5 kwp PV mit Speicherung in Österreich

  • Hi zusammen, bin auch ein PV Anfänger und für JEDE Hilfe dankbar. Bin am Planen unserer Haussanierung und dabei mache ich mir die Gedanken bzgzl. Solarthermie bzw. PV. Möchte entweder eine Erdwärmeheizung mit Tiefenbohrung oder eine Luftwärmepumpe und diese dann mit einer PV betreiben (sprich am Tag den Kombispeicher aufheizen bzw. das Haus vorheizen) und über die Nacht absenken bzw. eine Solarthermie aber auch zur Heizungsunterstützung. PV wie gesagt ca. 5 kwp mit eventuell einer Speicherung. Was haltet ihr davon bzw. wie groß sollte diese dann sein um vernünftig die Heizung betreiben zu können um den Eigenverbrauch möglichst hoch zu halten? Brauchts sonst was - um mir helfen zu können. Bin wie gesagt Neuling und kein Techniker... :shock: lG Rene

  • Ok, lasse ich die AT Förderung für PV mal außen vor, da bin ich nicht im Thema und antworte auf den Rest.


    Mit einem Fragenkatalog:
    Was wird an dem Haus saniert? Nur Optik oder auch Dämmung und neues Dach?
    Wie hoch war der Wärmebedarf im Jahr vor der Sanierung und wie hoch schätzt Du ihn danach?


    In DE wie in AT gilt eigentlich eins ... man kann mit Sonne nicht heizen.
    Schau Dir auf PVGis die möglichen Erträge von November bis Dezember an. Da kommt einfach fast nix runter ... zumindest nicht so viel, als das es für die Heizung auch nur annähern reichen würde.


    Was kostet die Tiefenbohrung in AT? Schon mal Alternativ bei ausreichend Grundstück an einen Grabenkollektor gedacht.
    Dazu wäre das Forum "haustechnikdialog" für dich sicher sehr interessant.


    Was kostet die Thermie in AT?
    Allgemein bekommt man die Kosten dafür über 20-30 Jahre nie wieder rein ... im Winter bringt die Thermie nix und im Sommer versinkt man in Überschüssen von WW, die man nicht verkaufen kann.


    Wenn Du mit PV die Heizung unterstützen willst, brauchst Du auf jeden Fall eines ganz sicher nicht ... einen Speicher ... der steht ansonsten in der Heizperiode 4-6 Monate leer rum, weil die spärlichen PV Erträge sofort im HH Strom oder im WP Strom verschwinden.


    Wenn der Dämmstandard des Hauses es her gibt, wäre ein LWWP oder eine andere Form der WP mein Favorit ... dazu 5-6KWp PV aufs Dach, keine Thermie ... um die WP im Sommer zu schonen kann man in AT eher einen dummen Heizstab ins WW hängen.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Danke für die rasche Antwort:


    @ Mit einem Fragenkatalog:
    Was wird an dem Haus saniert? Nur Optik oder auch Dämmung und neues Dach?
    Wie hoch war der Wärmebedarf im Jahr vor der Sanierung und wie hoch schätzt Du ihn danach?


    Komplette Kernsanierung inkl. thermischer Sanierung (auch im Kellerbereich) und Aufstockung, neue Fenster - einfach alles neu.
    Tja gute Frage bzgl. Wärmebedarfs, wir werden 250 m² beheizbare Fläche haben, dazu eine Sauna und eine Whirlwanne und sind 4 Personen.


    Graben-/Flächenkollektoren gehen leider nicht (zu wenig Platz), daher die Tiefenbohrung die wird schon 8-10 TEUR kosten.
    Thermie ist nicht wesentlich günstiger als die PV - was ich gehört habe da warte ich aber noch auf die Anbote, daher wahrscheinlich auch uninteressant.


    Dämmstandard sollte somit passen, ok LWWP ja ist sicher günstiger bzw. an welche andere Form der WP denkst du?
    bzw. was schätzt du wenn wir einen großen Kombi/Pufferspeicher machen und das Haus im Winter am Tag vorheizen und in der Nacht dann absenken und auch schauen, dass wir alle Geräte dann in Betrieb haben wenn halt die PV liefert auf was für Eigenbedarfsgrad das wir kommen bzw. mit was ich rechnen kann?

  • Ich würde da keinen großen Pufferspeicher rein setzen ... es gibt im Winter keine Erträge zum vorheizen ... zumindest nicht in DE oder AT. Der Heizkreislauf und Estrich ist Puffer genug.
    Hat das ganze Haus nach der Sanierung Fußbodenheizung bzw. Niedrigtemperaturheizkörper? Ggfs. kann man über einen Holzheizkamin nachdenken, wenn ein Kaminzug vorhanden ist ... ansonsten muss man sich das mit LWWP und österrichischen Klimaverhältnissen schon sehr gut überlegen.


    Wird das Haus eine kontrollierte Belüftung haben?
    Wie hoch ist denn aktuell der Wärmebedarf?


    Wenn Fläche knapp ist bleibt eigentlich nur LWWP oder Tiefenbohrung mit WP.


    Du wirst im Kernwinter (November bis Februar) 85-95% des Strombedarfs für HH und WP aus dem Netz beziehen müssen bei Schnee auf dem Dach sind es 100%. :!:


    So sieht der PV Winter aus (Bild zeigt Januar 2016, kein Schnee auf dem Dach!) und wir haben mit 2500KWh im Jahr einen sehr niedrigen Stromverbrauch ... keine WP im Haus. Rot bedeutet Netzbezug.

