Rat/Hilfe/Anregungen bei Planung einer Anlage 10 kw

  • Hallo zusammen,


    mit dem Gedanken einer Insel PV-Anlage spiele ich ja schon lange.
    Da ich an relativ günstige 60 Zeller gekommen bin sollen diese jetzt aufs Dach und meine monatlichen Stromkosten drosseln.
    Aufgrund der rechtlichen Bedingungen..... EEG, Abgaben, Steuern, zusätzliche Zähler etc....möchte ich keine Netzgekoppelte/Netzparallele Anlage mit Einspeisung.


    Auf meine restlichen freien Dachflächen passen 10 kw an Modulen drauf.
    Davon sind 5 kw Flachdach 3°Dachng. die Module können nicht aufgeständert werden; 2kw 38° mit Verschattung ab Mittag, 1kw 38° ohne Verschattung; 2 kw 6°Dachng. auf Westdach erst ab Mittag unverschattet.


    Derzeit habe ich jährlich einen Stromverbrauch von 4500 kwh Haushaltsstrom und knapp 4000 kwh für die Wärmepumpe.
    Die Wärmepumpe lässt sich leider nicht mit Solarstrom betreiben um Überschüsse zu verwerten, 10 Jahre alte Sole/Wasserwärmepumpe (dreiphasig 2,9-4,5 Kw Leistungsaufnahme, 28A Anlaufstrom mit Flächenkollektor) .
    Die Kiste hat eine dreiphasige Heizpatrone mit je 2,6/3,0/3,2 kw Leistung, diese würde ich gerne als Überschussverwerter einsetzten. Die zündende Idee wie der Überschussverwerter gesteuert werden kann fehlt mir leider noch, die Speicherladepumpe und das Umschaltventil könnte man ja über Relais/Schütze extern ansteuern.
    Sonst bleibt die Möglichkeit zwei zusätzliche Heizstäbe für den Brauchwasserspeicher 400l und den Pufferspeicher 850l einzubauen.
    Ich habe eine Kellerwerkstatt die zukünftig das ganze Jahr auf knapp 20° beheizt werden soll, da unten ist es Sommer wie Winter saukalt.
    Einfach im Sommer Fenster auf ist schlecht, da kommt zu viel Feuchtigkeit mit. Rost kann ich an meinen Maschinen nicht gebrauchen.


    Als Wechselrichter habe ich mir 2 von den neuen PIP mit 2 Trackern ausgeguckt.
    Das ganze soll, wie hier schon mehrfach gelesen, umschaltbar sein..... Netz-0-Insel.
    Die 3 Phasen sollen durch das umschalten alle auf eine Phase /die Wechselrichter geschalten werden.
    Alle Drehstromverbraucher und der Herd bleiben am Netz,


    Akku ???
    Bedarf hab ich so etwa durchschnittlich von 12kw pro Tag.
    Wenn ich jetzt Spül-, Waschmaschine, Herd, Staubsauger vom 24 Stundenverbrauch rausnehme (das lässt sich auf den Tag legen, dann bleiben 9kw/h pro Tag übrig.
    Ich hab das mal ganz grob überschlagen und käme bei einer 1200A/h Batterie auf knapp 3 Tage Autarkie.


    Heizstabüberschusssteuerung mit den PIPs, gibt es da was von der Stange und das noch in erschwinglich ?


    Anregungen, Änderungen, Tips, Einwände, Sonstiges immer gerne, ich lerne gerne dazu.


    Grüße
    der Schwellenzähler

    Geht nicht, gibt's nicht und was nicht passt, wird passend gemacht !

  • Nur mal so am EEG Rande ... mit 8500KWh Jahresverbrauch, davon 4000KWh für die WP, würde ich keine Insel mit Batterie bauen. Bei Integration der PV in die Heizung wird der Speicher von Oktober bis März leer rum stehen ... es gibt sinnvollere Anlageformen.


    Mit 10KWp auf dem Dach hast Du im Sommer dann riesige Überschüsse ... aber die Heizung ist aus ... wo sollen die Überschüsse hin? Willst Du im WW Speicher Suppe kochen für eine Kompanie?


