Neuling mit großem Ost/West Dach

  • Guten Morgen,
    ich heiße Maik und bin totaler Solar-Neuling. Warum schreibe ich nun hier?
    Wir haben uns vor 3 Monaten ein neues (saniertes) Haus gekauft. Dieses Haus hat eine sehr große Dachfläche in (fast) Ost/ West Ausrichtung und ohne Schatten, da es höher ist als alle anderen Häuser in der Nachbarschaft.
    Grundsätzlich finden des Thema solar sehr spannend und wir können uns eine größtmögliche Anlage auf unseren Dachflächen vorstellen.......ABER....ich habe Sorge, dass unsere Dachform (unterschiedliche Winkel) nicht sehr gut geeignet ist und bevor ich einige Firmen anfahren lasse, wollte ich mal Euch dazu befragen. Wenn Ihr sagt, dass es nicht so günstig ist, spare ich mir dann die Zeit mich in das Thema Solar einzulesen. Das Lagebild ist nach Norden (oben) ausgerichtet.


    Der zweite wichtige Punkt ist, dass wir möglichst kein EK einsetzen wollen. Wir haben zwar noch etwas aber dieses Jahr soll der Garten gemacht werden. Deshalb bitte ich mal um die Einschätzung, ob es zur Zeit ohne EK möglich ist....soweit man das pauschal beantworten kann. Gelder gibt es ja überall aber das ist immer eine Finanzierung auf die Nettosummen. EK wäre dann ja für die Märchensteuer nötig.....oder gibt es dabei vielleicht einen durchaus gängigen Trick.


    Vielen Dank schon mal, für die Mühe mir zu antworten.
    LG Maik

  • ach sollte es wichtig sein, das Haus hat eine Grundfläche von 130m² und eine Dachlänge von 15m. Auf der Rückseite gibt es nur eine Gaube über 3 Fenster.

    OST / WEST Dach (15 / 22 Module)


    37x Luxor Eco Line P60/260W
    37x Solaredge-Optimierer
    Solaredge SE9K Wechselrichter

  • Schönes Dach.
    Mehrere Dachneigungen sind nicht so das Problem, es gibt für alles eine Lösung.
    Es ist durchaus möglich mit Fremdkapital eine Pv Anlage zu finanzieren die sichauch selbst bezahlt.
    Sie wird nur nicht zehntausende Euro an Gewinn mehr abwerfen.
    Mehrwertsteuer kann die Bank dir auch zwischenfinanzieren. Hast du ja gewöhnlich innerhalb 2 Monaten wieder erstattet.
    Wenn du die Mehrwertsteuer 2 Monate aus Eigenkapital vorstrecken kannst, ist es natürlich billiger.
    Imteresdant wäre noch dein zu erwartender Stromverbrauch und die Maße der einzelnen Dachflächen.
    Zur groben Ermittlung kannst du hierfür z.b. die Dachziegeln zählen. ( misst dir eine aus und rechnest es dan um)


    EDIT: ist das Google Luftbild nach Norden ausgerichtet, also Norden oben?
    Wenn ja, wäre die Hausseite auf dem Foto die Bessere.




    Mfg


    gelig

  • Danke gelig.


    OK, Thema Steuererstattung auf den Kauf, wenn ich mich nicht als Kleinunternehmer anmelde habe ich zum vertieften lesen vermerkt.


    Stromverbrauch hatten die bisherigen Besitzer (Rentner) die letzten 3 Jahre etwa 10.000 kwh pro Jahr (k.A. was die gemacht haben, Warmwasser ist aber nicht über Durchlauferhitzer)


    Die Dachflächen werde ich mal mit Laser und auszählen der Dachziegel vermessen.
    Ja, Luftbild Norden ist Oben. Sonne scheint auch z.Zt. bis Sonnenuntergang auf das komplette Dach.


    LG

    OST / WEST Dach (15 / 22 Module)


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  • Die Gaube und die Dachfläche drum rum auf Ost scheinen mehr oder weniger die gleiche Dachneigung zu haben.
    Das kann man gefahrlos in einen String hängen.
    Die Fläche im Norden auf dem Ostdach würde ich nicht unbedingt belegen, da dort auch Schatten von der Gaube und dem Anbau auftreten wird.


    23 Module auf die bessere SO Seite legen wäre der erste Ansatz.


    Gibt es auf WNW auch eine Dachgaube?
    Dort würde man noch 15 Module unterbringen müssen, um dann 9,88KWp auf dem Dach zu haben.
    Welche Dachneigungen haben die verschiedenen Dachflächen auf Ost ... und auf West?
    Da sollte man 70-hart an einen WR mit 7-7,5KVA legen ... evtl. zur Verbrauchsvisualisierung auch in 70-weich an den Fronius Symo mit 8,2KVA.


    Man kann das ohne EK machen.
    Der FK Zins frisst ein wenig von der möglichen Rendite auf, ist dann halt so.
    Die VSt musst du zwischenfinanzieren oder aus dem EK nehmen, bis sie erstattet wird.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Vielen Dank für die bisherigen Antworten. Das macht mir ja Hoffnung.
    Ich habe die Dachneigungen nochmal gemessen. Die Hauptneigung sind 50 Grad auf beiden Seiten.
    Die Gaube auf der Ostseite hat 25 Grad und die Neigung darunter sind 30 Grad.


    Weiterhin habe ich das Dach vermessen. 15x 8,7 m. Auf der Skizze sieht man einige Maße.
    Auch habe ich noch Fotos von der Westseite gemacht. da haben wir nur eine kleine Gaube.

  • Ost mit DN50 und leicht nach Norden, das ist nicht prickelnd.


    Wie groß ist die Dachgaube auf Ost?
    Wenn die 8,1m breit und in der Länge 3,4-3,5m hat, würden da die 15 Module gut passen ... ich vermute aber, dass die kleiner ist.


    Ansonsten muss man auf das Hauptdach gehen oder baut auf die Gaube was drauf geht 10-12 Stück und damit dann um 9,3KWp.
    Mit etwas stärkeren und teureren Modulen könnte man dann auch wieder Richtung 10KWp gehen.


    Solltest Du auf Ost auf dem DN50 Dach landen, muss das 70-hart gebaut werden ... selbst ein 7KVA WR könnte dann schon zu groß sein. Die Lösung könnte aber dennoch interessant sein, weil du bei WR und 70-weich Umsetzung etwas sparen kannst.


    Was für ein Rohr steht auf der großen Gaube auf West?
    Kann das weg oder ist das die Gasheizung?

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
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  • Ja das ist die Gas-Brennwert.

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  • Hm, aus meiner sicht sind nur die nachfolgend eingezeichneten Flächen nutzbar.


    Aufgrund der geringen Unterschiede in den Dachneigungen lassen sich deren Module in einen String legen. Dabei müsste man noch überlegen, ob man die kleine, schattenarme Fläche auf der steilen SO-Dachseite mit belegt ist fraglich, da hier ja ein eigener String zu erstellen wäre.
    Bei -72°:108° und 70%:30% Leistungsverteilung würden nur 73,7% der Modulnennleistung selbst unter quasi-STC-Bedingungen an, was schon fast perfekt zur harten 70%-Regel passt.


    Ciao


    Retrerni

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