MiniPV ordentlich anmelden

  • Schönen Guten Abend zusammen!


    Ich habe in den letzten Wochen und Monaten immer wieder hier mit gelesen und mich stückweise in die Materie eingelesen. Und da ich diesen Sommer das Schuppendach (20 qm) neu machen muss, will ich die Chance nutzen und was solares auf's Dach bringen. Die Ausrichtung ist suboptimal (Ausrichtung nach Osten, Pultdach mit ca. 10 Grad Gefälle, nachmittags Verschattung), Geld für eine große Anlage (womit das ganze ab ca. 1,7 kw wirtschaftlich werden könnte) wird von der Finanzministerin nicht freigegeben, also bleibt nur eine MiniPV, um mein grünes Gewissen zu beruhigen. Die Problematik mit dem Betrieb ohne EEG-Umlage und die ganzen anderen Sachen sind mir bekannt. Wenn ich es aber nur mit einem Zweirichtungszähler hinkriegen sollte, dann erweitere ich die Anlage lieber noch mit einem Akku...
    Ich habe vor ein paar Tagen mit meinem Netzbetreiber, der INETZ telefoniert. Beim zuständigen Sachbearbeiter wurde die altbekannte Meinung vertreten: Entspricht nicht den VDE-Richtlinien; ist Steuerhinterziehung; angemeldeter Betrieb ist nicht bekannt.
    Ich brauche jetzt also konkretes Material, um hier in Chemnitz auszuprobieren, eine MiniPV legal in betrieb gehen zu lassen - und dafür brauche ich Eure Hilfe! Gebt mir bitte konkrete §§, Beispiele und Anschlussvarianten, damit eine MiniPV (ohne Zweirichtungszähler) mit Segen des Netzbetreibers laufen kann. Oder komme ich wirklich nicht um den Akku und einen "entkoppelten" Betrieb Drumherum?


    Danke im Voraus für Eure Hilfe!


    Holger73

  • Hallo und Wllkommen im Forum,
    wenn der Netzbetreiber auf dem Standpunkt steht, daß auch Peanuts gemessen werden müssen (das sieht die Bundesnetzagentur auch so und die sitzt an einem sehr langen Hebel), wirst du das nicht dadurch ändern, daß andere da liberaler sind :(
    Netzparallele Anlagen fallen immer unter das EEG (so sehe ich das), und das hat auch Vorteile (insbesondere besteht Rechtssicherheit, daß man überhaupt anschließen darf), selbst wenn man kein Geld für den eingespeisten Strom will. Inzwischen gibt es auch ein Urteil nach dem man wirklich nichts bekommt, auch nicht Marktpreis, wenn man seine Pflichten nicht erfüllt. Damit wird man auch kein Unternehmer und hat mit dem Finanzamt nichts zu tun.
    Daß nicht einspeisen weniger Investitionen erfordert, als eine Einspeiseanlage, ist ein weit verbreiteter Irrtum. Bevor du 1500€ für 500Wp mit Speicherchen ausgibst, rede doch noch mal mit dem Finanzministerium ob nicht doch 3-5000 für eine ganz normale EEG-Anlage mit 2-3kWp drin sind. Evtl. gibt es auch Kredite von der KfW.

  • Hallo, gib mal in der Suchfunktion "Formulierungshilfe" ein; dann sollte ein Thread auftauchen, in dem ich dein Anliegen in Nürnberg vorgebracht habe, einschließlich der Antworten.
    Kurz: Kein Problem, WR muss den Normen entsprechen, Zweirichtungszähler ist nötig.


    Gesendet von meinem ST21i mit Tapatalk

  • eine "Mini" Anlage ist genauso eine Anlage wie eine größere Anlage, das heißt es gibt keine Bagatellgrenze unter der auf irgendwas verzichtet werden kann.
    Eine "Mini" Anlage ans Netz anzuschließen erfordert genau den gleichen Aufwand (technisch und bürokratisch) wie eine größere.
    Und wie schon geschrieben wurde, ohne Zweirichtungszähler geht sowieso nichts.

  • Hallo,
    Du wirst von deinem Energie-Versorger keine Genehmigung erhalten!
    Hier hängt vor allem eine ganze Energie-Loppy dran und eine Solaranlagen-Bauer-Loppy, die in das gleiche Horn stoßen.
    Mach es wie ich...
    Installieren und fertig aus...!


    Bitte achte auf ordentliche Ausführung, um nicht diese Geldgeier auf den Plan zu rufen:
    1. die Anlagenleistung nicht über 1000 Watt - sonst fällt das auf!
    2. Module nicht auf den Präsentier-Teller (Mitarbeiter der EV müssen nicht alles sehen, lieber etwas Ertragsverlust in Kauf nehmen)
    3. So sicher, wie möglich bauen


    Ich habe einen Extra-Stromkreiskreis von einem nahegelegenen Unterverteiler gezogen, eine 10A Sicherung reingesetzt, die WR- Stromleitung abgeschnitten und durch die Wand nach innen geführt und einen Ausschalter dazwischen.
    Das Modul ist geerdet auf einen 1,50m Staberder.
    Man kann nun noch einen Fehlerstrom-Ableiter in den Extra- Verteilerkasten bauen aber Gemach, Gemach...
    Kostet ja auch alles...!


    Muss aber alles nicht so gemacht werden.
    Glaub mir, es kann nichts passieren!
    Mach dein Ding, hab Mut!
    Hab auch moralische Unterstützung von einem Dipl.-Ing. aus dem Schwarzwald bekommen.
    Bei Interesse antworte ich dir gerne auf detaillierte Fragen.
    Diejenigen, die dir abraten wollen, haben entweder keine Ahnung, halten sich an der VDE100 fest oder sind nur Schlau-Quatscher...!!!.

  • Da schmunzelt der Schweizer -und der Nachbar wundert sich :shock:
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Zitat von 3-Phasen-Kaspar


    Du wirst von deinem Energie-Versorger keine Genehmigung erhalten!


    Es ist auch keienrlei Genehmigung notwendig, das EEG räumt den EE Vorrang ein, und den Versorger hat das nicht zu interessieren.

  • Zitat von jodl

    genau.
    fass dich mal selbst an die Nase, dann passt das.


    ... da hast Du aber Recht, ihm das mal so richtig zu schreiben, bravo :lol: