Industrie sieht PERC-Module vor dem Durchbruch

  • Kristallinen Modulen mit passivierten Zellrückseiten (sogenannte PERC-Module) wird schon lange der Siegeszug in der Photovoltaik vorausgesagt. Nun erhöht die Solarindustrie die Produktionsmenge zunehmend, vor allem offenbar für monokristalline Module. Denn bei polykristallinen Fabrikaten gibt es einen Haken: Studien zeigen, dass sie unter Lichteinwirkung mehr als zehn Prozent an Leistung verlieren können. Zwei Hersteller geben dabei an, das Problem bereits gelöst zu haben.


    Im September 2011 stellte Schott Solar einen Rekord auf: Die inzwischen nicht mehr in der Photovoltaikproduktion aktive Firma präsentierte eine branchenübliche monokristalline Solarzelle mit 20 Prozent Wirkungsgrad. Erreicht hatte das Unternehmen diesen Wert nicht durch ein grundlegend neues Zellkonzept oder die Verwendung neuer Materialien, sondern durch zwei Kniffe: Zusätzliche Fremdatome erhöhten die Leitfähigkeit der Zelle und die Passivierung der Zellrückseite senkte die elektrischen Verluste. Gewöhnlich bilden die Hersteller nur auf der Vorderseite eine solche Passivierungsschicht aus, um den Verlust von Ladungsträgern zu minimieren. PERC (passivated emitter rear coating) wurde das neue Verfahren genannt. Der Wirkungsgrad von kristallinen Modulen lässt sich damit um rund einen Prozentpunkt erhöhen. Bei weiterer Verfeinerung der Produktionsabläufe erzielen manche Hersteller noch höhere Steigerungsraten.


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