Photovoltaik mit Batteriesp. (10.000 Häuser Programm + KFW)

  • Steht doch in den FAQ, hast sie immer noch nicht gelesen?
    Aber für Leute wie dich, obwohl das auch schon mehrfach hier im Forum steht. Es ist ganz einfach, das EEG fördert den Speicher nicht sondern den eingespeisten (früher auch den produzierten) Strom, somit liegt keine Doppelförderung vor.
    Was die Erwähnung des EEG soll, weiß ich aber auch nicht, die Merkblätter sind ohnehin sehr dürftig und schnell zusammengeschustert.

  • Zitat von alterego

    Steht doch in den FAQ, hast sie immer noch nicht gelesen?


    Wirst lachen aber ja, ich habe es nun gelesen..... :roll:


    Hätte man aber auch meinem Beitrag sehen können aber naja....


    Zitat von Clen Solar GbR


    Du hast aber Recht, es steht auf energieatlas.bayern anders aber verwirrend ist das schon, siehe Anhang!


    Tut mir leid wenn ich einen 50-60 Stunden Job nachgehe und nicht jede freie Minute oder jede Einzelheit mir anschauen kann.
    Du hast da wahrscheinlich andere Möglichkeiten. :wink:


    Und nein, ich als Solarteur muss nicht immer alles 100% wissen, da wir auch nur Menschen sind.
    Das Merkblatt hatte ich mir angeschaut und da steht es ja eigentlich eindeutig anders drin als dann in den FAQ.....
    Also entschuldige doch bitte und lasse Nachsicht walten. :wink:


    Zitat von alterego

    Die Module haben doch gar keien nutzbare Kapazität.


    Anlage zum Merkblatt
    Energieeffizient Bauen (153)
    Technische Mindestanforderungen

    Stand: 04/2016 • Bestellnummer: 600 000 3465
    KfW • Palmengartenstr. 5-9 • 60325 Frankfurt • Tel.: 069 7431-0 • Fax: 069 7431-2944 • http://www.kfw.de
    Infocenter • Tel.: 0800 5399002 (kostenfrei) • Fax: 069 7431-9500
    Seite 3
    1.) Folgende Anforderungen an die jeweiligen einzelnen Bauteile der thermischen Gebäudehülle müssen eingehalten werden. Die Anforderungen an die Ausführung von Wärmebrücken sowie an die Luftdichtheit der Gebäudehülle müssen eingehalten werden.
    • Dachflächen, oberste Geschossdecke, Dachgauben U ≤ 0,14 W/(m² K)
    • Fenster und sonstige transparente Bauteile Uw ≤ 0,90 W/(m² K)
    • Außenwände, Geschossdecken nach unten gegen Außenluft U ≤ 0,20 W/(m² K)
    • Sonstige opake Bauteile (Kellerdecken, Wände und Decken zu unbeheizten Räumen, Wand- und Bodenflächen gegen Erdreich, etc.) U ≤ 0,25 W/(m² K)
    • Türen (Keller- und Außentüren) UD ≤ 1,2 W/(m² K)
    • Vermeidung von Wärmebrücken ΔUWB ≤ 0,035 W/(m² K)
    • Luftdichtheit der Gebäudehülle n50 ≤ 1,5 h-1


    2.) Für die Anlagentechnik ist eines der sechs nachfolgenden Anlagenkonzepte umzusetzen. Der



    2.) Für die Anlagentechnik ist eines der sechs nachfolgenden Anlagenkonzepte umzusetzen. Der Aufstellungsort des Wärmeerzeugers bzw. der Wärmeübergabestation muss innerhalb der thermischen Gebäudehülle liegen und es muss eine zentrale Trinkwarmwasser-Bereitung vorhanden sein. Eine Trinkwarmwasserzirkulation ist zulässig.
    1. Brennwertkessel, solare Trinkwarmwasser-Bereitung (Standardwerte nach DIN V 4701-10), zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (Wärmebereitstellungsgrad> 80%)
    2. Fernwärme mit zertifiziertem Primärenergiefaktor fp ≤ 0,7, zentrale Lüftungsanlage mit Wärme-rückgewinnung (Wärmebereitstellungsgrad> 80%)
    3. Zentrale Biomasse-Heizungsanlage auf Basis von Holzpellets, Hackschnitzel oder Scheitholz,
    zentrale Abluftanlage
    4. Sole-Wasser Wärmepumpe mit Flächenheizsystem zur Wärmeübergabe, zentrale Abluftanlage
    5. Wasser-Wasser Wärmepumpe mit Flächenheizsystem zur Wärmeübergabe, zentrale Abluftanlage
    6. Luft-Wasser Wärmepumpe mit Flächenheizsystem zur Wärmeübergabe, zentrale Lüftungs-anlage mit Wärmerückgewinnung (Wärmebereitstellungsgrad > 80%)