    Ich würde eher das Geld für die Insel sparen und in eine neue (1-phasige) WP stecken ... die Dinger kosten nicht so viel ... und die WP sollte dann eine bessere JAZ haben, damit weniger Stromverbrauch und diesen über den HH Stromzähler (spart 1x GG für Zähler) ziehen, damit die PV zumindest in der Übergangszeit auch die WP füttern kann.


    Überschüsse im Sommer ins Netz und als Speicher fungiert Warmwasser.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

    Einmal editiert, zuletzt von seppelpeter ()

  • Willkommen zurück im Forum, hattest wohl eine längere Auszeit oder wenigstens nichts geschrieben.
    Der sparsame Schwabe macht EEG, falls die Module das noch hergeben. Ok, das wolltest du nicht hören, ich vergesse es gleich wieder.
    Meine ersten Gedanken:
    Laß das Flachdach zumindest erst mal weg (oder mach EEG ;) ). Im Winter bringt dir das nichts und im Sommer wirst du meistens genug Strom haben. Wenn du eine Südfassade hast, wären die Module da wahrscheinlich besser aufgehoben.
    Mit 2 PIPs (zu 5kW? ) kannst du Staubsauger, Waschmaschine, ... im Sommer leicht auf die Insel legen.
    Heizstabsteuerung würde ich über den Batteriemonitor machen, denke da sagt pezi was dazu, da kennt er sich aus.
    Die Werkstatt willst du aber nicht rein direktelektrisch heizen? Bzw. nutze die Geräte mehr, dann wird es von selbst warm und dur brauchst eien Klimaanlage 8) Im Ernst, das wäre vermutlich sowieso geschickt, wenn du sie nicht an die Heizung anschließen willst oder kannst, Entfeuchtung gibt es da als kostenloses Extra.

  • Hallo, nur mal so als Anregung zur Batterie, 10kWp das wären rechnerisch 208A Ladestrom bei einem 48V System. Ich weiß schon das kommt eigentlich nie, aber rechnen wir mit 150A, wenn man von C5 ausgeht sollte es mindestens eine 48V/750Ah sein, das wäre dann 36kWh davon bei 50% 18kWh nutzbar, würde so zum Tagesverbrauch passen.
    Zur einphasigen Einspeisung mit 2Stk. 5kW Pip sollte man auch bedenken dass das dann 43A Dauerstrom und weit mehr Spitzenstrom am Nullleiter sind.
    Grüße Toni.

  • Noch als Ergänzung, der Umstand recht hoher Jahresstromverbrauch ... vermutlich für heutige Verhältnisse zu groß "alte Sole WP" ... Investitionsbedarf im Bereich Überschussverbrauch (70% Vernichtung), Steuerung, Heizstäbe ... abenteuerliche Größe beim Puffer ... Wärmebedarf das ganze Jahr über im Keller ... würde gut zu einer neuen und passenden WP am HH Strom passen.


    Die moderne WP senkt den Strombedarf der WP insgesamt, die GG für den WP Zähler entfällt, WW und WP Heizung profitiert im Sommer sowohl von höherer Außentemperatur als auch von günstigem PV Strom.


    Wie gut ist das Haus gedämmt und welche Fläche wird beheizt?
    Hast Du Anhaltspunkte welche JAZ die alte WP schafft?

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
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  • seppelpeter
    Wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen andere wären, würde ich ja gerne Überschüsse Einspeisen.


    Der Speicher wird im Sommer doch nicht leer rumstehen, sondern eher voll.
    Die Heizung für die Werjkstatt läuft ja auch im Sommer.
    Mir ist das durchaus bewusst das im Sommer Überschüsse anfallen, aber diese in ein sowiso schon "übervolles Netz" einzuspeisen ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss.
    Ja, ich kann auch sagen mir doch egal, das Netz soll das auch noch aufnehmen.


