Intelligentes Messsystem kann zu höherem Stromentgelt führen

  • Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende befindet sich mitten im Gesetzgebungsprozess. Der Bundesverband neue Energiewirtschaft (bne) macht nun auf steigende Netzentgelte aufmerksam, von denen eine Vielzahl Netzkunden betroffen wären, die laut Gesetzentwurf ab 2017 ein intelligentes Messsystem eingebaut bekommen sollen. Konkret handelt es sich um Kunden mit einem Stromverbrauch von mehr als 10.000 und weniger als 100.000 Kilowattstunden im Jahr und möglicherweise auch Betreiber von Photovoltaikanlagen größer sieben Kilowatt Leistung.


    Noch vor der Sommerpause wird das neue Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende in Kraft treten, erwartet Sebastian Schnurre vom Bundesverband neue Energiewirtschaft (bne). Der Jurist, der beim bne für Fragen zur Digitalisierung und Flexibilität zuständig ist, begleitet den Gesetzgebungsprozess von Anfang an. Auch wenn das Gesetz nun schnell verabschiedet werden sollte – bis die ersten intelligenten Messsysteme bei Netznutzern eingebaut werden, vergehen wohl noch zwölf Monate. Denn bislang gibt es keine Geräte, die den im Gesetzentwurf festgelegten Standards entsprechen. Zwar haben sieben Unternehmen ihre Geräte zur Zertifizierung beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eingereicht. Aber die Behörde braucht noch Zeit, die Anträge zu prüfen. Im März 2017 könnte die Zertifizierung der ersten drei Geräte abgeschlossen sein, schätzt Schnurre.


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