Keinerlei Vergütungsrecht für Anlagen ohne EEG

  • Moin,


    das find ich vom Grundsatz her in Ordnung, da hier jeder PV Betreiber explizit vom VNB angeschrieben wurde. Wer dieses Schreiben entsorgt hat, ohne entsprechende Maßnahmen zu treffen, ist wirklich selber schuld.
    Traurig genug, dass sich hier noch RA dazu hergeben, die Schuld bei Anderen zu suchen :oops:


    Gruß
    MBiker_Surfer

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    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Das ist es eben. Mit der PV-Anlage wird man zum selbständigen Unternehmer. Wie die beiden Worte selbständig und Unternehmer es schon sagen, muss man selbst und ständig etwas unternehmen. Der Welpenschutz als dummer unmündiger Verbraucher zieht nicht. :D

  • Irgendwie verstehe ich eure Abregelungslogik nicht so ganz. Da wird einerseits gefordert, dass (Zitat):
    "Reduzierung der Einspeiseleistung bei Netzüberlastung"
    und anderseits die Vergütung gestrichen für eingespeisten Strom.
    Was zum Teufel hat denn die gefürchtete Netzüberlastung mit der Einspeisevergütung zu tun?
    Das liest sich etwa so wie wenn nur Autofahrer mit nicht angezogener Handbremse eine Parkbusse kriegten. :roll:
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Zitat von einstein0

    Irgendwie verstehe ich eure Abregelungslogik nicht so ganz. Da wird einerseits gefordert, dass (Zitat):
    "Reduzierung der Einspeiseleistung bei Netzüberlastung"
    und anderseits die Vergütung gestrichen für eingespeisten Strom.
    Was zum Teufel hat denn die gefürchtete Netzüberlastung mit der Einspeisevergütung zu tun?
    Das liest sich etwa so wie wenn nur Autofahrer mit nicht angezogener Handbremse eine Parkbusse kriegten. :roll:
    einstein0


    es muß nicht ein jeder alles das hier hin schreiben was er nicht versteht
    Man könnte in so einem Fall auch auf Dieter Nuhr verweisen

  • Ich finde es schon frech von dem Betreiber, seine Anlage entgegen den Vorgaben des EEG in Betrieb zu nehmen und dafür auch noch kassieren zu wollen. Ich fahre doch auch nicht mit einem Auto, dass durch nicht zugelassene Anbauteile seine Straßenzulassung verliert. Und wenn, dann muss ich mit den Konsequenzen leben, sollte ich erwischt werden.

    7,71 kWp mit 38 x Hyundai HiS-M203SF an SB5000-TL (2x14) & SB2100-TL (1x10), DN:49°, -30° SSO, Inbetriebnahme: 31.08.2010,
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  • Bedeutet das auch schlechte Aussichten für die Zeit nach dem EEG? Wer etwas will, muß sich also zwingend einen Direktvermarkter suchen?
    Was Einstein schreibt hat schon eine gewisse Logik, cih halte mich nicht an die Regeln und bezhalt wird das ganz am Ende über die EEG-Umlage, wenn der VNB dadurch wo anders eingreifen muß.

  • Der Artikel gibt ja nicht allzuviele Informationen über den genauen Sachverhalt, von daher habe ich mir mal das Urteil angesehen (VIII ZR 304/14). Es handelte sich um eine 172,8 kWp Anlage und es ging um einen Streitwert von 23.316 Euro. Klar ist auf jeden FAll, dass seit dem 12.September 2012 eigespeist wurde und am 19.November vom VNB bemängelt wurde, dass kein Funkrundsteuerempfänger installiert sei. Aus dem Urteil geht nicht hervor, ob Betreiber oder der Anlagenbauer dafür verantwortlich gewesen wäre, der VNB auf jeden Fall nicht. Soweit scheint die Angelegenheit eigentlich klar zu sein und das Urteil berechtigt.


    Allerdings könnte man das Gesetz selbst in Frage stellen.


    Es soll ja verhindert werden, dass durch nicht regelbare Einspeisung in größerem Umfang die Versorgungssicherheit gefährdet wird. Wenn also der VNB prüft, ob alle Anschlussbedingungen erfüllt sind, hierbei feststellt, dass dem nicht so ist, dann darf die Anlage auch nicht angeschlossen werden; das hätte dann auch den Effekt, dass der Betreiber schnell dafür sorgt, dass die Mängel behoben werden. Die Anlage wurde aber angeschlossen und speiste ein und das mit Wissen (und zumindest stillschweigendem Einvernehmen) des VNB. Also sah dieser die Sicherheit des Netzes nicht gefährdet, nahm den Strom dankend an und zahlte nichts dafür, weil das Gesetz es ihm verbietet (Gesetze sind ja manchmal auch praktisch).


    Die Frage ist also einerseits, ob die 'Bestrafung' verhältnismäßig zur Gesetzesübertretung war und das sehe ich nicht als gegeben. Zudem dürfte es auch nicht verfassungskonform sein, wenn eine Geldbuße per Gesetz einem Unternehmen zugewiesen wird. Also zwei gute Gründe für den Betroffenen sich zu überlegen, ob er versuchen sollte, noch mal das höchste deutsche Gericht zu bemühen.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • jdhenning:


    Sehr viel Spekulation. Fakt ist doch, dass der RSE fehlte. Und bei der Anlagengröße muß ja eine Netzverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden. Und spätestens da muß ein RSE auftauchen bzw. in der Zusage des VNB.
    Es ist schon komisch, warum nachher immer die 'Andern' schuld sein sollen :idea:


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Zitat von jdhenning

    Wenn also der VNB prüft, ob alle Anschlussbedingungen erfüllt sind, hierbei feststellt, dass dem nicht so ist, dann darf die Anlage auch nicht angeschlossen werden;


    Muss man hier nicht den Konjunktiv wählen? "...dann hätte die Anlage auch nicht angeschlossen werden dürfen ..."


    Aber, ist es die Aufgabe des bestellten Elektrikers (ich meine den, der im Auftrga des VNB unterwegs ist) bei der Installation darauf zu achten, ob die Anlage dem EEG entspricht? Ich denke, der Elektriker hat sich an irgendwelche VDE´s, TAB´s und dergleichen zu halten, aber nicht, ob die Anlage EEG-konform ist. Das ist m.E. doch Sache des Betreibers und der hat dafür seinen Solarteur bzw. dessen Elektriker.


    Jedenfalls ein interessanter Einwand. 8)

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