Speicherlösung Ammortisation?!?

  • Guten Morgen,


    Wir planen gerade unser erstes PV System - die Anfänge konnte meinen einem anderen Thema begleiten, mittlerweile sind wir aber bei etwas mehr KWP angelangt.


    Da wir ohnehin ein Solar Edge System errichten werden und nun Power Wall am Markt ist, setzen wir uns auch mit Batteriespeicher auseinander.


    Die Fachfirmen, von denen bislang Kostenvoranschläge vorliegen sagen natürlich dass das eine gute Sache ist um den Eigenverbrauch deutlich zu erhöhen. Das kann ich anhand unseres Verbrauchs Verhalten tatsächlich nachvollziehen, nach einer power wohl sollten wir unter 1000 kWh pro Jahr aus dem Netz beziehen müssen. In meiner Berechnung amortisiert sich diese aber praktisch nicht.


    Nun ergibt sich in diversen Kostenvoranschlägen inklusive aller benötigten Bauteile (Stor Edge & Zähler) ein Gesamtpreis von circa 6200 € schlüsselfertig.


    Wenn denn die 5000 Ladezyklen tatsächlich eintreten, so entspricht dies einem Preis von 0,19 € pro gespeicherter KWH (6200/5000/6,4). Zumindest eine idealen Rechnung in der es zu keinerlei Speicher Verlust über die 5000 Zyklen kommt und der Speicher den Strom mit 100% Wirkungsgrad aufnimmt.


    Wenn ich in den Speicher Lade, Speise ich aber nicht in das Stromnetz ein. Je eingespeister Kilowattstunde bekommt man momentan in Deutschland abzüglich enthaltene Umsatzsteuer zehn Cent Vergütung.


    Inklusive der verpassten Vergütung kostet mich also 1 kWh Strom aus der PW 29 Cent. In meinem momentanen Stromtarif zahle ich 0,25 €


    Der Vollständigkeit halber: Die gepriesene Förderung von Speicher durch die KFW bekommt man praktisch in Deutschland nicht-keine Bank finanziert mit KFW unter 50.000 €.



    Dann macht es doch eigentlich mehr Sinn für zehn Cent einzuspeisen und dann für 0,25 € Nachts Netzstrom zu kaufen. Damit sind tatsächlich nur 0,15 € pro KWH in Sonnenfreier Zeit zu zahlen, oder?


    Ich habe bei den gesamten Berechnungen Produktions Kosten des PV-Stroms infolge der Anschaffungskosten des eigentlichen PV Systems außer Acht gelassen, da sich ein solches System ja idealerweise irgendwann und sei es nach 20 Jahren amortisiert haben sollte.

    5,04 kwp / 16xLG315er Neon2 m.SolarEdgeSE4000, 2 Himmelsrichtungen (-25/65) & 3 Neigungen (60, 42, 20) bei teilw. Wandmontage.


    Soll PVGIS Clim.SAF = 912 kwh/kwp
    Soll SE Prognose = 992 kwh/kwp

  • Mal aktuell aus der SWW:


    Die Preise für private Stromspeicher sinken von Jahr zu Jahr. Laut aktuellen Marktforschungsergebnissen könnten PV-Anlagen mit Stromspeicher bereits im Jahr 2017 gleichauf liegen mit dem durchschnittlichen Preis für Haushaltsstrom und somit „Speicherparität“ erreichen.


    Die Preise für Stromspeicher in Privathaushalten sinken weiter und können so bald dem Strom aus der Steckdose preislich Konkurrenz machen. Das Marktforschungsunternehmen Büro F (link is external) hat in einer Studie die Preise für Haushaltsstrom und die Gestehungskosten von PV-Strom plus die Kosten für die Anschaffung eines Stromspeichers verglichen.


    Den Ergebnissen der Studie zufolge könnte die Kombination Stromspeicher plus PV im Jahr 2018 konkurrenzfähig werden, sollte der durchschnittliche Hausshaltsstrompreis langsamer als bisher steigen. Steigt der Preis für Haushaltsstrom weiter wie bisher, dann rechnet das Marktforschungsunternehmen bereits 2017 mit einer „Speicherparität“ gegenüber Haushaltsstrom. In den Jahren darauf würde Strom aus dem PV-Speicher dann sogar günstiger als Strom aus dem Netz werden.


    Laut eines Marktattraktivitäts-Rankings des Beratungsunternehmens Enviacon International (link is external) liegt Deutschland auf Platz 2, wenn es um den Markt für Batteriespeicher geht. Nur knapp davor auf Platz 1 befinden sich die USA bzw. Kalifornien. Enviacon Geschäftsführer Dr. Konrad Bauer hebt hervor: „Einen knappen ersten Platz belegt Kalifornien – damit wird klar, welche Rolle die Entwicklungen hierzulande und im Silicon Valley für die nächste Etappe der Energiewende haben.“


    Mit größerem Abstand zu Deutschland finden sich auf den Plätzen 3 und 4 die Märkte von Italien und Dänemark. Besonders attraktiv wird Deutschland durch die Kombination aus hohen Strompreisen, einer hohen installierten Photovoltaikleistung und einer hohen Kaufkraft. Denn auch für die Flexibilisierung des Stromnetzes (vor allem im Zusammenhang mit der Energiewende) können Stromspeicher einen wichtigen Beitrag leisten.

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Sag mal bei dieser durchschnittlichen Strompreissteigerung, die so ziemlich alle Anbieter auch in ihren Angeboten für die Berechnung der Amortisation nutzen stellt sich mir immer wieder eine Frage.
    Ich frage das, weil selbst für die zitierte Studie, dass ich ab 2017 möglicherweise Speicherlösungen der Basis Strompreis mit 0,31 € angegeben ist.


