Frage - RS485 Verkabelung bei Erweiterung um SMA Sensorbox

  • Hallo zusammen,


    ich habe einen Solar Log 1000 und daran ist eine SMA Tripower 12000 per RS485 angeschlossen.


    Nun möchte ich meine neu erstandene SMA Sensorbox noch anschließen.


    Die zweite RS485 Schnittstelle am Solar Log ist bereits vom einem INEPRO Stromzähler belegt und außerdem ist es kabeltechisch einfacher, wenn ich am Bus vom WR die Box anhänge (WR ist im Gebäude wo auch die Module installiert sind, der SL nicht).


    Zwischen Solar Log und SMA WR sind drei Adern aufgelegt:
    Data+
    Data-
    Masse


    Nun brauch ich für die Sensorbox noch +12 Volt, damit ich mir die zusätzliche Spannungsversorgung ersparen kann.


    Funktioniert das nun, wenn ich an der Verbindung Solar Log zu SMA WR die 12 Volt zusätzlich auflege, so dass am Ausgang von meiner RS485 Schnittstelle am WR (wo ich ja zur Sensorbox weitergehe) die 12 Volt anliegen?


    D.h. werden die 12 Volt auf der Schnittstellenkarte vom Wechselrichter einfach durchgeschleust?
    Oder speist der WR evtl. selbst 12 Volt ein?


    Schon mal Danke für Eure Hilfe im Voraus.


    Gruß

    12,16 kWp (Suntech+SMA) seit 2012,

    29,64 kWp (Heckert+SMA) seit 2015 und

    5,7 kWp (Heckert+SMA) seit 2017.

    10 kWh Li-Speicher von SENEC seit November 2016 und noch mal

    5 kWh Speicher (wieder SENEC) seit Dezember 2019.

    Seit Februar 2020 fahre ich e-Golf (300er).

  • Also ich habe die +12V im WR nicht aufgelegt (weiß auch nicht, ob das dann negative Effekte hat...)
    Glaube auch nicht, dass der WR +12V einspeist.
    Ich habe die +12V im WR direkt am Kabel durchgeschleift....


    Stefan

  • OK, das bedeutet mit Data+, Data- und der Masse über die Schnittstellenkarte vom WR gehen, die 12 Volt "überbrücke ich ohne die Karte, also direkt an den zwei Kabeln.


    Danke!

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  • Hi,


    hier die offizielle Antwort von SMA:
    ...
    . Es darf kein Wechselrichter zwischen diesen Geräten im RS485-Bus platziert werden, da ein „Durchschleifen“ der 12 V Versorgungsspannung im Wechselrichter aus Sicherheitsgründen untersagt ist.
    ...


    D.h. es wird zwar funktionieren, ist aber wohl aus Sicherheitsgründen untersagt. Die machen das schon wie die IT, alles was Sie nicht wollen oder wissen wird auf die Security geschoben

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  • Moin moin aus Kiel,


    das Verbieten vom Durchschleifen hat schon seinen Sinn, man nehme einmal an, das externe 12V Netzteil hat keine galvanische Trennung, dann ist der Minuspol DC auf Neutralleiterpotential der AC- Seite, welches sich ja vom Wechselrichterpotential im Bereich der Kommunikationsplatine unterscheiden kann. Somit würden dann unkontrollierte und unkontrollierbare Ausgleichsströme zustande kommen. Da hier im Regelfall keine Sicherungen eingebaut sind besteht eine latente und abstrakte Brandgefahr.


    Darum legt man Schirme von Kommunikationsleitungen auch nicht beidseitig auf, um unter anderem Potentialunterschiede in Anlagen nicht zu verschleppen.


    Gruß, Andreas

    Andreas Witt
    Industrieservice und Montage
    Am Dorfplatz 7, 24214 Neudorf
    Tel.: +49 151 44 555 285
    a.witt@pvservice.net
    USt-ID: DE 292086601, Handwerkskammer zu Flensburg


    Dienstleistungen rund um Photovoltaik: Wartung, Repowering, Datenlogging, Direktvermarktung, Anlagenplanung und -Neubau

  • Klär mich mal bitte auf, irgendwie versteh ich es nicht...
    Vor allem nicht den Unterschied zur "normalen" Verkabelung, wenn der Power Injektor verwendet wird.
    Du sagst es macht (oder kann Probleme machen), durch die Ströme auf der Masse-Seite, dadurch dass die +12V nicht am WR angeschlossen sind, korrekt?


    Stefan

  • Im Falle eines unsauberen Potentialausgleiches kann es zu Ausgleichsströmen über Schirme und GND- Leitungen kommen. Ich selber bin unter Spannung geraten an einem Gehäuse einer Aussenkamera durch fehlende Sternpunkterdung des Eigenbedarfstrafos in Kombination mit einem nicht getrennten 12V Netzteil. Hier wurde der schwebende Sternpunkt via DC Minus via mich gegen Erde Hergestellt. Mithin ca. 100V AC Berührspannung. Hat bös gekribbelt. Ich selber stand auf einer Aluleiter und wurde möglicherweise nur durch meine hochohmigen Schuhe vor schlimmerem bewahrt. Konnte also in Ruhe "loslassen", von der Leiter steigen und mit dem Duspol auf Fehlersuche gehen.


    Den Powerinjektor kenne ich nicht aus der Nähe, tippe aber mal, dass er eine galvanische Trennung zwischen Ein- und Ausgang hat. Man muss genau schauen, ob es sich bei den Anschlüssen um 0V, GND und oder Masse handelt. Kann das nicht besser beschreiben, weiss nur, das man Schirme von Datenleitungen entweder an den Wechselrichtern oder am Datenlogger auflegt, nie jedoch beides.


    Gruß, Andreas

    Andreas Witt
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  • Verstehen tu ich es jetzt (zumindest besser). Wenn ich mir aber beispielhaft im Komponenten-Anschluss-Handbuch von SDS die Mischverkabelung von Original SMA Datenmodulen und SDS Datenmodulen anschaue (Seite 328), ist es doch genauso wie ich es gesagt habe beschrieben, oder habe ich das falsch interpretiert?


    Stefan