S-Plan wo der Energiefluss nur in eine Richtung möglich ist?

  • Hallo,


    hat jemand bereits im Forum was eingestellt (oder im Netz) wo man die „Energierichtung“ "Energieflussrichtung" in einer AC-Stromleitung festlegen kann ? (Schaltung W)


    Genauer nur der „Energiefluss“ in eine Richtung möglich ist.


    Bei Gleichstrom ist das ja erstmals kein Thema, da geht das ja mit einer Diode recht einfach zu machen ,
    siehe Schaltung G.


    Bei Wechselstrom muss man natürlich andere Überlegungen anstellen, da geht eine einfache Diode (Dioden) nicht.


    Deshalb die Anfrage ob das bereits jemand erledigt hat ?
    Ich möchte das „Rad“ ja nicht zweimal "erfinden".


    Gruß

  • Da muss man ja nichts erfinden das ist ja relativ simpel.


    Um die Rückspeisung zu verhindern müsste man ja nur 2 Dioden einsetzen die jeweils immer nur für 10ms die Stromrichtung „überprüfen“, quasi eine umschaltbare Gleichstromdiode die nur bei der positiver Sinuswelle (an L1) arbeitet und deine andere Diode die nur bei einer negativen Sinuswelle (an L1) arbeitet, so wie in der Systemüberlegung (Schaltung W-1).


    Schaltbahre Dioden sind ja Thyristoren die ja sich nach dem „einschalten“ wie normale Dioden verhalten.
    Thyristormodule gibt es günstig und für Spannungen von über 1000V und über 100A sind da nichts besonderes.
    Der Spannungsabfall an Thyristoren ist so 1 bis 1,5V also um 0,5% Verlust der am Thyristor "verbrannt" wird.


    Gruß

  • Hallo Werner
    Du stellst wieder Anforderungen :wink:
    Ja, das geht schon. Die ungewollte Stromrichtung braucht bloss mit der Spannung synchronisiert zu werden. :idea:
    Nur hatte ich noch keine Anwendung dafür :arrow:
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Zitat von werner8

    ..hat jemand bereits im Forum was eingestellt (oder im Netz) wo man die „Energierichtung“ "Energieflussrichtung" in einer AC-Stromleitung festlegen kann ?


    Das hat mit Sicherheit keiner gemacht, denn das geht nicht. Ich vermute mal, dass dein Gedankenexperiment darum geht, eine nicht einspeisende Halbinsel zu realisieren. Falls es darum geht, dann brauchst du hinter dem WR einen Strommesser und einen in der Leitung zu den Verbrauchern hin. Nach Kirchhoff lässt sich dann der Strom (positiv oder negativ) zum Netz hin berechnen, denn die PVA kann nur erzeugen und die Verbraucher nur verbrauchen (Blindleistung mal außen vor gelassen).


    Falls deine Frage einen anderen Hintergrund hat, dann musst du mehr Info liefern.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • werner8: Deine Überlegungen sind schon richtig. Da ich nicht annehme, dass du bloss Halbwellen ausfiltern willst,
    kannst auch Triacs nehmen und entsprechend zünden.
    Doch Thyristoren und Triacs leiten immer bis zum nächsten Nulldurchgang. Mit einer steuerbaren Gleichrichterbrücke,
    oder Mosfet kannst du auch "Gehacktes" machen.
    Als ich meine DC-geregelte Aufspeisung mit einem netzgeführten WR testete, hatte dieser einen kleinen Hilfstrafo,
    worüber der WR synchronisiert wurde. Doch den Einspeisestrom ab Ringkerntrafo konnte ich trotzdem nicht regeln,
    oder takten. Ein Einspeise-WR liefert auch keine Vollwellen, sondern nur Ripples.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Hallo Einstein,


    „Nur hatte ich noch keine Anwendung dafür“


    Das soll im Endausbau verhindern das Energie zurück ins Netz fließt, auch wenn die PV-Leistung höher ist als der Haus-Verbrauch.
    So wird zumindest physikalisch auch kein Einspeisezähler gebraucht, Abrechnung mit dem EVU und noch so einige andre Sachen auch nicht.


    Das einspeisen von PV-Reststrom zum Börsenpreis 0 bis 3 Cent/kWh macht ja in Zukunft auch keinen Sinn.


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    Hallo Retrerni,


    Das Thema Blindstrom wurde ja auch nicht angefragt.
    Es geht ja erst mal nur darum den Energiefluss zu regeln (Wirkleistung).


    Eine Baustelle nach der andern erledigen, dass ist meine Vorgehensweise.


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    Murray sagt = „Die Schaltung wird gar nicht funktionieren - das ist Unfug“


    jdhenning sagt = „Das hat mit Sicherheit keiner gemacht, denn das geht nicht.


    Es gibt ja die Redewendung:
    „Nach den Gesetzen der Physik können Hummeln nicht fliegen.
    Doch die Hummel weiß das nicht und fliegt trotzdem.“


    Ich glaube ich bin die Hummel, habe ja keine besonderen Kenntnisse in Bereich der Elektronik und die Schaltung funktioniert trotzdem, so wie eine Diode bei Gleichstrom aber eben nur für Wechselstrom.


