist nur wer prüft wie?


    ---


    Auch bei Solarwechselrichtern hat sich der einheitlich ermittelte "EU Wirkungsgrad" sehr bewährt.

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp

  • Zitat von klaus24V

    die Effizienz eines Speichersystems lässt sich ganz einfach ermitteln. Man braucht nur die zugeführte und entnommene Leistung mit einen Stromzähler messen.


    Ja, aber unter welchen Bedingungen? Hier müssten es einen synthetischen Standard-Jahreszyklus geben, der auch die Situation in den Wintermonaten in unseren Breiten abbilden kann, den Urlaub/Betriebsferien im Sommer sowie ggf. Temperaturänderungen bei klimatisierten Systemen am Aufstellort.


    Unterscheiden sollte man dabei außerdem noch nach zugeführtem Solarstrom und zugeführtem Netzstrom.


    Ich selbst würde bei den Anzeigeportalen auch noch eine Genauigkeit der Messwerte von maximal +/-1 % verlangen. Es gibt Systeme am Markt, die messen absoluten Müll bzw. zeigen absoluten Müll an. Da beträgt das Verhältnis aus zugeführter zu abgegebener Energie dann auch mal deutlich unter 1.

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp

  • Genau, Laden und Entladen werden mit C200 durchgeführt.
    Hat zwar mit dem realen Leben nichts zu tun, aber irgendwie muss man die Dinger ja verkaufen.


    Die sollten die Bürokratie abbauen und gut is, Strommarkt ist immer noch geregelt wie zu Zeiten von 1000 Kraftwerken, mittlerweile sind es halt über eine Million. Angebots abhängiger Strompreis im Minutentakt, dann spart man sich weitestgehend Regelleistung und der Geiz is Geil deutsche stellt sich den Akku vom Aldi in den Keller.

    5,5kWp Az-105° Ost & 7,5kWp Az75° West DN40° an 12.0 TL3 Kaco online seit Sep2013

  • Zitat von klaus24V

    die Effizienz eines Speichersystems lässt sich ganz einfach ermitteln. Man braucht nur die zugeführte und entnommene Leistung mit einen Stromzähler messen.


    Das ist m.E. nur die halbe Wahrheit, denn bei der gespeicherten Energie handelt es sich um Arbeit.
    Einerseits sowohl um Gleichstrom vom Modulfeld wie unnötigerweise auch um Wechselstrom vom Netz.
    In die Berechnungen einfliessen sollten ferner die nicht quantifizierbaren Werte für Solarstrom, Zeitunterschiede
    und die (dannzumal endliche) Netzdienlichkeit.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.