Wert einer alten PV anlage

  • Hallo ,wie lässt sich der Wert einer PV Dachanlage 24kwh aus dem Jahr 2009 berechnen .Im Rahmen einen Scheidung muss der Wert berechnet werden . Werden da eine spätere Dachreparatur , Abbau ,Entsorgung , abgezogen- nimmt man da einen möglichen Verkaufswert (wird sich wohl keinen käufer finden).

  • Zitat von solarjürgen

    .......(wird sich wohl keinen käufer finden).


    Da wäre ich mir bei einer Einspeisevergütung von 43,01 ct/kWh nicht so sicher :idea:
    http://www.sfv.de/artikel/2008/Solarst3.htm
    Natürlich lässt sich sowas verkaufen.....


    Es gibt eine brauchbare Berechnungsmethode von Stefan Rode alias Sonnenstevie http://www.photovoltaikforum.c…?mode=viewprofile&u=10032
    Auf dessen Homepage ist unter Downlodas eine entsprechende Kalkulation zu finden:
    http://www.stefanrode.de/

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Möchtest Du gerne, dass der Wert hoch ist (-> zukünftige Erträge bewerten, z.B. nach Methode von Stefan Rode), oder niedrig (-> Buchwert, also Anschaffung minus Abschreibungen).
    Beides lässt sich begründen. Dazwischen liegt ein Faktor >>2, besonders wenn die Sonder AfA gezogen wurde.


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Zitat

    Beides lässt sich begründen. Dazwischen liegt ein Faktor >>2, besonders wenn die Sonder AfA gezogen wurde.


    Und das hat auch bei anderen Gelegenheiten "seinen Reiz" :wink: (FA, Verkauf, Übertragung auf Kinder etc.)

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
    Elektrisch unterwegs mit Leaf II

  • Den Buchwert im Scheidungsverfahren anzusetzen - kann man sich schon von der Backe putzen.
    Ein rein steuerliches Konstrukt um einen Wertverlauf zu fiktieren. Nur weil die Bewertung handels- wie steuerrechtlich unter der Prämisse der Unternehmensfortführung erfolgt, kann man die mit dieser Darstellung verbundenen Fehler überhaupt tolerieren.
    Schon wenn ich nicht mehr nach dieser Prämisse bilanzieren kann - darf ich auch so nicht mehr bewerten.


    Die Formel vom Kollegen Dr. Rode ist schön kurz und knackig - und orientiert sich an üblichen Bewertungsverfahren.
    Z.B. bei Immobilien wird der Preis auch als Vielfaches der Jahresmiete verhandelt.


    Man kann da nur hoffen, dass der Richter die Formel auch versteht und mitmacht.


    Wenn nicht: Das DCF-Verfahren (Discounted Cashflow) wäre das sinnvollste Verfahren.
    Hierbei werden alle erwarteten Zahlungsströme abgebildet, und auf den gewünschten Zeitpunkt abgezinst.
    Und da sind natürlich auch zu erwartende Reparaturen etc. einzubeziehen.
    a) Das schafft natürlich implizite Spielräume... da man ja trefflich streiten kann, ob eine Reparatur im Jahr X+5 oder X +12 anfällt, und ob sie 100, - / 500,- / 1.000 Euro kostet. Es sind halt "erwartete" Zahlungsströme.
    b) Das Problem ist der Zinssatz mit dem abgezinst wird.
    Wer an einem niedrigen Wert interessiert ist, der sollte sich ein breites Grinsen zulegen und sich vor den Richter stellen und behaupten, dass alles unter 25% reine Kapitalvernichtung sei.
    Wer an einem hohen Wert interessiert ist, der wird argumentieren, dass PV doch ein ziemlich sicheres Geschäft ist, und jeder Investor einem die Füße küsst (und noch ganz andere Sachen bereit wäre zu machen), wenn er 3% bekommt.


    Diese Probleme nimmt einem niemand ab.
    Ob bei Gericht oder sonstwo... das ist dann wirkliches "Verkaufen". Und was der eine gewinnt - verliert der andere.


    Nur am Rande: Das sog. "Stuttgarter Verfahren" (X faches des nachhaltig entnahmefähigen Gewinns) ist ein rein steuerliches Verfahren; und sollte zur Unternehmensbewertung abgelehnt werden.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung