Besteuerung Eigenverbrauch

  • HAllo,
    heute rief mich ein Freund der eine 9 KW Anlage aus 2010 hat an.
    Sein Kollege mit einer 7 KW Anlage muss für seine in 2014 errichtete Anlage nun ab diesem Jahr den Eigenverbrauch versteuern.


    Mein Freund und auch ich ( 6 KW aus 2014) haben bisher keinerlei Aufforderung vom FA bekommen.
    Ich lasse meine UST immer vom Steuerverdreher machen, bisher hat auch Er keine anstalten gemacht das der Eigenverbrauch versteuert werden muss.


    Wie soll ich mich nun verhalten, wie sind Eure Erfahrungen ??




    Vielen Dank

    24 x Hyundai aufm Dach, 6000er SMA WR und Datalog 200


    Sehr zufrieden !!!!

  • Zitat von derdoktor

    Ich lasse meine UST immer vom Steuerverdreher machen, bisher hat auch Er keine anstalten gemacht das der Eigenverbrauch versteuert werden muss


    hast du deinem Steuerberater auch den Eigenverbrauch mitgeteilt?

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Nein, der Steuerberater hat bei mir eigentlich alles in der Hand, bisher wurde von mir nie der Eigenverbrauch angefordert.


    Also ich denke mal ein Fehlverhalten vom Steuerberater oder?


    Klar will ich Ehrlich sein, wusste bis dato nicht das ich den Verbrauch angeben muss. Wundert mich nur das , dass FA keine Nachricht geschickt hat.

    24 x Hyundai aufm Dach, 6000er SMA WR und Datalog 200


    Sehr zufrieden !!!!

  • Sicherlich muss man privat-Entnahmen aus einem Wirtschaftsbetrieb versteuern mit Umsatzsteuer. Man müste also die Differenz zur Beschaffung als Privatentnahme buchen, die dem Betrieb als Einnahme entgangen ist. Bekommt man von Netzbetreiber den Eigenverbrauch vergütet ist dies abzuziehen. Auf das Ergebnis fällt Mehrwertsteuer an.
    Beispiel mit meinen Daten: Vergütung von VTN 17,67ct, Beschaffungspreis vom Stromlieferanten 17,95ct Differenz 0,28ct zzgl MWST je Kw/h. Dafür buche ich auch den Grundpreis (84,39€/Jahr zzgl. MWST)mit Privatsplit 50%.
    Durch die Buchung des Grundpreises mit Privat-Split 50% kommt man in den Genuss von ca 8€ Vorsteuer Anrechnung.
    Angenommen man verbraucht tatsächlich 1000kw/h im Jahr selbst, so muss man dafür eine Privat-Entnahme von 2,80€ buchen zzgl. 0,53€ Unsatzsteuer. Bringt also mehr Vorteile als Nachteile.....

  • Hi,
    der Eigenverbrauch wird als Sachentnahme und als unentgeltliche Wertentnahme gebucht, sofern Regelbesteuerung gewählt wurde.


    Bei der Schachentnahme wird mittlerweile die eigene Einspeisevergütung als Grundlage genommen (man kann auch die Herstellungskosten versuchen).
    Also xyz kWh x z.B. 12,31ct/kWh.


    Bei der unentgeltliche Wertentnahme ist es etwas "aufwendiger". Dazu gibt es auf http://www.pv-steuer.de im Download Bereich eine kostenlose Exceltabelle (Berechnung unentgeltliche Wertentnahme).


    Gruß Red5FS

    Gruß Red5FS
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    GroßMeisterLusche L:82 D:5 T:3
    Meine Anlage
    SV@fb

  • Der Steuerberater hätte fragen können, Du hättest liefern können - das Finanzamt hält sich nur an Dich. Du kannst hinterher den Steuerberater verklagen, ein paar Jährchen prozessieren, (vielleicht) Recht bekommen. Ist es das wert? Also nachmelden, den Steuerberater vielleicht noch mal kurz anmotzen, und gut is.

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