Steuerliche Aspekte einer PV Anlage

  • Hallo,


    ich habe gelesen, dass es unterschiedliche Varianten gibt.
    Wie habt Ihr das gemacht? Ich weis auch noch nicht so recht wie die einzelnen Varianten zu rechnen sind.
    Hier ein paar Daten eines Angebots mit denen ich rechnen möchte:
    Nettopreis der Anlage (9,88 kWp) 12,5 T€
    Aktueller Brutto Strompreis 0,23 €


    Michael

    9,88 kWp Anlage in Ost/West Ausrichtung, 38 Heckert Module, WR Fronius Symo 7.0-3-M, 8000 kWh Jahresverbrauch, PV Anlage seit Juli 2016

  • Glaubst du, dass du der Erste mit dieser Frage bist? Oder bist du einfach zu faul? Und was nützt dir eine Meinungsumfrage?


    Ich empfehle ich dir einen Steuerberater. (Oder die Sufu, da gibt's schon genügend Fragen und Diskussionen zu)

  • Wenn Du es wirtschaftlich sinnvoll gestalten willst führt kein Weg an der unternehmerischen Erfassung über A1er Bogen und ggfs. neuer Steuernummer für das PV Unternehmen vorbei.
    Die Anlage dann brutto zahlen und VSt vom Finanzamt zurück holen.
    Du bekommst die Abschläge auf die Vergütung vom VNB mit ausgewiesener USt; diese musst Du anfangs monatlich mittels UStVA und zur Vereinfachung am besten mittels Einzugsermächtigung an das FA abführen.


    Der Direktverbrauch ist unentgeltliche Wertabgabe, auf die Du ebenfalls USt abführen musst.
    Zur Vereinfachung kann man das ein Mal im Jahr, im Dezember für den gesamten DV des Jahres machen.


    Ferner ist eine EÜR (Einnahmenüberschussrechnung) zu erstellen.
    Der Gewinn daraus fließt in die ESt ein und ist zu versteuern.


    Du merkst ... da stehen ein paar Themen an, die einem nicht so leicht von der Hand gehen, zumal es für viele absolutes Neuland ist. Daher empfehle ich völlig uneigennützig das kleine Excel Programm PV-Steuer von http://www.pv-steuer.de ... die Kosten dafür kannst Du als Ausgaben in der EÜR absetzen. :wink:

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • wer sich den Steuerkram vereinfachen will, der entscheidet sich für die Kleinunternehmerregelung. Damit entfällt die monatliche Umsatzsteuer Voranmeldung und auch die unentgeltliche Wertabgabe für den Eigenverbrauch entfällt.
    Außerderm kann dann die Abschreibung der Anlage und alle Ausgaben mit dem Brutto Betrag zum Abzug gebracht werden.
    Am Jahresende genügt eine einfache Einnahme/ Ausgaben Überschuss Rechnung.
    Ein Steuerberater wird dafür auch nicht benötigt.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • machtnix
    Wenn man mit dem Kammerbeutel gepudert ist, dann macht man das brutto und verzichtet bei 10KWp auf ca. 2500,- Vorsteuer vom Finanzamt.


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    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • machtnix
    Du schreibst ja sehr fleißig hier, bist immer noch Interessent?
    Oder hast du doch schon eine PV Anlage.
    Dann hast du es so gemacht, wie du es mir vorgeschlagen hast?


    alle
    Ich hatte gefragt, wie Ihr es gemacht habt.


    Michael

    9,88 kWp Anlage in Ost/West Ausrichtung, 38 Heckert Module, WR Fronius Symo 7.0-3-M, 8000 kWh Jahresverbrauch, PV Anlage seit Juli 2016

  • Es gibt mMn nur den einen richtigen Weg. Siehe oben.


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    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Zitat von mkburg

    machtnix Dann hast du es so gemacht, wie du es mir vorgeschlagen hast?


    ja ich selbst nutze die Kleinunternehmerregelung. Somit entfällt für mich die Berechnung und das Abführen der Umsatzsteuer. Bei Leistungen und Lieferungen an Privatkunden hat man also 19% mehr Umsatz bzw. Gewinn gemacht.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Da steht eigentlich alels drin: https://www.finanzamt.bayern.d…oltaikanlagen_2015-02.pdf
    Bei allen steuerlichen Überlegungen die EEG-Umlage nie aus dem Auge verlieren, das macht im worst case mehr aus als alle Steuern.


    Der zweite Weg wäre in meinen Augen nur eine Inselanlage mit viel Eigenleistung aus teilweise gebrauchten Komponenten völlig jenseits vom Finanzamt. Für den Weg habe ich mich entschieden, liegt aber auch daran, daß ich schon Kleinunternehmer hart an der Umsatzgrenze bin und das nicht aufgeben will. Weitere denkbare Gründe könnten sein, wenn man freiwillig in der GKV versichert ist und auf den Gewinn auch noch Sozialabgaben zahlen müßte oder man als Frührenter die Rente gekürzt bekommen würde oder bald Grundsicherung im Alter bezieht (und noch etwas vom Ersparten sinnvoll ausgeben muß) oder ...