Halbinsel auf dem Campingplatz

  • Hallo,
    dank Eurer Hilfe habe ich im vorigen Jahr meine Inselanlage für meinen feststehenden Wohnwagen auf dem Campingplatz errichtet und betreibe sie nun auch.
    Die Eckdaten lauten: 4 mal 165 W Solarmodule auf dem Carport mit relativ flacher Montage, ca 22 Grad Schräge, Ausrichtung exakt Süden, Laderegler ist baugleich mit Steca 30/30, zwei 12-V-AGM Batterien mit je 110 Ah auf 24-Volt-Betrieb, Wechselrichter 500/1000 Watt mit echter Sinuswelle für den 220-Volt-Betrieb. Die Anlage wird bei ausreichender Stromeinspeisung genutzt für 2x TV, Beleuchtung innen und außen, alles LED, 2 x Laptop. Es sind keine Geräte mit hoher Anlaufspannung angeschlossen. Die Planung sieht zwei weitere 110 Ah-Stunden- Batterien vor, dauert aber noch. Wenn die Spannung abends zu weit abfällt, kann ich alles auf die Stromversorguung vom Campingplatz umlegen.
    Zunächst habe ich aber folgendes Problem: Ein relativ plötzlicher Spannungsabfall führte zum Abschalten des Wechselrichters, die Spannung am Laderegler wurde mit nur noch 21,6 Volt angezeigt.
    Darauf habe ich die Batterien einen Tag lang ganz in Ruhe gelassen, sie hingen also nur am Laderegler, den Wechselrichter habe ich ausgeschaltet. Seit heute ist die Anlage wieder in Betrieb und ich habe schnelle Spannungswechsel am Laderegler festgestellt, die auch schon mal auf 25 Volt runtergegangen sind. Im Video ist das teilweise zu sehen:


    [youtube]

    [/youtube]


    Kann unter diesen Umständen jemand eine Diagnose abgeben?
    Ich danke schonmal vorab.
    Gruß Herbert

  • Wie ist die Nutzung?Dauerkampen oder nur Wochenend.?
    kein Netzlader vorhanden.eine Dauerschnarchladung oder ne Ausgleichladung durchführen.
    der Solar 30 kann die ja nicht soweit ich weiß?

    Zitat

    die Spannung am Laderegler wurde mit nur noch 21,6 Volt angezeigt.


    geht schon böse in Richtung Tiefentladung.Hmm AGM ,ich weiß nicht.

  • Zunächst einmal danke für die Antwort,
    die Nutzung ist Dauercamping, wir sind meist von April bis weit in den Oktober auf dem Campingplatz, wobei ich eine "Steckdosenvarriante" benutze.
    Die Batterien werden ausschließlich über Solar geladen.
    Solange ich ausreichend Spannung vom LR angezeigt bekomme, bleiben alle solarbetriebenen Geräte am Wechselrichter mit eigener Steckdose. Nimmt die Spannung ab, so stecke ich einfach den Stecker in die Netzsteckdose und das mache ich meist so bei 24 Volt.

  • Moin, zum Schutz deiner Batterie(n) solltest du dir irgendetwas in dieser Richtung anschaffen
    http://www.amazon.de/Kemo-Batt…fRID=1HFDG2QDX1C7YV0XAZWY
    und damit deinen WR bei Batterieunterspannung abschalten. Dann sitzt du zwar eventuell im Dunklen, aber zumindest ruinierst du dir nicht die Batterie. Es gibt auch Leute, die mit so einem Spannungswächter ein Relais ansteuern, das zwei Wechsler hat und damit Neutral und Phase zwischen WR und Netz umschalten. Das ist in der EU nicht erlaubt, denn die Einfehlersicherheit ist dann nicht mehr gegeben (Kontakte könnten kleben).


    Wie schon vorher angemerkt wurde ist AGM nicht die erste Wahl für solche Anlagen. Auf einem Campingplatz sollte es ja kein Problem darstellen, dass eine normale Flüssigsäure-Batterie hinreichend belüftet wird. Falls das nicht geht, dann das nächste mal Gel-Batterie kaufen. Aber auf jeden Fall erstmal die aktuelle Batterie aufbrauchen und danach nicht nach Solarbatterien suchen (der Aufkleber macht sie teurer), sondern nach Traktionsbatterien.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Der WR erfordert eine Eingangsspannung von 24 Volt, da kann ich doch nicht einen Batteriewächter für eine 12-Volt-Steuerung dranhängen, aber den gibt es bestimmt auch für 24 Volt.
    Und bei den Batterien bin ich immer davon ausgegangen, dass ich welche für eine bessere Zyklenfestigkeit haben muß.
    Mit der Belüftng habe ich nämlich überhaupt kein Problem, da ich die Batterien in einem gut belüfteten Kasten vor dem Vorzelt stehen habe. Und ich habe da auch keine Bedenken, dass sie jemand wegtragen könnte.
    Damit könnte ich also problemlos zwei 250 Ah Säurebatterien verwenden, womit dann auch leistungsmäßig keine Probleme mehr haben dürfte.
    Ich danke Dir für diese Information

  • Zitat

    Aber auf jeden Fall erstmal die aktuelle Batterie aufbrauchen und danach nicht nach Solarbatterien suchen (der Aufkleber macht sie teurer), sondern nach Traktionsbatterien.


    Wobei hiers auch teilweise mit Ca/Ca geworben wird.Hab letzens festgestellt da so manche Traktor/Nutzfahrzeugbatterie
    mitunter viel mehr Blei (Dickere robustere Platten?)300g proWh gegenüber Solar und auch Traktion wie z.b Trojan haben.
    =250g proWh
    http://www.batterie-industrie-…zfahrzeugbatterie/a-1432/
    http://www.batterie-industrie-…tterie-easy-click/a-1601/

  • Hast Du schon mal die Spannung der in Reihe geschalteten Batterien einzeln gemessen (in Ruhe, beim Laden, beim Entladen)?


    Es könnte sein, dass die Batterien in der Spannung auseinander gelaufen sind, weil sie am Anfang nicht den gleichen Ladezustand hatten.


    Wenn Batterien/Zellen in Reihe geschaltet werden muss man diese immer erst mal auf den gleichen Ladezustand bringen. Dazu schaltet man die Batterien/Zellen parallel und lässt diese mindesten 24 h an dem Ladegerät.


    Möglicherweise ist eine der Batterien defekt und die andere zumindest geschädigt wenn die Spannungen der Batterien jetzt bei der Messung stark voneinander abweichen. Dann bleibt nur diese komplett auszutauschen, da eine neue Batterie in Reihe mit einer alten Batterie zwangsläufig wieder dazu führt dass sie selbst wenn man sie auf den gleichen Ladezustand gebracht hat nach einiger Zeit in der Spannung auseinander laufen.


    Das auseinander Laufen der Spannungen kann man wenn die Unterschiede nicht zu groß sind mit einem Balancer ausgleichen.

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III

  • Hallo,
    2 weitere Akkus gut und schön nur damit verdoppels du dein Problem.
    Weil die PV-Leistung sich nicht mit erhöt. Im Gegenteil die PV-Leistung verteilt sich dann auf 4 Akkus halbiert sich sozusagen.
    Lösung meiner Meinung nach ist nur Erhöhung der PV-Leistung. Sprich mehr Module aufs Dach und einen zweiten LR.
    Das ist auch für deine jetztige Konfiguration besser.
    Dein Problem ist das die Akkus nicht voll werden und werden so immer mehr geschädigt. Wobei einen Treffer haben die sowieso schon. Siehe dein Video......
    Vorschlag schaff dir einen BMV an. Der zeigt dir den Zustand deine Akkus ziemlich genau an. (SOC)
    Ich würde fürs erste den BMV anschaffen und mehr Module drauf machen.
    Als nächsten Schritt über neue flüssig Akkus nachdenken OPz oder OPzS. Die sind wesentllich tolleranter.....
    Aber erst anschaffen wenn deine jetztigen Akkus tot sind...
    Übrigens ich bin auch Dauercamper und habe auch PV drauf. Daten siehe meine Signatur.
    MfG
    snopc :D

  • Hallo,
    ich habe im vorigen Jahr beide Batterien neu geliefert bekommen, habe sie gemessen und beide mit der gleichen Spannung angescchlossen. Jetzt gerade habe ich beide noch einmal einzeln gemessen, die eine hatte eine Leistung von 12,32 Volt und die andere 12,31 Volt, mein Laderegler zeigt im Moment 25,1 Volt an, geht aber, sobald die Sonne nochmal durchkommt, schnell wieder hoch bis auf 27,4 Volt. Von daher habe ich glaube ich nochmal Glück gehabt.
    Ich habe heute aber auch nochmals alle Anschlüsse und Kabelverbindungen nachgezogen und die Anzeige im LR "flattert" nicht mehr.
    Zur PV-Leistung: Ich habe auf dem Carport vor dem Vorzelt vier Module zu je 165 Watt drauf und bin davon ausgegangen, dass die für den Bedarf hier reichen sollten.