WärmePumpenStromkreis in PV einbinden??

  • Hallo,


    ich plane im Frühjahr eine 5,5KW Anlage installieren zu lassen
    und muss mich entscheiden ob ich 2 Zähler deinstallieren lasse und alles
    über einen laufen lasse.
    (Ziel ist vorrangig Eigenverbrauch)


    Ausgangs-Zustand:


    2 getrennte Strom-Zähler: 1x für Haus-Strom & 1x WärmePumpenstrom.


    Hat jemand im hier im Forum eine Empfehlung für die Neue Verschaltung des ganzen Systems?


    Laut Empfehlung des PV-Installateurs soll ich nur den Haus-Strom mit der PV-Anlage verkoppeln.


    Grund: Der Strom-Tarif für die WärmePumpe ist einfach unschlagbar günstig (Grundpreis 49,98 Euro Brutto + Arbeitspreis 20,28 cent/kWh Brutto).


    Als Richtwert habe ich nur einem Arbeitskollegen mit einer 3,5 kW Anlage. (hat keine WärmePumpe!)
    Der hat sein Haus-Strom-Verbrauch mit PV um 50% von 4800kWh auf 2400kWh reduziert.
    Und er hat ca. 2500 kWh eingespeist.


    Ich kann leider nicht abschätzen wie viel Strom ich erzeugen werde.
    Im Prinzip ist alles optimal (Satteldach nach Süden ohne Abschattung).
    Ich schätze aber mal, dass es eine große Rolle spielt, ob man genügend Verbraucher hat.
    Ich könnte meine optimal in den Sonnenstundenzeiten laufen lassen.
    BrunnenPumpe 1,1kw, PoolFilter 200w, WM, Geschirrspüler, WärmePumpe im Kühl-Modus.


    Freue mich auf Eure Meinungen.



    Gruß Peetermann

  • Um das Beurteilen zu können, müßte man mehr wissen...
    Wie hoch ist z.B. der Verbrauch der WP? Du würdest ja immerhin schon mal 50€ an GG sparen.
    Wie hoch ist Dein normaler Verbrauch? Was zahlst Du für den Bezugsstrom?
    Evtl. könnte es ja auch Sinn machen, auf den WP-Tarif zu verzichten und stattdessen einen ZWeistromtarif zu verwenden...
    Meiner Meinung nach ist es aber meist dann doch eher so, das es sich eher lohnt die WP so zu belassen wie es ist, da die WP meist dann viel Strom benötigt, wenn die PV wenig erzeugt (Winter).


    Stefan

  • Wie viele kWh braucht denn die WP?

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


    elektrisch Mobil - TESLA Model S85 2013 bis 2017, seit Juni 2017 MX100D. - Tesla Roadster 2.5 seit Juni 2011 - BMW i3 seit Dezember 2013 - Renault ZOE seit September 2014

  • Hallo,


    der Verbrauch der WP von Jan-Dez. sieht folgendermaßen aus:


    Im Winter als Heizung, im Sommer zur Kühlung.


    Tarif: (Grundpreis 49,98 Euro Brutto + Arbeitspreis 20,28 cent/kWh Brutto).


    Verbrauch Wärmepumpen-Strom ohne PV in KWh


    346,00
    512,00
    633,00
    446,00
    499,00
    386,00
    97,00
    78,00
    94,00
    113,00
    172,00
    341,00
    3717,00 gesamt


    Der normale Haus-Strom-Verbrauch liegt bei 3790 kWh im Jahr bei einem Tarif : direkt strom Arbeitspreis: 27,95 c/kWh (brutto), Grundpreis 85,-Euro brutto.



    Freue mich auf Eure Empfehlungen,


    Vg Peetermann

  • Zitat von Peetermann


    Hat jemand im hier im Forum eine Empfehlung für die Neue Verschaltung des ganzen Systems?


    Wenn dein VNB dieses Messkonzept akzeptiert könnte man PV-Strom sowohl für die WP als auch für den HH-Bedarf nutzen:
    http://www.photovoltaikforum.c…t111480-s20.html#p1357750


    Die Umsetzung von 70% weich gestaltet sich dann aber anders als sonst. Der S0- oder Modbus-Zähler muss dann im Einspeise/Bezugspfad über Wandler angeschlossen werden.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Du sparst mit dem zweiten Zähler ziemlich genau 200 Euro im Jahr. Die gilt es aus der PV passend zu erzeugen, dass es sich lohnt.


    Ob das geht mag jemand beurteilen, der sich besser damit auskennt, ABER ich finde deinen Haushaltsstromtarif deutlich zu teuer. Ich habe gerade zum April einen neuen Lieferanten gewählt zu 23,30ct Brutto.


    Den Wärmepumpenstrom gab es für 20,30ct zzgl. Grundgebühr, so dass der break even irgendwo bei deutlich über 3000kwh lag. Da lohnte sich das "eindampfen" des zweiten Zählers fast schon ohne PV.


    Du solltest aber in jedem Fall genügend Leistung haben, um die WP (vielleicht nicht im tiefsten Winter) nachts ausschalten zu können und die Produktionszyklen in den Tag legst.


    Im Anhang kannst du sehr schön den Betrieb der 8kW Wärmepumpe sehen.


    Im übrigen eine sehr flache 5,4kWp Anlage SW an einem sehr sonnigen Märztag zuletzt.


    [attachment=-1]uploadfromtaptalk1458566854057.jpg[/attachment]

  • Zitat von Peetermann


    Als Richtwert habe ich nur einem Arbeitskollegen mit einer 3,5 kW Anlage. (hat keine WärmePumpe!)
    Der hat sein Haus-Strom-Verbrauch mit PV um 50% von 4800kWh auf 2400kWh reduziert.
    Und er hat ca. 2500 kWh eingespeist.


    Da stimmt irgendwas nicht, eine Anlage mit 3,5kWp erzeugt in D keine (2400+2500=)4900kWh/a - nebenbei seinen Verbruach wird er nicht reduziert haben sondern seinen Bezug ;)
    Auch nebenbei: war im Juni was besonderes? Der WP-Verbruach ähnlich den wärmeren Wintermonaten scheint mir sehr hoch.
    Welche (elektrische) Leistung hat die WP?
    Dein Strom ist zu teuer, gehe mal auf ein Vergleichsportal und rechne einmal nur deinen Hausverbrauch und einmal Haus und WP zusammen (also rund 7500kWh), was da an Preis rauskommt.
    Nochmal nebenbei (warum verzettele ich mich nur dauernd): bei unter 6000kWh Bezug hast du eine Chance noch einige Zeit ohne Smartmeter leben zu dürfen. Für den WP-Tarif wirst du schon bei den Ersten mit dabei sein und da wird die Grundgebühr dann wohl steigen, weil die VNB die höheren Kosten umlegen dürfen (müßte für Zweitarif aber zugegeben nachsehen wieviel das ausmacht)

  • Zitat von alterego


    Auch nebenbei: war im Juni was besonderes? Der WP-Verbruach ähnlich den wärmeren Wintermonaten scheint mir sehr hoch.


    Zitat von Peetermann


    .....WärmePumpe im Kühl-Modus

    :idea:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Für den Kühlmodus wäre aber August/September sehr niedrig.


    Die roundabout 90kWh (3kWh am Tag) sprechen für reine Warmwasserbereithaltung. Die haben wir nämlich im Sommer auch. Auf Kühlung verzichten wir gänzlich, weil die WP das einfach garnicht erst kann.