Umsatzsteuer w. Eigenverbrauch: PVA 20 KwP v. 29.07.14

  • Hallo zusammen!


    Problem 1:
    Finanzamt rechnet, daß ich für jede KWh Eigenverbrauch aus 20! Cent Umsatzsteuer zahlen muß. Ich will daß das FA einsieht, daß ich mir meinen eigen erzeugten Strom selbst abkaufe für den ich max. 12! Cent Erzeugungskosten habe und ich somit 40 % der Umsatzsteuer spare.
    (Von der EnBW bekomm ich 12,22 Cent bis 10 KW und 12,88 Cent drüber)
    FA sagt: ich muß meine Eigen-Energie-Erzeugungskosten mit 12 Cent nachweisen. :lol:

    Problem 2 und meine Bitte:
    Wer hat (oder wo gibts) ein Programm mit dem eine wirtschaftliche Berechnung meiner Anlage erstellt werden kann, in der steht daß ich pro KWh max. 12 Cent Eigen- Erzeugungskosten habe?


    Anbei zur besseren Vorstellung ein Beispiel, siehe unter Szenario 2: Stromerzeugungskosten in rot!

  • Sorry, Info im Betreff:


    20 KwP, Inbetriebnahme am 29.07.2014,weil damals vom Solarteur empfohlen vorm 1.8.14 ans Netz zu gehen.
    Also Marktintegrationsmodell, nur 90 % der Einspeisung werden vergütet. Restliche 10 % Eigenverbrauch oder falls nicht mind. 10 % für das drunterliegende nur Marktwert n. § 33 EEG, d. h. 3,333 Cent/Kwh.


    Ich möchte jedoch nur einen Nachweis über meine Eigen-Strom-Erzeugungskosten von max. 12 Cent/Kwh, der das Finanzamt überzeugt.

  • Also ohne vergüteten DV. Dann nimm die vom FA angebotenen 0,20 €/kWh für die unentgeltliche Wertabgabe. Kommst du günstiger mit vom Acker, als wenn du den korrekten Preis zahlen würdest.


    Warum? Kurze militär. Begründung: ISSO. Lange Begründung, Forumsuche, unentgeltliche Wertabgabe und dann die Beiträge von Benutzer KPR lesen.


    Zitat von fantavier

    Ich will daß das FA einsieht, daß ich mir meinen eigen erzeugten Strom selbst abkaufe


    Das wird nix. Man kann keine Geschäfte mit sich selbst machen. Sagt das BGB.

  • Danke für die klare Antwort. Hätt mich also noch schlimmer als die 20 Cent/Kwh treffen können. Jedoch wo liegt denn mein Denkfehler?


    O-Ton Finanzamt: "Leider kann ich anhand der eingereichten Unterlagen nicht nachvollziehen, wie Sie auf den Preis Eigenenergiekosten in Höhe von 12 Cent/ KWH kommen Bitte reichen Sie mir hierzu die entsprechenden Unterlagen ein."


    Mein Ziel mit meinem Beitrag hier: Diese Unterlagen zu bekommen und gleichzeitig den anderen PVA-lern nen Präzedenzfall liefern. Will das FA mich/ uns PVA-ler jedoch damit über 3 Ecken aufs Kreuz legen?


    Wenn ich dich richtig verstehe, ist das Finanzamt mit den 20 Cent schon nicht "korrekt", jedoch zu MEINEM VORTEILl!
    Und logischerweise muß ich dann ja noch "unkorrekter" denken mit:
    Für 12 Cent erzeugen (ist das nicht mein geldwerter Vorteil?) und aus 20 Cent Umsatzsteuer zahlen müssen ist nicht nur unlogisch, sondern ich hab das Gefühl da steuert mich meine PVA ja direkt in die Privatinsolvenz, oder? Besonders wenn ich mal auf Stromspeicher, Elektroauto, E-Bike, Wärmepumpe, beheiztes Gewächshaus umstelle und die 100 % Selbstverbrauch anstrebe! Da mach ich mich mit ner 0 hinter der 10 % Eigenverbrauchsquote auf 100 % ja selbst zur 0, oder?


    Sorry, ich habe meine steuerliche Bildung nicht aus der Bild, sondern aus Wiso-Steuer-Sparbuch und zugegeben: selbst damit hab ich KapierProbleme und ohne das könnte ich die Steuererklärung gar nicht allein machen. BGB kenn ich mich nicht aus, hört sich für mich an, wie wenn das regelt was unter Bürgern gilt.
    Hier gehts aber doch um Steuerrecht, das regelt also was zwischen Staat und Bürger gilt, wieviel der Staat uns an Steuern abnimmt.


    Übrigens: Das FA hat auf meinen o. g. Widerspruch bzw. Antrag noch geschrieben: "ich setze die Vollzeihung des nachfolgenden Bescheides gemäß § 361 Abs. 2 AO unter dem vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs vom Fälligkeitstag an in folgendem Umfan aus. Umsatzsteuer 2014, dann der volle Betrag an nachgeforderter Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch"
    Hatte schon früher einen Umsatzsteuerbescheid für 2014 bekommen der identisch mit meiner Erklärung und den Vorauszahlungen war. Bekomm von Neztbetreiber Einspeisevergütung mit USt., mach meine quartalsweisen Vorsteuer-Erklärungen, FA zieht ein und dann ne Jahreserklärung mit den 4 Summen.
    Da blick ich noch durch, hurra!


