EEG-Umlage bei Stromverkauf, Anteil wie ermitteln?

  • Hallo zusammen, der selbst genutzte PV-Strom bei Anlagen unter 10 kWp ist von der EEG-Umlage befreit. Verkauft man allerdings Strom, fällt die (ermäßigte) EEG-Umlage an, die der Stromverkäufer dem Käufer berechnen und dann abführen muss.


    Wie wird das nun in der Praxis ermittelt? Die PV-Anlage liefert nicht ausreichend Strom, um den Strombedarf des Kunden zu befriedigen, also wird Strom zugekauft (bereits EEG-Umlage-behaftet). Ein Teil des PV-Stroms nutzt der Anlagenbetreiber für sich selbst. Wie finde ich jetzt heraus, wieviel PV-Strom der Kunde bezogen hat um diesen Anteil dann mit EEG zu beaufschlagen?

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    Gruß Klaus

  • wer etwas verkaufen will,muss sich üblicherweise auch darum kümmern wie er dieses misst.
    Bei Leberkäse z. B. geht das gut mit einer Waage.
    Für Strom kann man dazu so genannte Zähler verwenden.

  • Ich fürchte, ihr habt die Frage nicht verstanden. Wie trenne ich messtechnisch/abrechnungtechnisch bei der Lieferung den Strom, den ich mit der PV-Anlage erzeuge, von dem, den ich aus dem Netz zukaufe? Es gibt ja nicht nur den "Kunden", den ich beliefere, sondern ich habe auch Eigenverbrauch.


    Die Frage stellt sich doch, weil nur auf den PV-Strom EEG-Umlage erhoben werden muss, im zugekauften Strom ist sie ja schon drin.


    Wenn man es genau nimmt, müsste man eine kontinuierliche Messwerterfassung machen (zu welcher Zeit wird wieviel PV-Strom erzeugt und wieviel Strom zugekauft und wieviel Strom selbst verbraucht und wieviel Strom verkauft). Dann könnte man zumindest eine Verhältnisgleichung aufstellen. Aber dieses Verfahren wird in der Praxis ja wohl kaum angewendet. Wie also dann?


    Wird einfach auf den verkauften Strom die EEG-Umlage abgeführt, ohne Rücksicht darauf, woher der Strom kommt? Wäre ja auch nicht korrekt.

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    Gruß Klaus

  • Zitat von Kadege

    Ich fürchte, ihr habt die Frage nicht verstanden. ...


    Die Frage wurde schon verstanden. Dir gefallen die Antworten nicht.


    Zitat von Kadege

    Wie trenne ich messtechnisch/abrechnungtechnisch bei der Lieferung den Strom, den ich mit der PV-Anlage erzeuge, von dem, den ich aus dem Netz zukaufe?


    Durch eine geeignete Zähleranordnung. Wie diese auszusehen hat, weiß ich auch nicht.

  • Sorry donnermeister1, aber das ist doch wohl zu doof. Du weißt auch nicht wie es geht aber hast trotzdem eine Lösung parat? Ich habe doch gerade erläutert, dass es alleine mit Zählern nicht getan ist.

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    Gruß Klaus

  • Wenn K2 die Eigenversorgung des Betreibers ist (und, wie hier, die PV bis 10kWp ist), kann der Erzeugungszähler entfallen - oder habe ich da gerade einen Denkfehler?


    Zitat

    Wenn man es genau nimmt, müsste man eine kontinuierliche Messwerterfassung machen


    Das wäre auch eine Möglihkeit, dürfte aber deutlich teurer in der Umsetzung sein.

  • Ok, ihr redet von einem weiteren Zweirichtungszähler zusätzlich zu den bereits vorhandenen Zählern. Wenn dies schaltungstechnisch nicht möglich ist (mehrere Eigenverbrauchspunkte weiter auseinanderliegend), gibt es evtl. eine Regelung, wie dann verfahren wird (so etwas wie ein Berechnungsschema oder eine Pauschale o.ä.)?

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    Gruß Klaus