    Ich persönlich kann über die letzten Jahre keine größere Strompreissteigerung feststellen. In den Berechnungen wird von 0,27 bis 0,31 € ausgegangen. Ich habe auch das Gefühl das bei den veranschlagten Preis bereits die Grundgebühr mit einberechnet wurde-liege ich damit richtig?


    Ich frage das, weil ich es für Quatsch halte-denn wenn ich nicht 100 % autark laufe werde ich ja weiterhin die gleiche Grundgebühr zahlen.


    Ich rechne halt immer mit unserem tatsächlichen Strombezugspreis von knapp 0,25 € pro Kilowattstunde Einsparung und mit der tatsächlichen durchschnittlichen Preissteigerung der letzten zehn Jahre (18 % gleich 1,8 % pro Jahr) - das macht die Amortisationsrechnungen alle samt etwas unglücklicher


    Bin ich irgendwie schief gewickelt oder kursieren in so ziemlich allen Grafiken und Berechnungsbeispielen merkwürdige Optimierungen, die das ganze attraktiver aussehen lassen? Dieser Effekt der unrichtigen Preissteigerung und Basiswerte für Strombezug schlägt natürlich nicht nur auf die Berechnung der Amortisation von Speicher durch, sondern auch auf die Amortisation der gesamten Anlage.

    5,04 kwp / 16xLG315er Neon2 m.SolarEdgeSE4000, 2 Himmelsrichtungen (-25/65) & 3 Neigungen (60, 42, 20) bei teilw. Wandmontage.


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  • Du musst einfach bei jeder Aussage die du liest die Toleranz der Richtigkeit draufschlagen.
    Mach einfach +/- 3% an Wahrheitsgehalt und dann passts wieder.... :lol:

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  • das siehst du schon richtig.
    Momentan ist es so, daß ein Speicher sich rein wirtschaftlich oder finanziell betrachtet, nie amortisiert, rentiert, lohnt.
    Wenn man realistisch rechnet.
    Alle Berechnungen bei denen ein anderes Ergebnis herauskommt (positiv für den Speicher) gehen von unrealistischen Annahmen aus, damit dieses Ergebnis herauskommt.

  • Also ich habe mir im November 2014 Ein Angebot machen lassen PV Anlage ca. 9,4 kwp mit 10 kw Speicher, 10 kw Nutzbar. Preis damals ca. 40.000 € Netto. Jetzt im März 2016 also keine 1 1/2 Jahre Später das selbe noch mal Preis ca. 30.000 € da sieht man schon das es gewaltig gefallen ist. 2014 hat mir der Berater einen Strompreis von 0,31 € pro kwh für 2016 veranschlagt. Aktuell habe ich 2016 0,2556 €. Ein Höherer Preis spielt den Verkäufern in die Karten. Aber was ist wenn es nicht so ist. Eine 3 % Strompreiserhöhung halte ich für unsinnig das wird nicht passieren. Sicher mal das ein oder andere Jahr aber nicht auf 20 Jahre Hochgerechnet. Da wäre ich in 20 Jahren bei 0,40 € pro kwh das glaube ich persönlich nicht.


    Ich habe mich entschieden eine PV Anlge mit Speicher noch zu verschieben. Vielleicht erst mal eine PV Anlage und den Speicher in 2 oder 3 Jahren Nachrüsten. Ich habe viele Berechnungen in Excel gemacht und das hat mich zu diesem Entschluss geführt.


    Hier meine Preise der letzten Jahre. Durch stendiges Wechseln habe ich mir immer einen günstigen Anbieter gesucht wobei ich nie NoName Firmen genommen habe. Der extreme Anstieg von 2010 auf 2013 war sicher ein Ausnahmefall aber von 2013 auf 2016 ist es bei mir sogar wieder gefallen.


    2010 = 0,1690
    2011 = 0,2000
    2012 = 0,2167 € / 0,2605 €
    2013 = 0,2605 €
    2014 = 0,2605 € / 0,2740 €
    2015 = 0,2740 € / 0,2556 €
    2016 = 0,2556 €

  • Deine eigentliche Frage hast du ja schon selbst beantwortet.

    Zitat von PV-Starter1343x


    Ich persönlich kann über die letzten Jahre keine größere Strompreissteigerung feststellen. In den Berechnungen wird von 0,27 bis 0,31 € ausgegangen. Ich habe auch das Gefühl das bei den veranschlagten Preis bereits die Grundgebühr mit einberechnet wurde-liege ich damit richtig?


    Ich mag es auch nicht glauben, aber der durchschnittliche Strompreis für Privatkunden in D liegt bei knapp 30ct/kWh brutto. Es gibt hat noch viele, die in der Grundversorgung sind und da sind 30ct (bei uns derzeit 30,11) schon günstig, Grundgebühr kommt da natürlich noch drauf.
    Die Rechnung "nach PV" bzw. "nach PV und Speicher" ist aber kompliziert, mit deinem aktuellen Tarif wirst du da meist nicht wirklich günstig fahren. Bei deutlich weniger Bezug spielt die Grundgebühr halt eine viel größere Rolle und für mich zählt die Gesamtrechnung und da sollte man auch unter 30ct/kWh kommen können, mit Boni auch gegen 20.

  • Zitat von PV-Starter1343x

    Sag mal bei dieser durchschnittlichen Strompreissteigerung, die so ziemlich alle Anbieter auch in ihren Angeboten für die Berechnung der Amortisation nutzen stellt sich mir immer wieder eine Frage.
    Ich frage das, weil selbst für die zitierte Studie, dass ich ab 2017 möglicherweise Speicherlösungen der Basis Strompreis mit 0,31 € angegeben ist.


    http://www.verivox.de/verbraucherpreisindex-strom :roll: