PV Anlagen Umbau wg Abriss und Neubau.

  • Hallo zusammen,


    ich hab seit 2009 eine 28kwp anlage auf 3 gebäuden auf einem grundstück.
    15 kwp (aufgeständert auf 3m hohen flachdach) sind auf einen gewerbegebäude das bald abgerissen werden soll um dort einen neubau zu errichten. die 15kwp sollen dann auf den neubau an gleicher stelle kommen.


    was muss ich tun damit alles sauber abläuft?
    darf man die module einfach übergangsweise auf dem boden aufstellen und weiter strom generieren?
    gibt es sonst noch was zu beachten?

  • Die Förderung und die Bedingungen "kleben" an den Modulen, daher ist ein Umzug bzw Umsetzen kein Problem.
    Allerdings muss der neue "Ort" (Dach, oder Freifläche) zur Förderung passen,. M.E. muss dies auch übergangsweise eingehalten werden. Wird eine Dachanlage (€ 0,4301) auf den Boden betrieben, gibt es dann auch nur die ggf. reduzierte Vergügung für Freiflächen (€ 0,3194). Sind sie wieder auf dem Dach, ist es dann wieder kein Problem.


    Mein Rat: Mit dem örtlichen Energieversorgungsunternehmen sprechen. Vielleicht erlauben die auch die befristete höhere Förderung für die Übergangszeit.


    Bei mir lief das alles problemlos.

  • Die haben sich ans EEG zu halten und nach dem richtet sich die Vergütung nach IBN und "Ort". Da es Freifläche nicht mehr ohne Ausschreibung gibt, gibt es dafür auch bei Umzug imo keine Vergütung mehr.
    Zu prüfen wäre noch, ob bei Umzug aufs neue Dach die aktuellen Normen einzuhalten sind, vermutlich brauchst du dann einen neuen WR. Dann kann manauch gleich überlegen die ANlage zu verkaufen und von dem Geld auf das neue Dach eine passende (vermutlich mit deutlich mehr Leistung) mit aktueller Vergütung zu bauen.
    edit: noch der entsprechende Hinweis der Clearingstelle https://www.clearingstelle-eeg.de/files/2012_21_Hinweis.pdf

  • ok danke: 2 fragen


    da klemmt man die module halt die 2,3 monate ab bis der rohbau fertig ist und ist auf der ganz sicheren seite?


    warum sollte ich neue WR benötigen und warum sollten neuen Normen einzuhalten sein? der netzanschlusspunkt bleibt doch gleich

  • Ich bin anderer Meinung, alterego, und auch andere Erfahrung gemacht.
    Ich bin zwar von Dach zu Dach gegangen (anderes Grundstück), aber ich bin mir sicher, wenn man von Dach zu "Fussboden" geht, die Vergütung für Freifläche (aber Basis von damals) bekommt.


    Auf jeden Fall bleiben die Bedingungen - auch die "elektrischen" Vorgaben oder Meldepflichten- vom (ersten) Baujahr. Selbst wenn die Anlage auf einem anderen Grundstück aufgebaut wird oder sogar verkauft wird. Dies habe ich letztes Jahr alles prüfen lassen und auch so (mit dem Energieversorger) durchgezogen. Aus Effizienzgründen habe ich allerdings meinen 2006 Wechselrichter später ausgetauscht.


    Bei 2-3 Monate würde ich auf Kulanz hoffen und das bilaterale Gespräch suchen. Natürlich ist auch zu prüfen, welcher Aufwand es ist, die für 2-3 Monate irgendwo hinzustellen. Ansonsten für die Zeit einfach einmotten.

  • Wann hast du die Erfahrung gemacht? Daß es keine Vergütung für Freifläche mhr gibt, gilt ja erst seit (glaube) September 2015., davor ging das natürlich. Das EEG kennt keine Kulanz und der VNB wird es nciht aus der eigenen Tasche zahlen, der Energieversorger hat damit nichts zu tun. Lohnt das wirklich für die paar Tage einmal auf- und abzubauen mit dem risiko, daß dabei auch noch was kaputt geht?
    Kurz "einmotten" ist kein Problem, idealerweise teilt man das dem VNB mit, daß er die Abschläge für den Zeitraum reduziert. Sonst hat man mit der Jahresabrechung eine ordentliche Rückzahlung.
    Wie gesagt, prüfen sollte man es auf jeden Fall, ob man Bestandsschutz hat was insbesondere VDE AR-N 4105 angeht, ist aber nicht mein Fachgebiet.