Stringverteilung einer neuen PV-Anlage mit 7,9 kWp

  • Hallo,


    als Interessent eine neuen PV-Anlage (Privathaus) verfolge ich nun schon einige Zeit diverse Beiträge (Logging, Stinkverteilung, Verschalung etc.). Ich habe verstanden, dass viele Dinge nur sehr individuell zu bewerten sind.
    Mich interessiert nun die Bewertung der Technik. Genau betrachtet habe ich habe mir nun einige Angebote eingeholt. U.a. wird mir eine PV-Anlage mit 7,9 kWp (30 Module Heckert-Solar NeMo 60P 260 Wp, polykristallin + Kostal Piko 7 neue Generation) angeboten. Die Module sollen wie folgt platziert werden: 10x auf dem Satteldach (42 Grad, keine Verschattung) nach Süden und 20 x auf einem Carportfalchdach (10 Grad Anstellwinkel, morgendlich Verschattung der obersten von 4 Reihen).
    Es sollen zwei Strings (1x10 und 1x20) an den WR (Kostal Piko 7) angeschlossen werden.
    Nun meine Frage: Ist die Aufteilung der Strings bei der heutigen Technik der WR immer noch so entscheidend oder anders gefragt, reichen zwei Strings aus oder sollte die Aufteilung generell anders gewählt werden? Wie hilfreich wäre eine Dokumentation der täglichen Sonnenstände?


    Besten Dank für die Antworten!

  • Also wenn ich das richtig verstanden habe (man möge mich korrigieren falls nicht), so ist es üblicherweise vorteilhaft, möglichst lange strings zu bilden.
    Zum einen erreicht man hiermit üblicherweise eine bessere Spannungslage als bei kleineren Strings (da man ja im Normalfall nicht die MAximalspannung im String hat, sondern die MPPT Spannung). Hierdurch arbeitet der WR (hab grade nicht im Kopf, wo der Neue Kostal seinen besten Wirkungsgrad hat) an einem besseren Punkt und damit erreicht man einen besseren Wirkungsgrad.
    Außerdem kann bei einem langen String der WR ein besseres Schattenmanagement durchführen. Bei kurzen Strings kann ein WR nur eine kleine Anzahl von Modulen "abschalten" in einem String, bevor der ganze String den GEist aufgibt und ncihtsmehr produziert. Bei einem langen String kann eine höhere Anzahl an Modulen verschattet sein, bevor der WR seinen Dienst einstellt. Somit erhälst du mehr und länger Strom.


    Also im Allgemeinen:
    Je länger der String, umso besser ;-)

  • Zitat von OlafGerkens

    Mich interessiert nun die Bewertung der Technik. U.a. wird mir eine PV-Anlage mit 7,9 kWp (30 Module Heckert-Solar NeMo 60P 260 Wp, polykristallin + Kostal Piko 7 neue Generation) angeboten. Die Module sollen wie folgt platziert werden: 10x auf dem Satteldach (42 Grad, keine Verschattung) nach Süden und 20 x auf einem Carportfalchdach (10 Grad Anstellwinkel, morgendlich Verschattung der obersten von 4 Reihen).
    Es sollen zwei Strings (1x10 und 1x20) an den WR (Kostal Piko 7) angeschlossen werden.
    Nun meine Frage: Ist die Aufteilung der Strings bei der heutigen Technik der WR immer noch so entscheidend oder anders gefragt, reichen zwei Strings aus oder sollte die Aufteilung generell anders gewählt werden? Wie hilfreich wäre eine Dokumentation der täglichen Sonnenstände?


    Ganz einfach, Du musst (!) hier einen anderen WR wählen.
    Der Kostal Piko 7.0, das betrifft auch die neue Generation, hat kein funktionierendes Schattenmanagement :!:
    Hinzu kommt, dass der Kostal hohe Spannungen braucht, um in Schwung zu kommen ... 10 Stück 60-Zeller sind da nicht ideal.