    Bilder

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

    Einmal editiert, zuletzt von seppelpeter ()

  • OK - Pufferspeicher eventuell für die Whirlwanne habe ich mir gedacht, da gehen doch fast 500 Liter rein. Alles Fußbodenheizung komplett auch der Teil im Keller für den Wellnessbereich und die Werkstatt. 2 Kamine sind vorhanden, da möchten wir einen für einen Schwedenofen im EG in Küche/Esszimmer nutzen und einen im Wellnessbereich. Dh. du meinst es ist eher eine LWWP zu favorisieren. Schnee gab es in letzter Zeit so gut wie keinen.


    Belüftung nein - möchte nur die WP für den Sommer auch zur Kühlung nutzen.
    Tja ich kann den Wärmebedarf nicht schätzen wie geschrieben, wir werden 250 m² beheizbare Fläche haben, dazu eine Sauna und eine Whirlwanne und sind 4 Personen.


    OK, verstanden - aber obwohl die letzten Winter waren ziemlich Sonne und eben ohne viel Schnee, bin da im Süden von Österreich, schon im Flachland - sprich keine Berge mehr und wenn es ein bisserl schneit dann werde ich die Paneele abputzen :?::idea:


    Was meinst du...?

  • Puffer haben halt immer auch Verluste und wenn nix da ist ... was will ich dann Puffern?
    Bei einem Kamin mit Wassertasche könnte ein Puffer evtl. Sinn ergeben ... aber dann muss man auch wirklich Lust auf holzhacken haben. :wink:
    Mal abgesehen davon, dass das alles wieder Geld kostet.


    Mit Blich auf die Whirlwanne braucht ihr sicher einen WW Speicher ... rund 300 Liter ... evtl. die Wanne eine Nummer kleiner nehmen. :wink: Der WW Speicher kann im Sommer mit PV Strom geladen werden ... im Winter klappt das seltener.


    Wenn Dämmung, Fenster, Dach auf Stand ist, würde ich eine LWWP favorisieren.
    Das System ist günstig und die 10 T€ für die Bohrung sind viel Strom.
    Darf in AT die WP über Haushaltsstom laufen oder gibt es einen extra WP Zähler???


    Wohnt ihr jetzt noch nicht in dem Haus?
    Wenn doch, was verbraucht ihr jetzt an Strom und Wärme im Jahr?


    Hier mal die Erträge für Villach bei 1KWp auf dem Dach.
    Nov bis Feb sind das 200-300KWh pro Monat ... da werden Tage mit "Spitzenerträgen" bei sein, die Du nicht voll nutzen kannst aber auch viele Tage mit Ertrag nahe Null.




    Gute thermische Lösungen am Haus würde bei mir bedeuten <50KWh/m² und Jahr an Wärmebedarf. Bei 250m² sind das 12.500KWh Wärmebedarf ... bei mittelprächtiger JAZ von 3 für die WP ergibt das 4166KWh an WP Strom ... davon brauchst Du rund 80% in 4 Monaten ... und normalen HH Strom hast Du dann noch gar nicht verbraucht.

    Bilder

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    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Whirlwanne da haben wir eh schon eine kleinere genommen, es reichen ca. 250 Liter auch aus bei 500 ist es voll und wir noch nicht mal drinnen. Nein wir wohnen nicht drinnen, war das Haus meines Vater (leider verstorben) das wir da herrichten.
    Wegen dem Zähler das hängt vom Anbieter ab, da muss ich mir dann noch den günstigsten suchen bzw. dann jährlich halt.


    OK, wenn ich mir deine Kommentare so durchlesen, höre ich da raus das eine PV vielleicht gar keinen Sinn macht sondern einfach eine LWWP und den Strom dafür halt kaufen?

  • Du schreibst auch dass ihr 2500 kwh pro Jahr verbraucht, für groß ist eure Anlage dann? bzw. für was verwendest du sie hauptsächlich?

  • Zitat von Elschut

    Whirlwanne da haben wir eh schon eine kleinere genommen, es reichen ca. 250 Liter auch aus bei 500 ist es voll und wir noch nicht mal drinnen. Nein wir wohnen nicht drinnen, war das Haus meines Vater (leider verstorben) das wir da herrichten. Wegen dem Zähler das hängt vom Anbieter ab, da muss ich mir dann noch den günstigsten suchen bzw. dann jährlich halt.


    OK, wenn ich mir deine Kommentare so durchlesen, höre ich da raus das eine PV vielleicht gar keinen Sinn macht sondern einfach eine LWWP und den Strom dafür halt kaufen?


    Ich wollte Dir nur den Zahn ziehen, das man mit Sonne und WP im Winter heizen kann.
    Das funktioniert nicht.
    Ansonten funktioniert PV schon sehr gut :!: Für WW über WP im Sommer, Sauna vorheizen im Sommer, HH Strom fast über das ganze Jahr, in der Übergangszeit zumindest die WP unterstützen ... man sollte halt in Bezug auf WP und Heizung wissen, dass die PV da nur sehr wenig helfen kann.


    Zitat von Elschut

    Du schreibst auch dass ihr 2500 kwh pro Jahr verbraucht, für groß ist eure Anlage dann? bzw. für was verwendest du sie hauptsächlich?


    Wir haben 4,68KWp ... Daten in der Signatur ... wir decken damit den HH Strombedarf ... WaMa, Spüli, Trockner usw.

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  • Verstanden - Zahn ist gezogen - leider...


    Sprich die 2.500 sind wirklich der komplette Strom (alle Geräte plus Heizung) den ihr verbraucht oder? Leisten tut deine Anlage ca. das Doppelte oder? Dh. du verbrauchst 50% im Eigenverbrauch und 50% speist du ein - ja?
    Wieviel bekommt ihr den in Deutschland fürs Einspeisen? Bei uns hier in Ö bewegt es sich im Centbereich 3-8 aber dann musst du auf der anderen Seite den teureren Strom dieses Anbieters nehmen...