Hilfe bei Anlagenplanung

  • Hallo zusammen,


    nach vielen Lesen hier im Forum will ich diesen Frühling auch meine eigene PV Anlage aufs Dach bekommen.


    Ich habe 2 Häuser welche hintereinander im Abstand vom etwa 8m stehen. Das Foto mit den Dach ist der Neubau (1999) grobe Fläche ist etwa 8*8m wobei die unteren 2m wegfallen, da im Winter ab 15 Uhr verschattet - bleiben trotzdem über 40m². Dachneigung etwa 40°, Hausausrichtung etwa 20° nach Südwesten. Dachkante (Regenrinne) in etwa 4,5m Höhe
    Das 2.Haus ist älter wobei das Dach 1999 neu gemacht wurde (komplett vermietet). Der Bereich über der Gaube steht zur Verfügung und ist etwa 9*3m groß sprich etwa 27m². Dachneigung ebenfalls etwa 40°, Hausausrichtung etwa 18° nach Südwesten (keine Verschattung). Die Häuser stehen in Kelkheim (Taunus) PLZ 65779


    Mein eigener Stromverbrauch ist nur 3.000 KWh pro Jahr + 800 KWh in der Einliegerwohnung. Im vermieteten vorderen Haus beträgt der Stromverbrauch etwas über 6.000 KWh so dass in etwa 10.000 KWh verbraucht werden. Die meisten Mieter scheinen interessiert zu sein, mir Strom abzukaufen, aber dass ist kein Muss.


    Das ältere Haus wird vermutlich dieses Jahr noch neu gedämmt, sprich es kommt ein Gerüst ran, so dass ich die PV Anlage in 2 Schritten in Betrieb nehmen würde. Beim älteren Haus ist die Regenrinne in etwa 8m Höhe so dass ein Gerüst für 2-3 Tage PV Anlage installieren recht teuer wäre.


    Wie groß sollte nach eurer Meinung die PV Anlage ausfallen? EIn erstes Gespräch mit einen Anbieter hat etwa 6-7KWp vorgeschlagen. Auf meine Idee etwas Platz für Solarthermie zu reservieren, hat er mir abgeraten und eine Warmwasser-Wärmepumpe von Dimplex ins Gespräch gebracht.


    Angebot kommt in den nächsten 1-2 Wochen, vermutlich Module von Solarwatt und Wechselrichter von Fronius oder SMA. Vermutung vom Anbieter war ein Preis von 1.800€ pro KWp da sie Qualität anbieten, habe schon etwa 600 Anlagen gebaut.. Hier im Forum lese ich immer wieder von 1300 bis 1800€. Was ist realistisch und sinnvoll? Die Anlage soll mich nicht reich machen, aber sich selbst tragen was aufgrund eigener Berechnung auch mit 1800€ pro KWp möglich sein könnte.


    Kann mir jemand weitere Anbieter im Bereich Taunus bzw. Frankfurt am Main empfehlen?


    Die Batterien von Tesla, Sonnenbatterie oder auch Solarwatt finde ich spannend, aber ich denke da noch ein paar Jahre zu warten bis die Preise weiter gefallen sind.


    Ich freue mich auf Feedback, Anregungen, benötigte Informationen reiche ich shcnellst möglich nach.
    Viele Grüße
    Markus

  • Willkommen im Forum, Markus


    eines vorweg: es ist eine gute Idee Qualität zu verbauen, trotzdem darf der Preis nicht bei 1800,- liegen. Eine hochqualitative Anlage um 7 kWp sollte etwa 1300,- Netto kosten, wenn keine besonderen Komplikationen vorliegen.


    Das Dachfenster liegt leider etwas unglücklich, du bekommst gerade keine 3 Reiher oberhalb plaziert, wenn du Standard-60-Zeller verwendest. Es sei denn es stört nicht wenn die oberen cm des Fensters unterhalb der Modulkante liegen.
    Dann bekämst du 3 Reihen a 7 Module unter, was etwa 5,5 - 6 kWp ergäbe.


    Du kannst aber ruhig links neben dem Fenster noch eine 4. Reihe legen, Schatten im Winter ab 15 Uhr nimmt dir nicht viel vom Ertrag.


    Solltest du unbedingt Solarthermie haben wollen kannst du diese auch dort unterbringen, Schatten im Winter ab 15 Uhr stört da ebenfalls nicht.


    Z.B. wären so 23 PV-Module und 2-3 ST-Module drin. 23 Deshalb, weil diese bei Verwendung von Standardkomponenten einen String max. Länge bilden würden.


