Zusätzliche PV Anlage Nachteile?

  • Hallo, ich möchte mich hier zuerst einmal vorstellen, ich lese bereits seit 3 Jahren mit und habe bis jetzt auf alle Fragen antworten gefunden. Also schönen Dank noch mal, super Forum.


    Es handelt sich um ein 2 Familienhaus mit Garage und noch einer kleinen Halle. (2 Haushalte, einmal meine Eltern und einmal ich mit meiner Frau) Also seit 2014 betreibe ich eine 10kwp Anlage auf dem Hallendach mit Überschusseinspeisung (2-Richtungszähler)
    Ausrichtung: -15°
    Dachneigung: 15°
    Ertrag 2015: 1036 kwh/kwp
    Eigenverbrauch: 2650 kwh
    Bezug: 3800 kwh
    Bin also Super zufrieden. :D


    Zur Zeit überlege ich noch einmal 5-10 kwp dazu zu Bauen. Dazu habe ich noch ein paar Grundsätzliche Fragen.
    Was ich bereits herausgefunden habe, die neue Anlage würde komplett seperat behandelt?
    Also bezüglich EEG abgabe währe ich trotzdem unter 10?
    Netzprüfung vom VNB brauch ich natürlich noch vorher.
    Steuerlich genauso wie bei der ersten, zum vorhandenen Gewerbe dazu.
    Messung müsste über eine Zähler kaskade gemacht werden, muss ich die werte zusätzlich zum 2-richtungszähler an den vnb geben?


    Gedacht hab ich mir volgendes:
    Auf dem Hallendach hätte ich links noch 1,2m neben der vorhandenen PV und rechts 1,3m der vollständigkeit halber, unten 0,75m
    also links und rechts jeweils 3 module, dazu 2 reihen mit jeweils 9 modulen auf dem Norddach nach Süden aufgeständert
    insgesammt also 24
    Laut PVgis 963kwh


    Dazu auf dem Garagendach unterhalb der Solarthermie 2 reihen a 6 module
    Dachlänge 10,5m höhe von Dachrinne bis Solarthermie 2,6m
    Das Garagendach hat eine Dachneigung von 45°
    Laut PVgis 1000kwh wobei ich wie auf dem Bild am morgen rechts und abends links Schatten habe, allerdings nicht sehr lange.


    Bitte keine Diskussionen über die Solarthermie, diese wurde komplett von mir selber gebaut, und sollte als Hobby betrachtet werden. Funktioniert super und liegt sogar über der erwarteten Leistung. :D


    Über Ideen und Meinungen bin ich sehr Dankbar.
    Ich hoffe das waren genug informationen für den Anfang :danke:

  • Zitat von pv+solar

    Was ich bereits herausgefunden habe, die neue Anlage würde komplett seperat behandelt?
    Also bezüglich EEG abgabe währe ich trotzdem unter 10?


    Würde ich auch so sehen.
    Einspeisezusage für den Netzverknüpfungspunkt vom VNB einholen kann nicht schaden.


    Zitat

    Steuerlich genauso wie bei der ersten, zum vorhandenen Gewerbe dazu.
    Messung müsste über eine Zähler kaskade gemacht werden, muss ich die werte zusätzlich zum 2-richtungszähler an den vnb geben?


    Was willst Du da mit einer Zählerkaskade erreichen?
    Ich würde beim VNB auf die bilanzielle Abrechnung zielen, also ein Mischpreis aus der Vergütung 1. Anlage und der Vergütung für die neue Anlage.


    Die Aktion mit der Aufständerung auf dem Norddach ... keine Ahnung was das bringt ... kostet .... ich würde es nicht als Favorit haben. Die 2*3 neben der vorhandenen Anlage (welche DN hast Du da?) und die 2*6 auf dem Garagendach würden einen 18er String ergeben.


    Bei DN 15 würde ich dann dachparallel auf dem Norddach bis 10KWp auffüllen ... die beiden Süddächer mit Mismating (oder günstigen Modulen inkl SE Optimierer an einem normalen String WR) in einen String legen, sofern der WR an Anlage 1 keine Kapazitäten mehr frei hat.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Danke schonmal für die Antwort.
    Die 6 module neben der vorhandenen anlage währen Dn 15grad
    Auf dem garagendach dn 45grad


    Die alte anlage hat einen kostal pico 10 und 250watt solarworld module in 2 x13 und 1x 14 er string


    Das mit der bilanziellen abrechnung hört sich gut an.


    Das mit dem norddach voll machen muss ich dann nochmal durchrechnen, da muss der preis pro kwp schon günstig sein.

  • Zitat von pv+solar

    Die alte anlage hat einen kostal pico 10 und 250watt solarworld module in 2 x13 und 1x 14 er string


    Diese Verstringung am Kostal pico 10 (das müsste noch der alte 10.1 sein???) ist absolute Grütze.
    Warum wurde das damals nicht 20/20 verstringt?
    Das Dach ist doch absolut schattenfrei.


    Da würde ich jetzt entweder die 6 Module in die beiden 13er Strings bauen, oder gleich Nägel mit Köpfen machen und 23/23 verstringen. Damit wird der Kostal, der hohe Spannungen braucht, 1-2% besser laufen. Hast Du einen RSE?