    Aber dann kam ein Schrieb bzgl. meiner Einkommensteuererklärung! für 2014. Dort forderte das FA: Reichen Sie bitte die komplette Abrechnung 2014 des energieversorgers ein. Aus der Abrechnung muss ersichlich sein, welche Menge an Kilowattstunden Sie im Kalenderjahr 2014 eingespeist haben." Und dann kam am 26.02.16 der andere umsatzsteuerbescheid mit der Änderung dessen vom 03.08.2015.
    Unter Erläuterungen steht: Für Ihre PVA musste ein Eigenverbrauch angesetzt werden/ Erwerb nach dem 01.04.2012.
    Lt. Abr. des Netzbetreibers!
    wurden x Kwh als unentgeltiche Wertabgabe mit 0,20 Euro angesetzt. Eben dieseAnsetzng kann ich auf der Abrechnung des Netzbetreibers jedoch nicht finden, es steht nirgends was von 0,20 Euro pro kwh.
    Wie ist dies zu bewerten?

  • unabhängig von der tatsächlichen Lage finde ich es schon ein wenig befremdlich, daß du zwar "weisst" daß für deinen selbst erzeugter Strom maximal 12 cent an Erzeugungskosten anfallen, aber jemand im Forum soll dir das fürs Finanzamt vorrechnen.
    Wissen ist was Anderes.

  • ich habe lediglich meine Situation geschildert in meinen Worten mit dem Risiko mißverstanden zu werden, was ich bei dir vermute (aber nicht "WEISS"). :?:


    Hat hier im Forum noch niemals jemand was vorgerechnet? :?:


    ich weiß nur, dass ich eben nicht weiß, deswegen frage ich ja hier. Also: ich geb das zu und du hast somit recht. :danke:


    Vor der damaligen Entscheidung PVA ja/nein sagte mir der Solarteur meines Vertrauens diesen Wert von max. 12 Cent und als EV 12,5 Cent, somit rechne sich diese PVA ja auch und außerdem habe ich bei Tageslicht Strom auch wenn in D das normale Stromnetz ausfällt.
    Ich habe jedoch darüber keine schriftlichen Nachweise (die ich jetzt fürs FA bräuchte), jedoch von einem damaligen Solarteur-Konkurrent einen solchen Nachweis (jedoch für eine NICHT REALISIERTE PVA!) mit solchen Werten, siehe beigefügtes PDF. Mein solarteur hat so ein Programm/Möglichkeit nicht, also hab ich Plan B das Forum gewählt. Weil wie ich auch schon geeschrieben habe, evtl. ein Präzedenzfall entsteht der vielen PVA-Betreibern helfen "KÖNNTE"!
    "WEISS" ich aber auch nicht. Wenn ich das wüßte, wär ich Hellseher und dann bräuchte ich gar nicht fragen!


    Und mein Ziel ist es wie ich jetzt an sowas rankomme, da ich das eben nicht "weiss".


    Außerdem hab ich hier eine Bitte geäußert, ist m. m. n. das Gegenteil von Befehl. Es muß mir niemand antworten. Für mich ist das hier eine Art Experiment, mit ungewissem Ausgang. Schon wieder hast Du recht: ich weiß, daß ich nicht weiß!


    Siehe mein 1. Beitrag:

    "Problem 2 und meine Bitte:
    Wer hat (oder wo gibts) ein Programm mit dem eine wirtschaftliche Berechnung meiner Anlage erstellt werden kann, in der steht daß ich pro KWh max. 12 Cent Eigen- Erzeugungskosten habe?


    Anbei zur besseren Vorstellung ein Beispiel, siehe unter Szenario 2: Stromerzeugungskosten in rot!
    [/quote]"


    Apropos:
    Ich mach mit meinem Dach aber auch noch ein Geschäft mit mir. Ich sammle damit Regenwasser um meine Pflanzen zu gießen. Und nebenbei sorgt das Dach auch noch dafür mein Hausinneres trocken und windgeschützt zu halten...

  • wiederum unabhängig von der tatsächlichen Lage, brauchst du dazu doch niemanden mit einem Programm etc.
    Das kannst du dir recht einfach selbst "berechnen", mit einem Excelblatt oder handschriftlich ohne Excel.
    Kosten aufführen, Menge annehmen, Erzeugungskosten ausrechnen. Keine Zauberei.


    ansonsten siehe dazu den 2. Beitrag von Donnermeister


    noch ne Anmerkung: bezüglich Strom wenn das Stromnetz ausfällt bist du vermutlich auf dem Holzweg. Wenn der Strom ausfällt bringt eine "normale" PV Anlage auch keinen Ertrag. Die Wechselrichter brauchen das Netz um zu arbeiten.

  • Ich gehe mal davon aus du kommst aus dem Ländle, wenn du bei EnBW bist.
    BW hält sich auch an die Hilfe, die das bayer. Landesamt für Finanzen herausgegeben hat https://www.finanzamt.bayern.d…emen/Photovoltaikanlagen/

  • Zitat von fantavier

    ich habe lediglich meine Situation geschildert ...


    Wenn du die Zeit für die ellenlangen Beiträge in die von mir empfohlene Forumsuche investiert hättest, dann wüsstest du warum die vom FA angebotenen 0,20 €/kWh für die unentgeltl. WA ein guter Wert sind. Der korrekte Wert wäre nämlich dein Nettoeinkaufspreis für von dir bezogenen Strom (inkl. Grundpreis). Der dürfte höher als die 0,20 € sein. Noch ein Tipp, auch wenn du beratungsresistent zu sein scheinst, bei http://www.pv-steuer.de gibt es eine Tabellenkalkulation kostenlos. Nennt sich "Excel-Blatt zur Berechnung der ueWA für Anlagen nach dem 31.03.2012".


    Wenn du aber den "El ingenioso hidalgo Don Quixote de la Mancha" machen willst ... dann nimm von der gleichen Seite die "Berechn. Entnahmewert nach Herstellkosten". 8):lol: