Dachsanierung mit Ziegel oder Uginox/Blechfalz

  • Hallo Zusammen,


    im Rahmen einer Sanierung an einem alten Haus (besonders erhaltenswerte Bausubstanz, kein Denkmalschutz) wird auch das Dach saniert. Das südseitige Dach soll dabei vollflächig mit einer PV-Anlage installiert werden. Hinter der PV-Anlage wird ein PE-Absorber installiert (Heizungsunterstützung), so dass nur eine Aufdachlösung in Frage kommt. Nun hat unser Architekt uns zwei Vorschläge gemacht: entweder eine Blechfalzeindeckung mit Uginox (verzinntes Edelstahlblech, Blechfalzdächer sind in unserer Gegend sehr üblich) oder ebenmässige Ziegel zu verwenden. Das Dach hat ca. 9 x 5 Meter mit 30 Grad Neigung ohne irgendwelche Aufbauten.
    Nun habe ich als absoluter Laie zwei Fragen an die (Montage-)Spezialisten:
    - in vorhergehenden Threads kam immer wieder der Vorschlag einer Ganzdachlösung, aber gibt es überhaupt eine solche mit ausreichender Hinterlüftung ähnlich einer Aufdachinstallation, die insbesondere für die PE-Absorber notwendig sind? Alle bislang gefundenen sind integriert.
    - Falls nur eine vollflächige Aufdachlösung in Frage kommt, ist ein Uginox-Stehfalzdach einer Ziegeleindeckung vorzuziehen bzw. umgekehrt. Neben der kostengünstigeren Eindeckung und dem niedrigeren Gewicht ist ja anscheinend auch die Installation auf den Falzen einfacher/schneller und die Haftpunkte können ja bereits statisch vorher der PV-Installation angepasst werden.


    Gibt es praktische Installationserfahrungen und Langzeiterfahrungen aus älteren Installationen auf Stehfalzdächern ganz und im Speziellen mit verschiedenen Befestigungssystemen (oder ist generell doch besser die Ziegelvariante zu bevorzugen?


    Vielen Dank vorab und beste Grüße aus Oberbayern
    Frank

  • PV Montage auf Ziegeldach ist bewährter Standard, da sind im Normalfall die wenigsten Probleme zu erwarten.
    Bei Stehfalzdeckung solte der Planer die Montage Möglichkeit vorab prüfen und entsprechend konstruieren (speziell die Einleitung und Abtragung der Lasten aus der PV Anlage)
    Diese Wasser Absorber kenne ich als Technik aus den 80er Jahren, warum macht man so etwas heute noch?
    Oder wird das vielleicht ein Passivhaus mit 30 cbm Jenni Solartank, damit so eine Lösung Sinn macht?

  • Hallo,


    hier ein Bild von der Südseite und Dach von Google.
    Der Absorber wird Quelle für eine WP und wenn ich ein grossen Jenni einfach einbauen könnte (s. Foto) wäre das super, geht aber nicht, es reicht nur mal für 2x800l ;-) ... aber das ist gerade gar nicht mein Problem. Trotzdem Danke!


    Beste Grüße
    Frank

  • Zitat von Oberauer

    Der Absorber wird Quelle für eine WP und wenn ich ein grossen Jenni einfach einbauen könnte (s. Foto) wäre das super, geht aber nicht, es reicht nur mal für 2x800l ;-) ... aber das ist gerade gar nicht mein Problem.


    Dem Bild nach ist das Haus ein Altbau, und dem Zustand nach ist es ungedämmt und wird wahrscheinlich auch nicht gedämmt werden.
    (BTW, was ist daran "besonders erhaltenswerte Bausubstanz" ?)
    In so einem Gebäude eine Wärmepumpenheizung, mit oder ohne Unterstützung durch "Absorber", mit so kleinem Pufferspeicher, das kann nach meiner Einschätzung nur so ausgehen daß der Heizungsbauer reich und der Hausbesitzer arm wird.
    Vielleicht ist das gerade dein Problem, du weisst es nur nicht.


    Das sind nur so meine Bedenken, wenn ich Text und Bild kombiniere.
    Normalerweise macht eine Heizung mit Wärmepumpe je mehr Sinn, je niedriger die Vorlauftemperatur gehalten werden kann. Das funktioniert nur bei sehr geringen Wärmeverlusten (gute Dämmung) und großen Wärmeabgabeflächen (z. B. Fußboden- oder Wandheizung).
    Nach beiden schaut das Haus auf dem Bild nicht aus.

  • Hallo Jodl,


    vielen Dank für Deine Bedenken, aber wie gesagt, die Heiztechnik ist nicht mein Problem, das habe ich durch, wie auch die Planung der Dämmung inklusiver Fassade und Dacherneuerung, hat mich schlappe 3 Jahre gekostet. Fahre jetzt schon (ohne Dämmung) zwischen 40 und 48 Grad im Winter. WP wird bivalent.
    Das Haus ist 100 Jahre alt und im Ortsbild charakteristisch.
    Mir geht es nun um Eure Erfahrungen bezüglich der Dacheindeckung, da diese vollständig erneuert wird (inkl. Zwischensparren- und Aufdachdämmung). Blechdach hat prinzipiell viele Vorteile im Rahmen der Sanierung dieses Hauses, aber wenn die erfahrenen Solateure unter Euch eher zu einem Ziegeldach raten, weil ... wäre ich um entsprechende Ratschläge sehr froh.


    Gruß Frank

  • Ich revidiere meine anfänglichen Bedenken wegen dem Blechdach.


    Bei dem Gebäudetyp kann ich mir sogar ein Blechdach vorstellen.


    Beta