Hausverkauf mit PV-Anlage, Notar besteht auf Beurkundung

  • Hallo zusammen,


    wir haben morgen einen Notartermin um unser Haus mit Photovoltaikanlage zu verkaufen. Die PV-Anlage wurde nachträglich auf das bestehende Dach montiert, ist also nicht dachintegriert.


    Nun besteht der Notar darauf, die Photovoltaikanlage auch in den notariellen Kaufvertrag aufzunehmen, obwohl wir als Verkäufer und der Käufer dies beide nicht wollen (wir würden einen eigenen Kaufvertrag ohne Notar erstellen).
    Der Notar sagt aber, die PV-Anlage muss unbedingt mit beurkundet werden, dies wäre so zwingend vorgeschrieben.


    Überall im Internet lese ich aber, dass dies nicht sein muss.


    Kann mir irgendjemand bitte einen Nachweis liefern, warum eine PV-Anlage nicht im Notarvertrag mit aufgenommen werden muss? Damit ich dem Notar morgen etwas entgegenzusetzen habe.


    Vielen Dank für eure Hilfe.


    Grüße


    Sascha


    P.S.: Wir können leider den Notar nun nicht mehr wechseln und bis gestern wurde gesagt, es wäre keine Problem die PV nicht mit aufzunehmen.

  • Nun, da es bewegliches wirtschaftsgut ist regelt das unter der hand!
    Der notar will hier nur kassieren!

    31,74kw Solarwatt M230-96 GET (235w) 12/2009 2x10000TL, 1x11000TL SMA
    40,42kw Solarwatt M220-60 GET (235w) 06/2010 2x11000TL, 1x10000TL, 2x3000TL SMA

  • Nee nee.. so einfach ist es nicht.
    "Bewegliches Wirtschaftsgut"..... stimmt. Das ist aber eine Begrifflichkeit aus dem Steuerrecht.
    Wir tanzen hier im Zivilrecht.
    Die Zivilrechtler diskutieren tatsächlich darum, ob eine PV ein Grundstücksbestandteil ist, oder nur eine Sache, die zum vorübergehenden Zweck mit dem Grund und Boden verbunden ist.
    Da gibt es durchaus Angehörige beider Lager.


    Da hilft dann nur ein anderer Notar. Völlig unmöglich, dass der Notar gegen seine eigene Überzeugung beurkundet.


    Wo ich auch ein Problem sehe:
    Die Klausel "Es bestehen keine vertraglichen Nebenabreden"... funktioniert natürlich auch nicht.
    Nun ist aber auch nix dämlicher, als den Notar die Unwahrheit beurkunden zu lassen. Das kann böse ausgehen.
    Ergo wird der Notar wohl beurkunden müssen, dass es vertragliche Nebenabreden gibt.


    (Wie das gebührentechnisch zu sehen ist... weiß ich nicht. Nach meinem Verständnis müsste der Wert der Nebenabrede jedoch in den Geschäftswert (oder woran immer die das Honorar festmachen) eingerechnet werden.
    (Nur meine Meinung. Selbst nachfragen. Sprechenden Menschen kann man helfen.)

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Also ist die Lage doch nicht so eindeutig, wie es bei meiner Recherche im Internet den Eindruck gemacht hat.
    Im Internet steht eigentlich auf allen Seiten, dass die PV nicht in den Notarvertrag muss.


    @ christian90
    Es wäre schön wenn man die Aussage auch mit irgendwas belegen könnte.

  • Frage: warum wollt ihr beide das NICHT in den Vertrag aufnehmen ?


    Wenn ich ein Haus verkaufe, macht es doch Sinn, den ganzen Summs mit einem Schlag zu übereignen.....


    Da hilft doch der Notarvertrag....

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Belegen kann ichs jetzt ad hoc nicht.


    Ich würde als käufer auch was dagegen haben, wegen den gebühren. Zudem zahlst du dann auch noch grunderwerb drauf, wie doof ist das denn??


    Eine pv anlage kann man auch so verkaufen, wo sollte das problem sein?

    31,74kw Solarwatt M230-96 GET (235w) 12/2009 2x10000TL, 1x11000TL SMA
    40,42kw Solarwatt M220-60 GET (235w) 06/2010 2x11000TL, 1x10000TL, 2x3000TL SMA

  • Wenn die PV im Notarvertrag einzeln aufgeführt wird, ist dafür keine Grunderwerbsteuer fällig.


    Aber für den Kaufpreis der PV wird auf jeden Fall für den Verkäufer die Provision des Maklers und für den Käufer auch die Provision des Maklers und noch die Notargebühren fällig.


    Und diese Kosten wollen wir uns beide sparen aber wie gesagt, der Notar weigert sich, die PV aus dem Notarvertrag zu nehmen, weil er behauptet, die PV MUSS beurkundet werden wenn diese mit verkauft wird.

  • Die PV-Anlage kann doch auch später verkauft werden...
    In zwei Wochen oder nach Kaufpreiszahlung für das Haus.
    Dann ist das für alle ein eigenständiges Geschäft ;)

  • Oder zum heutigen Tage 9.3.2016 noch die PV-Anlage verkaufen, dann ist diese außen vor.

    WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
    ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
    Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest

  • der Notar muss nur feststellen, das die auf dem Objekt befindlich PV Anlage nicht Gegenstand der Beurkundung ist.



    Roadster 2.5 Model S P85+ Signature Red

    Tesla P85+ seit 8/13 >471.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. Seit 12/19 fährt Frau Tesla M3 AWD. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Es sind noch 4x320W hinzugekommen = 1280W d.h. Gesamt PV-Leistung nun 29,329kWp. Seit 1.11.20 werden die eAutos gesteuert per E3DC-Control und Teslatar zum Börsenpreis von aWATTar geladen.