    Beim alten Haus bekommst du max. 5x3 Module quer drauf, wenn die 3 m in Wirklichkeit 3,05 oder mehr sind. Da könntest du ggf. noch einen 2. String auf die Gaube legen.
    Wie sind denn dort die Maße?


    Falls die beiden Häuser einen gemeinsamen Anschluss haben ergibt 23 + 15 gebaut mit günstigen 260-Modulen knapp 10 kWp, optimal um keine EEG-Umlage zahlen zu müssen (aber für den Strom an die Mieter wird diese dennoch fällig)

    lg kassi


    5,72 & 8,55 & 6,75 & 9,88 & 5,5 kWp & 390 Wp auf Womo
    Ioniq electric seit 5/2017, Prius aus 2005 wurde Anfang 2019 durch Tesla Model 3 ersetzt


    Hier gehts zur Analyse meiner Anlage auf Einzelmodulbasis

  • Wenn du die Module nicht senkrecht, sondern waagrecht verlegst, dann könnte es mit der Anzahl ev. deutlich besser werden.


    LG, Rainair

  • Bei 8 Meter Dachbreite leider nicht, zumindest nicht mit Standardmodulen. Da bekommt man nur 4 nebeneinander, und bei 5 übereinander wirds mindestens genauso knapp mit dem Dachfenster...

    lg kassi


    5,72 & 8,55 & 6,75 & 9,88 & 5,5 kWp & 390 Wp auf Womo
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  • Zitat von kalle bond

    Bitte die kleinen Entlüftungsstutzen auf dem neuen Dach beachten.


    was ich bisher mitbekommen habe, werden die Lüftungsstutzen gestutzt und mit einer Art Gitter verschlossen und darüberweg gebaut?


    Grüße


    Martin

  • Was für eine Anlagengröße würde ihr empfehlen? Wie geschrieben aktuller Jahresstomverbrauch ist nur 3.000 KWh aber beide Häuser zusamen 10.000 KWh. Auf das eine Dach sollten maximal 6 eventuell 7 KWp drauf passen, aufs vordere Haus weitere 3-4 KWp. Ist ein (größerer) Wechselrichter besser oder für jedes Haus ein eigener?


    Ich weiss, dass ich in Summe nicht über 10 KWp gehen sollte, aber was hat es mit der 7 KWp Grenze bzgl. Smart Metering auf sich? Muss ich bei > 7KWp mir einen Smart Meter kaufen oder für jeden Stromanschluss? Bei 4 Mietparteien kommt da vermutlich auch schnell was zusammen (was kostet so etwas?)


    das mit den Lüftungsstutzen wäre interessant ob man diese kürzen kann und darf


    Viele Grüße
    Markus

  • Haben die beiden Häuser jeweils einen eigenen Stromanschluss? Dann dürften zunächst einmal je Haus bis zu 10kwp wohl verlegt werden dürfen. (Das bitte überprüfen, ich bin mir da nicht 100% sicher.
    Belege da maximal mögliche, aber immer unter der 10kwp Grenze (im Zwiefel je Haus) bleiben.
    LAss Dir ein Angebot von Clen Solar machen! Wir haben beste Erfahrungen gemacht. Auch wenn Die im Erzgebirge sitzen, die montieren bundesweit, bei uns hat alles problemlos funktioniert. Und Nein, ich bin kein Vertreter von Clen solar und erhalte keinerlei Geld von denen. Ein Angebot kostet nichts. Mehr als 1300€ sollte die kwp nicht kosten (bei 7kwp und mehr)...

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, BSP, Staplerbatterie 775 AH 48V, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    PoorMan'sTesla=PMT=Renault Fluence und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter...

  • Wie ich oben schrieb, im Falle eines gemeinsamen Anschlusses belege 23 + 15 mit 260er Modulen und gehe auf einen WR, dann bleibst du unter der EEG-Grenze.
    Unter sieben kWp würde ich nur bei getrennten Hausanschlüssen bleiben, dann kannst du 23 bis zu 300er Module verbauen. Um es günstig zu machen würde ich aber eher zu 260-280 Wp-Modulen greifen.
    Weniger als 21 Module würde ich nicht machen, das macht die Anlage nur unnötig teuer, da sich die Fixkosten auf weniger Module verteilen.

    lg kassi


    5,72 & 8,55 & 6,75 & 9,88 & 5,5 kWp & 390 Wp auf Womo
    Ioniq electric seit 5/2017, Prius aus 2005 wurde Anfang 2019 durch Tesla Model 3 ersetzt


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