    Also du würdest zu der funktionierenden Wärmepumpe noch eine dazustellen.
    Solche Pümpchen kosten so ab 2000 Euro, hab ich schon durchexerziert, bei meinen jährlichen Kosten fürs Warmwasser brauch ich fast 20 Jahre um auf null zu kommen. Das Haus lässt sich mit so einem Gerät auch nicht heizen.
    Das Stichwort wäre eine leistungsgeregelte Inverter-Wärmepumpe die auch mit niedrigerer Leistung aber dafür länger betrieben werden kann. Solange die jetzige noch funktioniert macht ein Austausch für mich keinen Sinn.
    Apropo JAZ, die Pumpe die ich habe gibt es mit fast den identischen Leistungsdaten immer noch.
    Ob die so schlecht ist.


    Gibs zu, du arbeitest bei einem Wärmepumpenhersteller der solche Pumpen herstellt. :wink: :mrgreen::mrgreen:


    alterego
    hab schon lange nichts mehr geschrieben aber immer wieder mitgelesen.
    EEG Anlage mit 10Kwp hab ich ja schon eine, die läuft auch gut und bringt satte Erträge.
    Eine weitere EEG wird kompliziert mit den Zählerplätzen.
    Als Schwabe tue ich mir damit sehr schwer, wenn ich von meinem selbst erzeugten und verbrauchten Strom Steuern und Abgaben zahlen soll.


    Heizstabsteuerung mit Batteriemonitor ???
    Da muss ich mich einlesen, da hab ich wohl was verpasst.


    Die Werkstatt wird über die Wärmepumpe und Heizkörper beheizt.
    Stromüberschuss soll dann über die Heizpatrone den Brauchwasserboiler mit rund 400l erhitzen, wenn der voll ist geht der rest in den 850l Pufferspeicher .
    Die Heizkörper in der Werkstatt werden aus dem Pufferspeicher bedient genauso wie die Fussbodenheizung und Heizkörper des Hauses auch.


    Südfassade mit Photovoltaik, hatte ich auch schon überlegt.
    AAABER:
    1. Schlafe ungern, noch dazu allein, auf dem Sofa.
    2. Werde ich hier eh schon wegen meiner Module auf dem Dach als "Scheiss Grüner" bezeichnet, ich will es nicht übertreiben, die lassen mich sonst nicht mehr ins Dorf. :mrgreen::mrgreen:

    Geht nicht, gibt's nicht und was nicht passt, wird passend gemacht !

  • Deine vorhandenen Anlage ist Volleinspeiser und "alt"?
    Sollte es mit den Zählerplätzen nicht passen neben den vorhandenen einen kleinen schmalen Zählerschrank daneben hängen und gut ist es. :wink:


    Über Sinn und Unsinn der unentgeltlichen Wertabgabe müssen wir hier nicht diskutieren.
    Das isso. :mrgreen:
    Die 5 Jahre USt bringen aber keinen um. :wink:


    Wenn Du mit Strom von der PV heizen wirst, dann wird der Speicher von Oktober bis März (das ist bei mir Winter) leer rum stehen. Eben weil die Heizung im Sommer laufen soll und die alte WP nicht an PV Strom geht (warum eigentlich nicht?) würde ich das entweder ändern oder die alte WP gegen eine mit etwas weniger Leistung ersetzen. Welche Fläche wird beheizt? Mit welcher WP Leistung?


    Ich würde die alte WP raus schmeißen, eine passende, kleinere WP mit inverter Technik kaufen und Überschüsse im Sommer einspeisen. Die neue WP kann dann sowohl WW als auch Heizung ganzjährig mit PV Strom bedienen bzw. zumindest teilweise Netzstrom ersetzen ... ohne dumme Heizstäbe.


    Bau jetzt eine Insel und nächstes Jahr geht die alte WP hops ... nein, ich arbeite bei keinem WP Hersteller, habe mich heute kurz bei Nibe in die Sole WPs eingelesen ... bei uns werkelt eine Gastherme und Austausch gegen WP ist schwierig.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Toni1965
    danke, für deine Berechnung.
    Mehr als 8 kwp würde die Anlage aufgrund der unterschiedlichen Dachneigung und der Verschattungssituation, schätze ich mal, eh nicht bringen.
    Besser ich belasse es bei den 8kwp die ich jetzt an Modulen habe.
    Öha, habe gerade mal die Preise für die Bleiklötze nachgeschaut :shock::shock::shock: ich glaub die Batterie mit 48V/750 Ah muss reichen.
    Für so ein bisschen Batterie so einen haufen Geld zu verlangen ???



