Netzbetreiber sollen Eigenversorgern auf die Finger schauen

  • Im September hat das Bundeswirtschaftsministerium stärkere Überprüfungen von Eigenversorgern angekündigt. Einige Netzbetreiber haben nun begonnen, Anlagenbetreiber anzuschreiben und auf ihre Meldepflichten hinzuweisen. Inwieweit die Unternehmen direkte Kontrollen vornehmen, ist offen. Sicher ist jedoch, dass die Pflicht zur Zahlung der EEG-Umlage – sofern sie besteht – nicht verjährt.


    „Das Thema Missbrauchsvermeidung liegt uns am Herzen“, sagte ein Vertreter des Bundeswirtschaftsministerium im vergangenen September auf einem Fachgespräch der Clearingstelle EEG zum Thema Eigenverbrauch. Mit Missbrauch meinte er, dass sich Solaranlagenbetreiber entweder als Eigenverbraucher ausgeben, um weniger EEG-Umlage auf den produzierten Strom zu zahlen. Oder dass tatsächliche Eigenverbraucher ihrer Pflicht nicht nachkommen, EEG-Umlage auf den selbst genutzten Strom zu entrichten. Sobald die Rechtsfragen zum Thema erörtert seien, „wird es darum gehen, die Regelung besser zu überwachen“, sagte er weiter.


    Weiterlesen...

  • da wird der Bock zum Gärtner gemacht. Die Monopolisten als Energiestasi im Auftrag der Regierung.
    Anstatt daß denen mal ein wenig auf die Finger geschaut würde...
    Too big to fail

  • Zitat von Elektron

    Einige Netzbetreiber haben nun begonnen, Anlagenbetreiber anzuschreiben und auf ihre Meldepflichten hinzuweisen.


    Oh, ja :roll: . Völlig ungefiltert wurden die Informationen von meinem VNB an alle Betreiber ausgeschüttet. Ein Blick auf das (schon allein wegen der Vergütung mit Sicherheit gespeicherte) Inbetriebnahmedatum hätte hier eine Menge Kosten (Papier und Porto sowie Arbeitszeit der erklärenden Mitarbeiter) und Ärger erspart...

  • Solange kein Mechanismus eingeführt wird welcher nach Netzgebundenen nicht gemeldeten Anlagen suchen lässt Schlafe ich weiter ruhig.
    Allerdings bin ich mittlerweile am Grübeln wie viele solcher Anlagen es gibt. Irgendwann fällt das ja auch auf das mehr Strom im Netz vorhanden sein muss als von Einspeisern veranschlagt wird.

  • Zitat von Eisy

    Ein Blick auf das (schon allein wegen der Vergütung mit Sicherheit gespeicherte) Inbetriebnahmedatum hätte hier eine Menge Kosten (Papier und Porto sowie Arbeitszeit der erklärenden Mitarbeiter) und Ärger erspart...


    Das wundert dich aber hoffentlich nicht. Wenn man so etwas in der Form einführt wie in dem Artikel dargestellt ".. Kosten können geltend gemacht werden.." dann ist doch klar dass dies vom VNB als Maßnahme zur Steigerung des Deckungsbeitrages genutzt wird. Je nachdem wie dort die Auslastung des Personals ist werden dann eben Briefe verschickt.

  • Wir reduzieren unsere offizielle Anlagenleistung einfach weiter und das bei gleichbleibenden Abgaben ... ?


    Einwände?

  • Zitat von eject

    Wenn man so etwas in der Form einführt wie in dem Artikel dargestellt ".. Kosten können geltend gemacht werden.." dann ist doch klar dass dies vom VNB als Maßnahme zur Steigerung des Deckungsbeitrages genutzt wird. Je nachdem wie dort die Auslastung des Personals ist werden dann eben Briefe verschickt.


    Diese Kosten kann man dann als Begründung für die nächste Erhöhung der Umlage verwenden.


    Praktisch, das...

  • Fakt1: Erneuerbare Energien und vermiedene Netzentgelte, durch Entlastung der Nieder- und Mittelspannungsnetze
    https://de.wikipedia.org/wiki/…dene_Netznutzungsentgelte


    [ Übertragungsnetzbetreiber ( als Vermarktungsinstanz für EE-Einspeisung nach EEg ohne Direktvermarktungsanteile ) sind für den Bilanzausgleich auf Ebene der Hoch- und Höchstspannungsnetze verantwortlich? Physikalisch hätte man als Eigenversorger (auch mit evtl. eigenem Netzwerk) mit den ÜNB's gar nichts zu tun ... ]