    Hab einige Bauteile aufs Steckbord geworfen und mit einem Thyristor-Modul ausprobiert.
    Also, das funktioniert wie eine DC-Diode die den Energiefluss nur in eine Richtung zulässt aber eben für AC.
    Hab das auch mit einem Heizlüfter usw. getestet das funktioniert 100%.


    Danach hab ich das mit eingeschalteten Heizlüfter getestet und einem kleinen Einspeisewechselrichter.
    PV-Leistung um die 500W, Heizlüfter zieht 2000W. (Schaltung W-2).
    Der Verbrauch sollt auf jeden Fall höher als die zu erwartende PC-Leistung sein.


    Anlaufen vom Wechselrichter und Stromproduktion alles O.K.


    Die Frage ist nur was passiert mit dem Wechselrichter wenn ich den Heizlüfter ausschalte?
    Der Wechselrichter erkennt ja das vorhandene Netz und geht davon aus die bereitgestellte Energie auch abfließen kann.


    Für mich sind im Moment 2 Überlegung denkbar.


    1. Der Wechselrichter schalte einfach ab wenn er die Leistung nicht abgeben kann auch wenn er feststellt das eine Netzverbindung vorhanden ist.


    2. Der Wechselrichter versucht trotzdem die Leistung abzugeben und die Spannung steigt an, zwischen Thyristor und Wechselrichter.
    Daraus folgt das der AC-Überspannungsschutz auslöst in Wechselrichter und L1 zu N „kurzschließt“. Da fliegt natürlich auch die Sicherung im Zählerschrank weil ja über die Thyristoren augenblicklich Strom zum Verbraucher (Kurzschluss) fließt.


    Gruß


    PS


    „Da ich nicht annehme, dass du bloss Halbwellen ausfiltern willst,
    kannst auch Triacs nehmen und entsprechend zünden.“


    Mit Triacs geht das aber nicht. :mrgreen:

  • Als Erstes müsstest du den Einspeise-WR dauersynchronisieren können (Bypass).
    Also, den WR bloss abzuschalten, wenn er die Leistung nicht wegbringt ist machbar (über Export-Signal).
    Die Schwierigkeit liegt in der Regelbarkeit des Einspeisestromes, welcher zur Netzspannung um 180° verschoben ist.
    Ich hatte es HW-seitig nicht geschafft, bzw. die Verluste und der Aufwand stand in einem Missverhältnis zum Ertrag.
    Doch mit meiner letzten Schaltung in: http://www.photovoltaikforum.c…ernbetriebes-t111653.html kann ich innerhalb einer Vollwelle einer Phase jede Halbwelle eines Drehstromes
    einzeln adressieren, damit also beliebig steuern und schalten.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Hallo Einstein,


    was soll mir den dieser Satz sagen, den verstehe ich jetzt nicht so richtig?
    „Als Erstes müsstest du den Einspeise-WR dauersynchronisieren können (Bypass).“


    Der Einspeise-WR verrichtet doch seine Arbeit, nur Einspeisen kann er nicht und für was brauch ich den „Bypass“.


    „Die Schwierigkeit liegt in der Regelbarkeit des Einspeisestromes, welcher zur Netzspannung um 180° verschoben ist.“


    Das der Strom „verschoben“ ist bei der Einspeisung ist ja klar, aber es wird doch nichts Eingespeist ins Netz, somit ist die „Regelbarkeit die Einspeisestromes“ auch nicht nötig.


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    „Die Frage ist nur was passiert mit dem Wechselrichter wenn ich den Heizlüfter (Hausverbrauch) ausschalte?“ (Schaltung W-2)


    Also der Hausverbrauch geringer ist als die Leistung die der Wechselrichter aktuell abgibt (abgeben kann).


    PV-Leistung (L1) 2000W, Hausverbrauch (an L1) nur 1000W ?


    Für mich ist im Moment die Überlegung 2 am schlüssigsten.


    „2. Der Wechselrichter versucht trotzdem die Leistung abzugeben und die Spannung steigt an, zwischen Thyristor und Wechselrichter.“


    Ich werde mal eine Spannungsbegrenzung noch dazu bauen die bei über 255V min. 2000W „verbrennen“ kann um den zu erwartenden Spannungsanstieg zu verhindern. (Schaltung W-3)


    Das Abfallprodukt ist ja gleich eine Überschussvernichtung im Heizstab.


    Man kann im Haus alles ganz normal EIN- und AUS-Schalten aber es fliest kein Strom zurück ins Netz.
    Macht man noch eine Anzeige für die Differenz zwischen PV-Leistung und Hausverbrauch kann man selber entscheiden welche Geräte man EIN- oder AUS-Schaltet.
    Alternativ kann das natürlich auch Automatisiert werden das EIN- oder AUS-Schalten.



    Gruß


    PS
    Muss ja nicht nur der Heizstab sein , Akkuladung usw. ist ja auch möglich, z.B. ab 250V.
    Steigt die Spannung an zwischen Wechselrichter und Thyristor (auch zwischen Netz und Wechselrichter) heißt das ja es ist ein Energieüberschuss von der PV vorhanden.