    Die 250Wp Solarworld Module sollte man noch in neu bekommen können ... sonst andere, elektrisch ähnliche oder bessere 250-260Wp Module dazu legen.


    Zitat

    Das mit der bilanziellen abrechnung hört sich gut an.


    VNB fragen.


    Zitat

    Das mit dem norddach voll machen muss ich dann nochmal durchrechnen, da muss der preis pro kwp schon günstig sein.


    Da kommen nach PVGis classic-10 immerhin 671KWh/KWp oder 761KWh/KWp nach Climate runter.
    Was kostet die Aufständerung und wie viel geht damit drauf?


    Dachparallel passen da lockere 10KWp drauf ... abzüglich der 6 auf Süden und der 12 auf der Garage und Du hast keine Eigenverschattungen, die bei Aufständerungen auf Nord nach Süden zwangsläufig entstehen.
    Die Garage dann als separate Anlage z.B. an einen SMA SB2.5 mit 12*290Wp Modulen hängen in 70-hart.
    Der SB2.5 hat ein sehr gutes Schattenmanagement ... das Problem des Kostal wird sein, dass er kein Schattenmanagement hat.


    Dennoch, wenn Du keinen RSE hast, kannst Du dir den SB2.5 sparen und die 12 von der Garage (dann aber mit günstigen 250Wp Modulen :!: ) als 3. String an den Kostal 10 hängen.
    Bis 70-hart Grenze hat der noch einiges an Luft und der Schatten ist ja nur früh morgens und spät abends treffend.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Servus,


    dennoch eine Anmerkung zur Solarthermie. Wie wäre es, diese an den unteren Dachrand zu legen? Ich kann im unteren Bereich auch diffusen Schatten von den Bäumen erkennen :( . Die ST stört der Schatten nicht besonders, im Gegensatz zur PV. Die sonnigere Dachhälfte am First wäre frei für PV :) .


    Da die ST ja dein Hobby ist, kannst du den Umbau in Eigenregie bewerkstelligen, kostet dich keinen Cent. Und wenn doch, Hobby kostet immer Geld und Zeit! :wink:


    Wie ich aus deinen Angaben richtig zwischen den Zeilen gelesen habe, ist die Kostal-Anlage mit Eigenverbrauch? Wenn jetzt eine weitere Anlage mit Eigenverbrauch dazu kommt, dann ist eine Zählerkaskade nicht zu vermeiden. Ist die neue Anlage ein Volleinspeiser, dann hängt neben dem jetzigen Zweirichtungszähler einfach ein zusätzlicher Ferraris.


    Eine Umverstringung des Kostal ist tatsächlich zu überlegen, wenn du eh schon auf dem Dach bist. Da du vermutlich keine 10 Daumen hast, kannst du das auch selber machen.


    Grüße
    Allgäulix

    Einmal editiert, zuletzt von Allgaeulix ()

  • Zitat von Allgaeulix

    Wie ich aus deinen Angaben richtig zwischen den Zeilen gelesen habe, ist die Kostal-Anlage mit Eigenverbrauch? Wenn jetzt eine weitere Anlage mit Eigenverbrauch dazu kommt, dann ist eine Zählerkaskade nicht zu vermeiden.


    Warum das?
    Bilanzielle Abrechnung über die gesamte Generatorfläche hätte ich gedacht.
    Der gemischte Preis der EEG Vergütung ergibt sich nach den Anteilen und den jeweils zugrunde gelegten Vergütungen der Anlagenteile. Oder geht das >10KWp nicht mehr?

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Zitat von seppelpeter

    Bilanzielle Abrechnung über die gesamte Generatorfläche hätte ich gedacht.
    Der gemischte Preis der EEG Vergütung ergibt sich nach den Anteilen und den jeweils zugrunde gelegten Vergütungen der Anlagenteile.


    Ich glaube, du hast recht. Das Bilanzieren sollte gehen. Ich hab im Anhang die Messkonzepte angehängt, wie sie mein VNB auf seiner Homepage veröffentlicht (Aufgrund des Dateiumfangs 2 Anhänge). Je nach Größe der neuen Anlagen wäre es Messkonzept B2 oder B3.


    Aber wie wird das dann berechnet, wenn Anlage neu mit Eigenverbrauch und >10kWp. Für selbstverbrauchten Strom aus dieser Anlage ist die anteilige EEG-Strafabgabe zu bezahlen. Aus diesem Grund ist ja genau zu erfassen, welcher Eigenverbrauch von welcher Anlage kommt. Also in diesem Fall doch Kaskade?


    Grüße
    Allgäulix

  • Er hat doch jetzt genau 10KWp und weniger als 10KWp sollen dazu kommen.
    Vergütung auf EV hat er auch nicht.
    Ich sehe da kein Problem?!!
    Jetzt über 10KWp bauen würde ich nicht machen.


    Gesendet mit Tapatalk

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Zitat von seppelpeter


    Jetzt über 10KWp bauen würde ich nicht machen.


    Das kommt darauf an was der TO vor hat: bei Volleinspeiung natürlich auf das Dach, was möglich ist. Bei Eigenverbrauch <10 kWp.


    Nochmal auf meine Frage zurück, um alle technischen Details geklärt zu haben. Anlage neu >10 kWp und Eigenverbrauch, Zählerkaskade notwendig?


    Grüße
    Allgäulix