Konzept für 0% Einspeisung mit geregeltem Verbraucher gesuch

  • Ja, solche Steuerungen habe ich schon ein paar gebaut bzw. auf Kundenwunsch programmiert.
    Zur Detektion des Exports empfehle ich ein Energy-Meter mit S0, oder bei grösseren Anlagen >100A Stromwandler.
    Für die Verarbeitung, Anzeige, Schaltungsstufen, oder Analogregelung (0-10V) benütze ich eine Mitsubishi SPS:
    http://www.datacomm.ch/elabor/dumploadcontroller.htm
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Es gibt mehrere Hersteller von Energiefluss-Sensoren etc. die (3phasig) die Bilanz am Hausanschlusspunkt, bzw. vor der Hausverteilung erfassen und für nachfolgende Überschussverwertung etc. bereit stellen; wir bieten da unseren ecoControl an. Ich schicke dir die Übersicht per PN.
    Mit einem Extra-Sensor kannst du viel schneller und dadurch genauer die kleinen Leistungs-Schwankungen im Netz erfassen, als es der S0-Ausgang eines Stromzählers liefert.


    Ebenso gibt es Wechselrichter, deren max. Ausgangsleistung regelbar ist; als Modulwechselrichter z.B. der Letrika SMI260. In Kombination mit dem oben beschriebenen Energiefluss-Sensor kann somit die Ausgangsleistung der Wechselrichter so gesteuert werden, dass am Netzanschlusspunkt keine Einspeisung stattfindet. Das hat den Vorteil gegenüber einer fest eingestellten, statischen Begrenzung der Ausgangsleistung, dass der Eigenverbrauch im Hausnetz noch berücksichtigt wird.

    Paul Wieland | CarpeDiem Energy | Energiemanager ecoControl, Speicher ecoStore | Wir sind Service- und Vertriebspartner von LetrikaSol, Enphase, Envertech und SOLIS-Ginlong | Wir kämpfen für eine nachhaltige, dezentrale Energieversorgung

  • Zitat von CarpeDiem

    Es gibt mehrere Hersteller von Energiefluss-Sensoren etc. die (3phasig) die Bilanz am Hausanschlusspunkt, bzw. vor der Hausverteilung erfassen und für nachfolgende Überschussverwertung etc. bereit stellen


    Ich glaube das ist es nicht ganz was der TS sucht. Ich hab ihn so verstanden, daß abhängig von der gerade erzeugten Leistung gezielt (stufenlos) regelbare Verbraucher angesteuert werden sollen und damit Einspeisung bzw. Abregelung verhindert werden soll:

    Zitat

    Optimal würden mir aber nicht nur schaltbare, sondern regelbare Verbraucher erscheinen. Mit einem regelbarem Verbraucher könnte immer der aktuelle Überschuss, der sonst eingespeist oder abgeregelt werden würde, verbraucht werden.


    Wobei ich aber ehrlich gesagt keinen Verbraucher kenne den man sinnvoll stufenlos "regeln" könnte. Natürlich geht das mit einem regelbaren Heizstab, das hat der TS ja auch schon herausgefunden. Aber PV-Energie stumpf über einen Heizstab zu verheizen halte zumindest ich nicht für sinnvoll.
    Eine Wärmepumpe käme vlt. noch infrage nur wüsste ich kein System wo sowas schon funktioniert.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Mit der neuen Solarlog Firmware kann im Energiemanagmentbereich eine sogenannte Nulleinspeisung realisiert werden.
    Mit SMA Tripower Wechselrichtern und dem Zusatzmodul zur Leistungsreduzierung seht außerdem eine 16 stufige Schaltmöglichkeit über 4 einfache Schalter zwischen 0 und 100% Leistungsreduzierung zur Verfügung, dieser Zugriff kann auch
    über SPS Regelungen verwendet werden. Es wird sicher weitere WR Hersteller hierzu geben. SD kann bestimmt Infos hierzu liefern.

  • Zitat von smoker59


    Ich glaube das ist es nicht ganz was der TS sucht. Ich hab ihn so verstanden, daß abhängig von der gerade erzeugten Leistung gezielt (stufenlos) regelbare Verbraucher angesteuert werden sollen und damit Einspeisung bzw. Abregelung verhindert werden soll:


    Wobei ich aber ehrlich gesagt keinen Verbraucher kenne den man sinnvoll stufenlos "regeln" könnte. Natürlich geht das mit einem regelbaren Heizstab, das hat der TS ja auch schon herausgefunden. Aber PV-Energie stumpf über einen Heizstab zu verheizen halte zumindest ich nicht für sinnvoll.
    Eine Wärmepumpe käme vlt. noch infrage nur wüsste ich kein System wo sowas schon funktioniert.


    Na, um eine "drohende" Einspeisesituation, also einen möglichen Energiefluss vom Hausnetz ins öffentliche Netz festzustellen, brauchst du solch einen Sensor (analog oder digital). Die Richtung der Energie und die Grösse der aktuellen Leistung sind dann ja wieder die Grundlage für die nachfolgenden Verbraucher: eine stufenlose Verwertung (hier gehen nur ohmsche Verbraucher, also Heizstab, Infrarotheizung, Boiler etc. oder Akkuladegeräte (--> E-Mobile!) oder schaltbare Verbraucher (wie Waschmaschine, Geschirrspüler, Trockner etc.), die bei Überschreiten einer bestimmten Überschussleistung im Hausnetz geschaltet werden.

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  • Zitat von smoker59

    [


    Wobei ich aber ehrlich gesagt keinen Verbraucher kenne den man sinnvoll stufenlos "regeln" könnte. Natürlich geht das mit einem regelbaren Heizstab, das hat der TS ja auch schon herausgefunden. Aber PV-Energie stumpf über einen Heizstab zu verheizen halte zumindest ich nicht für sinnvoll.
    Eine Wärmepumpe käme vlt. noch infrage nur wüsste ich kein System wo sowas schon funktioniert.


    Sicher ist die Verwertung des Überschüssigen Solarstroms über einen schaltbaren Verbraucher besser, als die thermische Verwertung. Aber wie der Name ja schon sagt: überschüssig... und bevor die Wechselrichter abgeregelt werden, ist die Verwertung über einen Heizstab doch allemal besser. In Dänemark machen sie das im Grossmassstab übrigens schon seit Langem so mit den Windrädern: Grosse Wassertank, die an ein Fernwärmenetz angeschlossen sind, aufheizen. Auf diese Art und weise kannst du mit minimalem Aufwand überschüssigen Strom verwerten und (in Form von Wärme) speichern.

    Paul Wieland | CarpeDiem Energy | Energiemanager ecoControl, Speicher ecoStore | Wir sind Service- und Vertriebspartner von LetrikaSol, Enphase, Envertech und SOLIS-Ginlong | Wir kämpfen für eine nachhaltige, dezentrale Energieversorgung

  • Danke für alle Antworten!


    Wechselrichter, die über die angefragte Funktionalität (0% Einspeisung mit geregeltem Verbraucher) verfügen, scheint es wohl nicht zu geben. Schade.


    Dafür gibt es aber einige externe Konzepte. Stichwort Bilanzpunktregler & Co. Mit den Hinweisen zu PowerDog, @einstein0's SPS Lösung und ecoControl bin ich auch auf weitere mögliche Lösungen wie loxone, ecoBPR und andere gestoßen. Viel zu lesen...


    Vorteil einer extern aufgebauten Lösung ist sicherlich die größere Flexibilität. Allerdings sind diese externen Lösungen auch nicht unbedingt preiswert. Aber das wäre was für einen anderen Thread ;)


    Grüße Martin

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  • Hi,


    mal als Ergänzung - was meint 0% Einspeisung?


    A) Zu jedem Messzeitpumkt ist genau so viel Energie eingespeißt worden wie Bezogen. Das Netz ist also irgendwie als Speicher in Benutzung.
    In der Schweiz ist das IMO kein Problem Montag einspeisen Freitag verbauchen.
    In Deutschland zeitgleich, was aber mit Teilwellen oder nicht Ohmschen verbrauchern?
    (100W Birne mit Diode zieht halt im Durchschnitt 50W, aber der Durchschnitt aus 0W Diode in Sperrichtung und 100W Diode in Durchgang)
    Das ist vor allem bei dem zweiten Teil "mit geregeltem Verbraucher" interessant.



    B) Ist ein ein Saldieren über die Phasen erlaubt? Dh. Phase 1 speißt 2kW ein Phase 2 bezieht 1kW.


    Geht es dir "nur" um Mein Zähler soll sich nicht drehen ist das einfaher zu realiseren als wirklich netzunabhängig netzparallel.


    Wenn du dann aber die Möglichkeit einer Einspeisung besteht muss auch Meldung, incl. Leisung und die Normen erfüllt sein.


    Gruß

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