    Eine zentrale Abluftanlage kann durch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ersetzt werden. Darüber hinaus gehende Abweichungen von den genannten Anforderungen an die Bauteile und den aufgeführten Anlagenkonzepten sind für dieses Nachweisverfahren nicht zulässig. Weitere Wärmeerzeuger für Heizung oder Trinkwarmwasser sind nicht zulässig, auch nicht als ergänzender Wärmeerzeuger. Soweit sinnvoll können die Konzepte um solarthermische Anlagen (Heizungsunterstützung, Trinkwarmwasserbereitung) oder Photovoltaik-Anlagen ergänzt werden.
    Zusätzliche Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus
    Ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus erfüllt die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 40 und verfügt über folgendes Plus Paket:
    • Eine stromerzeugende Anlage auf Basis erneuerbarer Energien
    • Ein stationäres Batteriespeichersystem (Stromspeicher)
    • Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
    • Eine Visualisierung von Stromerzeugung und Stromverbrauch über ein entsprechendes Benutzerinterface


    Der in der Bilanz anrechenbare Strom aus erneuerbaren Energien muss auf dem Grundstück im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit dem Gebäude oder dessen Nebenbauwerken (Garage, Carport, Schuppen etc.) erzeugt werden. Das sind z.B. Strom aus Photovoltaikanlagen oder kleinen Windkraftanlagen oder Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, die zu 100% mit erneuerbaren Energien betrieben werden.
    Der am Gebäude oder dessen Nebengebäuden erzeugte Strom sollte überwiegend im Gebäude selbst genutzt werden. Die Eigennutzung von Strom muss durch eine Vorrangschaltung gewährleistet sein. Zwischen Erzeugern, Speichern und Verbrauchern (Heizung, Lüftung, Beleuchtung, Haushaltsprozesse und Haushaltsgeräte) muss eine physische Verbindung bestehen. Bei netzeinspeisenden Photovoltaikanlagen ist die maximale Leistungsabgabe am Netzanschlusspunkt auf 60% der installierten Leistung zu begrenzen.
    Die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung muss einen Wärmebereitstellungsgrad von mindestens 80% aufweisen. Die Lüftungsanlage muss in der Lage sein, die in der DIN 1946-6 genannten planmäßigen Außenluftvolumenströme (Nennlüftung) für die gesamte bilanzierte Gebäudenutzfläche sicher zu stellen. Die Lüftungsanlage muss einreguliert werden. Die Luftdichtheit der Gebäudehülle ist mit n50 ≤ 1,5 h-1 messtechnisch nachzuweisen (Empfehlung: n50 ≤ 0,6 h-1).
    Der jährliche zu erzeugende Stromertrag ist in Abhängigkeit von der Anzahl der Wohneinheiten und der Gebäudenutzfläche zu bestimmen und beträgt mindestens die Summe aus 500 kWh/a je Wohneinheit und 10 kWh/(m²·a) bezogen auf die Gebäudenutzfläche. Der Stromertrag der strom-erzeugenden Anlage muss nach DIN V 18599:2011-12 und den weiteren Maßgaben des § 5 EnEV bilanziert werden
    http://Technische Mindestanforderungen Der Stromspeicher muss gemäß Herstellerangabe mindestens eine nutzbare Speicherkapazität aufweisen, die der Leistung der stromerzeugenden Anlage (z. B. Peakleistung Ppk der Photovoltaikanlage) multipliziert mit einer Stunde entspricht. Als Bemessungsgrundlage gilt dabei die Leistung, die zur Sicherstellung des geforderten Mindestertrags der stromerzeugenden Anlage für das Effizienzhaus 40 Plus erforderlich ist. Bei netzeinspeisenden, stromerzeugenden Anlagen muss diese und der Speicher über eine geeignete und offen gelegte Schnittstelle zur Fernparametrierung und Fernsteuerung verfügen. <br>Die fachgerechte und sichere Inbetriebnahme ist durch eine geeignete Fachkraft zu bestätigen und ein Nachweis darüber vorzulegen (Fachunternehmererklärung). Alternativ kann die Bestätigung durch die geeignete Fachkraft auf Basis des Photovoltaik-Speicherpasses ("Speicherpass") erfolgen

