Umzug - Was machen mit PV Anlage?

  • Hallo zusammen,


    bei mir hat sich folgendes ergeben:


    Meine Familie und ich ziehen in ein neugebautes Einfamilienhaus.
    Nun jedoch befindet sich meine Solaranlage auf dem Dach (Anbau bei den Schwiegereltern) wo wir nun ausziehen.


    Da ich der Stromabnehmer war und die Anlage auf mich lief, alles ok.
    Nun aber wird der Schwiegervater wieder der Stromabnehmer aber die Anlage läuft auf mich.
    Was muss ich beachten? Ich muss doch jetzt nicht wirklich meinem Schwiegervater den Eigenverbrauch berechnen - oder?


    Oder ist es egal? Und ich muss nichts beachten und es einfach laufen lassen?


    Eine Mitnahme der Anlage ist leider nicht möglich.
    Kosten für Abbau (Aufbau wäre wegen bestehendem Gerüst kein Problem) und einem neuem Wechselrichter (Schattenmanagement aufgrund Dachgaube) unrentabel.


    Somit bleibt nur bestehen lassen, sofern ich nichts beachten muss, oder verkaufen.
    Glaube mein Schwiegervater will keine Anlage (zumindest nix damit zu tun haben - Steuer und so)



    Thema Verkauf:
    Gibt es da überhaupt einen Markt für bestehende Anlagen (von 2011)?



    Danke und Grüße
    Markus

  • Ja - es gibt einen Markt..... :lol:

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Jep - ich denke schon.....

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
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  • lass die Anlage drauf und dein Schwiegervater kann vom Eigenverbrauch profitieren. Dafür lässt du die Einspeisevergütung vom Netzbetreiber weiter auf dein Konto überweisen. Das bringt dir mehr als den Verkauf der Anlage. Also melde die Anlage bei der Netzagentur und Netzbetreiber um. Die Abrechnung mit dem Finanzamt kannst du auch übernehmen, mit der Kleinunternehmerregelung für dein Schwiegervater hast du wenig Aufwand ( einmal ne EÜR und ne Umsatzsteuererklärung am Jahresende).

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.


  • Danke klaus24V


    Kommentare in rot :)


    Meinst du echt, dass ein Verkauf weniger bringen würde?
    Immerhin ist es ja noch ein recht guter Vertrag (Vergütungstechnisch).

  • Die einfachste Lösung wäre Umstellung auf Volleinspeisung. Physikalisch geht der Strom sowieso ins Haus, und der Unterschied zwischen Vorteil Eigenverbrauch (16,4 c/kWh Netto) und Bezugsstrom (22 c/kWh Netto) ist nicht sooo riesig, dass sich dafür alle möglichen Verrenkungen lohnen. Wenn EEG Umlage auf EV anfällt wegen Verkauf an Dritte ist der Vorteil praktisch ganz weg. Und soll der Schwiegervater als Alternative wirklich genötigt werden, eine Anlage zu betreiben, die er nicht will, für +/- 60 Euro im Jahr Vorteil?


    Gruß Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Zitat von JayM

    Die einfachste Lösung wäre Umstellung auf Volleinspeisung. Physikalisch geht der Strom sowieso ins Haus, und der Unterschied zwischen Vorteil Eigenverbrauch (16,4 c/kWh Netto) und Bezugsstrom (22 c/kWh Netto) ist nicht sooo riesig, dass sich dafür alle möglichen Verrenkungen lohnen. Wenn EEG Umlage auf EV anfällt wegen Verkauf an Dritte ist der Vorteil praktisch ganz weg. Und soll der Schwiegervater als Alternative wirklich genötigt werden, eine Anlage zu betreiben, die er nicht will, für +/- 60 Euro im Jahr Vorteil?


    Gruß Jochen


    Hallo Jochen,


    aktuell bekomme ich 0,2874 je kwh (brutto) bei Verkauf
    und im Schnitt für jeden selbst verbrauchten kwh zusätzlich 0,15 (brutto)


    dadurch das wir aktuell 75% des erzeugten selbst verbrauchen wäre es schade wenn das doch weg fallen würde.


    Rechne ich, komme ich auf ein Plus durch Stromersparnis + Zuschuss von 270 Euro im Jahr bei Kombi Verkauf + EV im Vergleich zu nur Verkauf.



    Jedoch wäre im Gegenzug das Problem gelöst, da ich dann alles über mich laufen lassen kann.
    Kann ich denn einfach so Umstellen auf nur Verkauf? Ohne Vertragsänderung, sodass ich die 0,2874 je kwh behalte?



    Gehe ich mal von einem Verkauf der Anlage aus, mit was kann ich rechnen?


    3,33 KWp (18 Module Solpower und WR Sunnyboy SB3000TL)
    Vertrag von 09/2011 (über 20 Jahre, somit Rest noch 15,5 Jahre)


    15,5 x ca. 690 Euro (bei reinem Verkauf / West-Ausrichtung aktuell) = ca. 10600 Euro


    Süd = ca. 860 Euro ... somit ca. 13300 Euro Ertrag möglich (rein Verkauf)


    Korrekt gerechnet?


    Gruß
    Markus

  • Die Vergütung richtet sich immer nach dem Inbetriebnahmedatum der PV-Anlage. Heisst, die Vergütung bleibt. Egal ob Voll- oder Überschußeinspeisung.


    Du hast eine Anlage aus 2011 und somit auch einen Erzeugungszähler. Du kannst die Anlage ohne Umbauten auf Volleinspeisung umstellen. Nennt sich kaufmännisch bilanzierte Durchleitung (Weitergabe).

  • sehe es auch wie JayM.


    Alternativ wäre zu prüfen, ob du nicht einfach den Stromvertrag von deinem Schwiegervater übernimmst und es einfach weiter von ihm abgebucht wird... Vetos gerne her damit...



    Zitat von JayM

    Die einfachste Lösung wäre Umstellung auf Volleinspeisung. Physikalisch geht der Strom sowieso ins Haus, und der Unterschied zwischen Vorteil Eigenverbrauch (16,4 c/kWh Netto) und Bezugsstrom (22 c/kWh Netto) ist nicht sooo riesig, dass sich dafür alle möglichen Verrenkungen lohnen. Wenn EEG Umlage auf EV anfällt wegen Verkauf an Dritte ist der Vorteil praktisch ganz weg. Und soll der Schwiegervater als Alternative wirklich genötigt werden, eine Anlage zu betreiben, die er nicht will, für +/- 60 Euro im Jahr Vorteil?


    Gruß Jochen