Sind Zweitarif-Stromverträge nicht old school

  • Da sitzt man mit seinem Kaffee am Morgen da und liest so durch das Forum.
    Plötzlich kommt einem hier so der GEdanke, dass ja immer wieder (vor allem außerhalb des Winters) gemeldet wird, dass eigentlich tagsüber Zuviel Strom erzeugt wird. Müßten da nicht auch die Zeistromtarife umgedreht werden?
    Ich kenne es eigentlich nur so, dass der Nachttarif günstiger ist, als tagsüber...
    Klar, Nachts hat man vermutlich deutlich weniger Schwankungen und Mann muss die Grundlast-Kraftwerke auslasten, aber sollte nicht eigentlich der Tagstrom aufgrund der höheren Verfügbarkeit günstiger sein?
    Wie seht ihr das?


    Stefan

  • Deshalb sollen wir ja mit Smartmetern zwangsbeglückt werden, damit man nicht nur starr nach Uhrzeiten den Tarif einstellen kann. Die Nebenwirkungen sind halt, wie bei jeder Medizin, nicht zu verachten.
    Tagsüber ist ja die Netzbelastung so schon hoch. Da über den Preis zusätzliche Anreize schaffen, macht höchstens lokal Sinn, wo man viel Einspeisung in die Niederspanung hat. Sonst erhöht man die Netzlast ja weiter und das auf Kosten der Nachtstunden, wenn man keinen zusätzlichen Verbrauch generiert.
    Derzeit ist der Strom an der Börse typisch um Sonnenauf- und -untergang am teuersten. Wenn er da erheblich teurer wäre, könnte jeder für sich auch mit kleinen Speichern da was machen (ohne seine Gewohnheiten zu ändern, was ja auch so geht - aber, wenn fast alle Kinder um 8 in der Schule sein müssen, stehen halt die meisten Familien 1-2 Stunden vorher auf usw.)