    Sonnige Grüße


    Clen Solar GbR

    Die Richtung der Rentabilität gibt der Solarteur mit seinem Maß an Entbehrung vor!

  • Von der Kapazität der Module steht da nichts, sondern von deren Leistung. Von jemandem, der sein Geld mit sowas verdient, erwarte ich schlicht eine korrekte Nomenklatur. Aber lassen wir das.

  • Zitat von alterego

    Von der Kapazität der Module steht da nichts, sondern von deren Leistung


    Ich würde dich jetzt gern zitieren mit

    Zitat von alterego

    Steht doch in den FAQ, hast sie immer noch nicht gelesen?


    Zitat von Clen Solar GbR

    Technische Mindestanforderungen Der Stromspeicher muss gemäß Herstellerangabe mindestens eine nutzbare Speicherkapazität aufweisen, die der Leistung der stromerzeugenden Anlage (z. B. Peakleistung Ppk der Photovoltaikanlage) multipliziert mit einer Stunde entspricht.


    Für mich klingt das nach nutzbarer Stromspeicher gleich mindestens Anlagengröße aber ich kann mich auch irren,
    da ich bisher noch keinen Kunden für diese Anforderungen in Bayern hatte, bei dem es Ernst wurde und ich mich mit der rechtlichen Seite auseinandersetzen musste.


    Damit kommen wir auch hierzu

    Zitat von alterego

    Von jemandem, der sein Geld mit sowas verdient, erwarte ich schlicht eine korrekte Nomenklatur. Aber lassen wir das.


    Wenn ich noch keinen Kunden in diesem Bereich beraten musste, so darf ich da auch ein bestimmtes Nichtwissen besitzen. :wink:
    Ansonsten wissen wir schon ziemlich gut bescheid, brauchst dir also keine Sorgen zu machen. :mrgreen:


    :danke:


    Sonnige Grüße


    Clen Solar GbR

    Die Richtung der Rentabilität gibt der Solarteur mit seinem Maß an Entbehrung vor!

  • Clean hat Recht.
    Is doch ganz einfach. Es gibt ne Mindestgrösse der PV, die ergibt sich aus gebäudegrösse und Wohneinheiten. Sie muss pro Wohneinheit 500kwh/a und pro qm 10kwh/a produzieren.
    Und es gibt ne Mindestgrösse für den Speicher, Max. Modulleistung mal 1 Stunde.
    Sprich EFH 100qm. Mit 1 WE = 100x10 + 500= 1500kwh/a braucht man. Kann man mit 2 kWp machen. Die hängt man an einen 3600 SE und fertig, denn 2 kWp mal 1 Stunde = 2kwh. Anforderung erfüllt. Wenn man 4 kWp baut braucht man halt 4kwh Speicher. Is nich schwer. :juggle:

    Luschenpraktikant L:5--D:1--T:1

  • Zitat von Clen Solar GbR


    bitte beachtet, das der Speicher bei kfw 40Plus mindest die nutzbare Kapazität der PV-Module besitzen muss.


    und

    Zitat

    Und es gibt ne Mindestgrösse für den Speicher, Max. Modulleistung mal 1 Stunde.


    Sind für mich zwei unterschiedliche Aussagen, daß die Letztere richtig ist, habe ich nie bezweifelt.


    Daß das oft zu unnötig kleiner PV führt, weil sonst der Speicher zu teuer würde, habe ich ja schon geschrieben.
    Grundsätzlich denke ich bei Speicher aber eher an KfW275, was eine andere Förderung ausschließt, wenn diese höher ist, da haben wir aneinader vorbeigeredet.

  • Zitat von alterego

    Clen Solar GbR hat geschrieben:
    bitte beachtet, das der Speicher bei kfw 40Plus mindest die nutzbare Kapazität der PV-Module besitzen muss.


    und
    Und es gibt ne Mindestgrösse für den Speicher, Max. Modulleistung mal 1 Stunde.


    Sind für mich zwei unterschiedliche Aussagen, daß die Letztere richtig ist, habe ich nie bezweifelt.


    Die erste Aussage ist auch richtig, zumindest steht es bei den technischen Mindestanforderungen für den Speicher. :wink:


    Zitat von alterego

    Daß das oft zu unnötig kleiner PV führt, weil sonst der Speicher zu teuer würde, habe ich ja schon geschrieben.


    Da gebe ich dir Recht.


    Zitat von alterego

    Grundsätzlich denke ich bei Speicher aber eher an KfW275, was eine andere Förderung ausschließt, wenn diese höher ist, da haben wir aneinader vorbeigeredet.


    Passiert im Eifer des Gefechtes. :wink:
    Derzeit gibt es ja auch einige Möglichkeiten und nicht jede ist gut durchdacht.


    Sonnige Grüße


    Clen Solar GbR

    Die Richtung der Rentabilität gibt der Solarteur mit seinem Maß an Entbehrung vor!

  • Zurück zum TS - das Programm scheint wirklich für Leute wie Dich gemacht zu sein!


    Zu den offenen Fragen direkt auch mit der Förderstelle telefonieren und nachhaken!


    Die komplette Südausrichtung (das ist die quasi der 'alte' Denkansatz) ist wahrscheinlich nicht sinnvoll bei den Einschränkungen.
    Ich könnte mir vorstellen, das eine Ost-West-Ausrichtung - selbst teilweise! - hier sinnvoll ist.
    Wichtig ist ein Solaranlagenerrichter - Solateur - der da auch mitdenkt - das ist nicht immer so (Erfahrungswert).
    Vereinfacht gesagt - für einen quasi geschenkten Speicher bei den derzeitigen Vergütungssätzen sollte sich das auch bei einem 'Erwerbshaushalt' rechnen lassen.
    Das Ganze solltet dann wirklich im Gesamtkontext betrachtet werden (Heizstab -> Pufferspeicher, damit eher keine Solarthermik ...).
    Die Option auf das E-Auto (tagsüber ist mann eher bei der Arbeit...) sehe ich auch in der Zukunft - ohne Wechsel Akkus! - nicht.


    Tolles Thema!
    Bin gerne auch per PN dazu erreichbar.


    Viel Glück bei dieser Herausforderung - von einem der leicht neidisch ist! ;-)

  • Also, danke euch allen schonmal für die Antwort. Momentan habe ich erst ein Angebot mit Batteriespeicher (4,4 kWh nutzbare Leistung) und einer 7,8 kWp Anlage für 18.500€ - werde mir definitiv noch ein paar einholen. Mein Dach hat eine Ost - West Ausrichtung (Giebel ca. 10° Südwest), wird aber erst noch gebaut, daher weis ich es nicht im letzten Detail. Die Förderung ist aber sicher interessant, insbesondere wenn ich mit dem Heizwert runter komme! ;-)


    18.500€ (wenns bei Brutto bleibt wovon ich ausgehe wegen meinem Nebengewerbe), abgzl. max. 12.500€ Förderung finanziert zu 1,1% über die KFW mit Tilgungszuschuss von 25 - 23%! Denke wenn das alles so durchgeht wäre ich blöd, dass nicht zu machen - zumal die Stromrechnung stark sinken dürfte.


    Einen Pufferspeicher plane ich momentan übrigens noch nicht (180 Liter Warmwasser + FBH direkt angeschlossen). Aber den könnte man ja ggf. nachrüsten. Wenn ich zuviel Leistung erzeuge und ggf. abregeln muss kann ich damit ja später mal einen Pool beheizen... 8)

  • Der Speicher von 4,4 Kwh nutzbar wäre mir etwas zu klein, sollten bei den Voraussetzungen eher was zwischen 8 und 10 kwh sein.
    Ost - West Dach passt doch super-evtl. mit Schwerpunkt nach Westen belegen.


    Gruß


    Buchonia