    seppelpeter
    du findest das ist ein hoher Jahresstromverbrauch für meine Wärmepume, so zwischen 3500 und 4000 kwh ?
    Das sind rund 280 m² beheizte Fläche 45 m² davon sind ungedämmt, der Rest ist sehr gut gedämmt. (Ziegelbauweise)
    Jetzt rechnest du davon noch die Brauchwassererzeugung für die Familie weg.
    Wir hatten hier am Fusse der schwäbischen Alb auf 540 ü.NN im Winter manchmal Kälteeinbrüche mit mehr als -20° über einen Zeitraum von mehr als 2 Wochen.
    Bei den Sperrzeiten des EVU ist die Puffergröße, das kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen, überhaupt nicht überdimensioniert.
    Außerdem ist ein Stückholzofen mit dementsprechender Größe vorgesehen, dafür ist der Pufferspeicher gerade mal so ausreichend.
    Abenteuerlich ist an der Bemessung, so finde ich, eher nichts.
    Der Rest des Hauses wurde, wo sinnvoll/möglich, Energiemässig optimiert, es laufen 2 Rechner 24/7 dazu kommen 2 Rechner für Home Office tagsüber. Die Jugendlichen/Kids haben in ihren Zimmern Computer, Spielkonsolen etc.
    Ja und ich betreibe zeitweise, nach der Ernte in meinem Garten, 2 Gefrier-truhen/-Schränke.
    Auch läuft bei meinen Damen die Waschmaschine öfter als in einem Singlehaushalt.
    Ja und bei den Mädels wird gebadet und geduscht was der Boiler hergibt, ist halt so. :roll:


    Vielleicht kannst du mir die JAZ ausrechnen und eine Wärmepumpe vorschlagen die für meine Bedürfnisse als nächstes passen würde. :danke: Mir ist die JAZ wurscht, solange ich die Bude zu einem angemessenen Preis warm bekomme !
    Warum die alte Wärmepumpe an Phtovoltaik nicht geht, dreiphasig 28 Ampere Anlaufstrom! Das ist die vorsichtige Schätzung von Tecalor für die TTF10.
    Mann Ich bin Schwabe ! :mrgreen::mrgreen::mrgreen:
    Das bringe ich nicht fertig etwas funktionierendes auszutauschen.
    Die KIste wird ausgetauscht sobald sie die Flügel streckt.


    Grüße Schwellenzähler

    Geht nicht, gibt's nicht und was nicht passt, wird passend gemacht !

  • Eine einfache nicht 100% optimal Überschußsteuerung ist je nach verwendetem Gerät relativ einfach. Bei meinen Studerkomponenten würde ich einfach ein Hilfskontakt so programmieren, dass es schaltet, wenn die Batterie Ihre Absorbtionsphase durchlaufen hat und auf Schwebeladung umschaltet. Dazu noch eine Zeiteinschränkung von 12-18 Uhr fertig. Mit Studer geht das, ob man das bei einem PIP auch kann weis ich allerdings nicht...

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, BSP, Staplerbatterie 775 AH 48V, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    PoorMan'sTesla=PMT=Renault Fluence und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter...

  • Zitat von Schwellenzähler


    Öha, habe gerade mal die Preise für die Bleiklötze nachgeschaut :shock::shock::shock: ich glaub die Batterie mit 48V/750 Ah muss reichen.


    Ich sagte doch, mach EEG (außer, die Module wurden wegen defekts aus eienr EEG-Anlage getauscht, dann geht das nicht mehr). Das mit den Steuern wird völlig überschätzt, aber
    seppelpeter: er hat ja noch eien andere ANlage, ist also schon Unternemer, da ist das mit den 5 Jahren nicht so einfach, findet sich aber auch ein Weg


    und von wegen

    Zitat

    Ökospinner


    ob das EEG ist oder nicht, sehen die Nahcbarn ja nicht, und sind die Grünen nicht stärkste Partei im Landtag, solltet ihr also schon in der Mehrheit sein ;)