Eigenverbrauch rechnet sich nicht.

  • Hallo Forum,


    Ich habe mich wirklich intensiv bemüht, meinen Fehler zu finden, vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen:


    Mein Problem: alle sagen Eigenverbrauch rechnet sich, bei mir scheint das nicht der Fall zu sein:


    PV Anlage seit April 2016, 3,3 kWp, 6600€ zzgl MWSt, Versicherung 80€/a, Strombezugspreis 25Ct/kWh
    Ich habe die Möglichkeit, den Strom vollständig selbst zu nutzen (Elektroauto).



    Es ergibt sich folgende Rechnung zur Selbstnutzung für ein Kalenderjahr:


    Wertabgabe für den selbstverbrauchten Strom:


    Afa + Versicherung geteilt durch selbsverbrauchte kW (330+80):3300=0,124Ct/kWh
    Entnahme 3300kWh mal 0,124 = 409 €


    Zuzüglich Umsatzsteuer aus 330+80= 78€


    Der Gewinn der Anlage ergibt Null, da die Einnahmen den Ausgaben (Afa +Versicherung) gleichen. Es fällt also keine Einkommensteuer für mich an, aber die USt von 78 €.


    Speise ich nun den gesamten Strom ins Netz erhalte ich 3300kWh x 12,5Ct = 412 €
    Dies entspricht den Ausgaben (Afa + Versicherung), somit fällt auch hier kein zu versteuerndes Einkommen an. Allerdings auch keine USt, die ich selbst aufbringen müüste.


    Damit ist die Einspeisung günstiger??????

  • Wenn du deinen Solarstrom selber nutzt, substituierst du entsprechenden Netzbezug. Nach deinen Angaben 25c kWh.
    Das ergibt € 825...
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Die entscheidende Frage ist doch warum wurde keine größere Anlage gebaut wenn man ein Elektroauto besitzt?
    Oder ist dies der einzige Stromverbraucher?


    Django

  • Asche auf mein Haupt, da habe ich vor lauter Steuern das Offensichtliche übersehen. :danke:


    Mehr Platz war leider nicht auf dem Dach, das sind schon 15 qm Solarthermie :lol: .

  • nur mal ganz grob, Umsatzsteuer für den Eigenverbrauch ( unentgeltliche Wertabgabe) berechnet sich an der Umsatzsteuer vom Strombezugspreis. bei 25 cent Strompreis netto, wären das dann 4,75 cent / kwh
    bei einem Eigenverbrauch von 3300 Kwh bezahlst du dann etwa 156€ Umsatzsteuer.


    Bei Kleinanlagen mit hohem Eigenverbrauch lohnt es sich daher nicht, die Vorsteuer erstatten zu lassen.
    Nach 5 Jahren kannst du zur Kleinunternehmerregelung wechseln. Als Kleinunternehmer ist man dann von der Umsatzsteuer befreit.

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

  • .,dazu kommt, das du ca. 1500.- Netto zu viel bezahlt hast,......


    mfg

  • Zitat

    Bei Kleinanlagen mit hohem Eigenverbrauch lohnt es sich daher nicht, die Vorsteuer erstatten zu lassen.


    Wenn man 100% selbst verbraucht, ist die Anlage kein Betriebsvermögen mehr, dann gibt es sowieso keine Umsatzsteuer erstattet. 10% sollte man schon einspeisen, weil man dann selbst bei dem sehr hohen Preis der Anlage immer noch mehr Vorsteuer erstattet bekommt, als man in den ersten 5 Jahren für den Direktverbruach zahlt (wobei ich hoffe die 25ct sind brutto, geht aber uach netto noch auf). Dann in der Konstellation natürlich zur KUR wechseln, bei IBN im April evtl sogar schon nach 4,x Jahren und 4/60 (bzw. 3/60, je nachdem, wann die Rechung genau bezahlt wurde) der erstatteten Vorsteuer zurückzahlen.