    Ein Fronius Symo mit 7KVA oder ein SMA STP7000 hat ein funktionierendes Schattenmanagement.


    Wenn das auch 2 Himmelsrichtungen sind, sollte das mit einem 6KVA WR in 70-hart reichen.


    BTW: Ich würde keine 7,9KWp bauen ... da droht SmartMetering mit bis zu 100,- pro Jahr.
    Entweder <= 7KWp bleiben oder näher an die 9-10KWp ran kommen.


    Gibt es zu der geplanten Anlage einen Belegungsplan?
    Stelle das Angebot am besten mit Preis im Angebotsbereich ein ... mir ist aktuell kein Angebot mit Kostal WR und gutem Preis in Erinnerung.


    Stelle Bilder vom Dach und vom Carport ein :!:

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

    Einmal editiert, zuletzt von seppelpeter ()

  • Auch der "neue" Piko braucht längere Strings, der 10er String ist m.E. zu kurz.

    Zitat

    ....und 20 x auf einem Carportfalchdach (10 Grad Anstellwinkel, morgendlich Verschattung der obersten von 4 Reihen


    Die 20 Module wäre durchaus akzeptabel, aber genauso wie der alte Piko hat auch der Neue Piko kein Schattenmanagement, ist hier also ungeeignet :!:


    Für mich wäre dieser Anbieter damit "gestorben" 8)


    Wenn du schon Angebote hast solltest du sie hier http://www.photovoltaikforum.com/angebote-f41/
    einstellen, dann bekommst du wahrscheinlich etwas mehr Informationen zu deiner Anfrage, BIlder vom Haus und den "Schattenspendern sind auch immer hilfreich.. :idea:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Vielen Dank für die informativen Antworten. Ich mache Bilder und stelle diese hier ein.
    Kann ich das SmartMetering lediglich durch die Größe der kWp-Werte vermeiden?

  • Zitat von OlafGerkens

    Vielen Dank für die informativen Antworten. Ich mache Bilder und stelle diese hier ein.
    Kann ich das SmartMetering lediglich durch die Größe der kWp-Werte vermeiden?


    Die Anlage muss <= 7KWp sein ... sofern der Verbrauch dann auch < 6000KWh im Jahr ist, bleibst Du vorerst vom SmartMetering verschont. Start davon soll 2017 sein.

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    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Zitat von OlafGerkens

    Moin,
    was ist denn so schlimm an dem Smart Metering (außer dass es 100 € pro Jahr kostet)?


    Hast Recht, die 100,- für SmartMetering pro Jahr sind sicher weniger schlimm, als das tolle Angebot mit Kostal WR, welches vor Dir liegt. :wink:

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    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Zitat von OlafGerkens

    Moin,


    was ist denn so schlimm an dem Smart Metering (außer dass es 100 € pro Jahr kostet)?


    Nichts.


    Ist nur Geld was man sich sparen kann.


    Wenn es dir nicht so auf die finanzielle Seite ankommt kannst du auch knapp über 7 KWp bauen.




    MfG


    gelig

  • Zitat von OlafGerkens

    Moin,


    was ist denn so schlimm an dem Smart Metering (außer dass es 100 € pro Jahr kostet)?


    Die Kosten sind die eine Seite, eine andere und m.E. mindestens genauso wichtige ist UNSERE DATENSICHERHEIT :!:


    An den dort aufgezeichneten bzw. übertragenen Daten sind ganz sicher sehr viele interessiert und als jemand, der sich viel mit Datenverarbeitung beschäftigt hat weiss ich, daß bei EDV nichts absolut sicher vor unerlaubtem Zugriff ist :!:
    Alles nur eine Frage der Zeit wann ein "Dateninteressent" genügend kriminelle Energie aufbringt um sich diese Daten unberechtigterweise zu verschaffen und für seine Zwecke einzusetzen.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59