Inselanlage aufbauen - aber wie geht´s optimal + günstig ?

  • Hallo ihr lieben Fachleute, Experten und Diplom-Bastler !


    Nach längerem Einlesen in die Materie habe ich mich nun hier angemeldet, um mal ein paar direkte Tips, Meinungen und Anregungen zu meiner Planung zu bekommen bevor sie kurzfristig umgesetzt wird. Damit mir keine unnötig großen Fehler unterlaufen frage ich lieber erst mal Spezialisten - denn die zwangsläufigen Anfänger-Mißgeschicke müssen sich nicht alle bei meiner BAUSELLE ereignen !


    Folgende Situation:
    Ich habe vom guten Freund hier 15 Solarmodule von Schüco - Typ 1/4 , MPE , BL01
    ( ca. 8-9 Jahre alt (mit guter gemesserer Leistung in der Gesamtanlage vor der Verkleinerung wg. Umbau )
    Voc 143,90V / Isc 1,41 A / Pmax 135,04 W
    Vmp 113,48V / Imp 1,19 A Max. Sys.-Volt =1000 V
    (1x Diehl Platinum 4600S wäre verfügbar - aber wohl nur z. Einspeisung ? - ODER.....geht da was mit Batterien ??


    Dazu kann ich eine Staplerbatterie mit 24V/ 800 AH oder 24V/360AH einsetzen ( somit geht 12 / 24 / 48 Volt-Speicher )


    Ich möchte 10-12 dieser Dünnschicht-Solarmodule als Lern-Objekt NUR als INSELANLAGE nutzen und die 100 Volt nicht noch erhöhen ( keine 500 o.1000 V als Bastel / Brutzelanlage !! ), weil a) älter+gebraucht, b) 1.Versuch mit PV, c) eine NEUE Solar-Anlage mit ca. 2-3 KW soll installiert werden, wenn das Wohnhaus-Dach wieder "25 Jahre Garantie" hat.


    Dazu kommt noch eine therm.Solaranlage mit ca. 8 m² (steht mit allem Zubehör, und wartet auf die Montage) Längerfristig soll der vorhandene 1-Zylinder-Wasserverdampfer (Diesel) an einem Generator seine Ausdauer beweisen und heißes Wasser in die noch im Bau befindliche Heizung einspeisen.


    Um für die Solar-Geschichte selber ein Gefühl zu bekommen, möchte ich die alten Module mit möglichst geringem Kostenaufwand (d-i-y) angehen. So 10-12 Platten ( restl 3 oder 5 Module mal sehen ) könnte ich auf das Nebengebäude mit S-SW montieren - leichter Schatten ab 19.oo Uhr Welche Investition ist für diese Alt-Anlage überhaupt rechnerisch noch sinnvoll - VOR ALLEM welchen WR/LR nimmt man bei den 143/113 Volt - 1 oder mehrere ??? Wäre das Teil mit Nr. 390640112534 bei Ebay eine Variante ?


    Wenn der "Saft" dann erst mal in der Batterie angelangt ist, gibt´s genug sinnvolle Varianten, ihn selbst zu verbrauchen, da jeden Tag so locker mal 15 Einheiten lautlos über den EVU-Zähler huschen - Tendenz steigend.


    Um hilfreiche und leichtverständliche Lehrgeld-Verkürzungsmöglichkeiten wird herzlichst gebeten ! Fach-chinesisch hoffe ich mal in den nächsten Jahren im akzeptabelem Rahmen erfassen und verstehen zu können - somit BITTE damit noch etwas warten.


    Dafür sag ich schon mal allen Ratgebern herzlichst: http://www.photovoltaikforum.c…es/smilies/icon_danke.gif

  • Hallo und Willkommen im Forum.



    Leerlaufspannung bei 144 Volt oh je das wird teuer. Ein Grund warum niemand Dünnschichtmodule haben will, mal abgesehen von den Schadstoffen.
    Als Regler fällt mir spontan, der bis 200 Volt unterstützt, nur der ein:


    http://www.ebay.de/itm/Midnite…ce8eb6:g:4SMAAOxyGwNTB6LK


    oder bis 250 Volt


    http://www.ebay.de/itm/Midnite…1a13b3:g:4SMAAOxyGwNTB6LK


    Die Module sind wirklich von der Spannungslage das schlechteste für eine Inselanwendung oder man bindet sie über AC Coupling mit ein.


    Welchen Enrgiebedarf möchtest du denn damit abdecken? Oder geht es einfach nur darum aus den Komponenten was zu machen?



    MfG

  • Ich gebe Backo völlig recht. Mit den Panelen wirst du, was die Kosten angeht, nicht glücklich. Du musst für den Extremfall einplanen, dass da rund 200 Volt möglich sein könnten (Winter, klirrender Frost und die Sonne kommt hinter einer Wolke raus). Die Laderegler, die damit umgehen können, sind keine Massenware, also teuer. ALso je nach vermutetem Verbrauch die Batteriespannung auswählen (bei kleinem Haushalt reichen 24V) und dazu passende Panele kaufen. Für 12V-Systeme sollten die Panele rund 18Voc liefern und bei 24V-Systemen halt das doppelte; dann kann man preiswerte PWM-Laderegler verwenden. Wenn die Spannungen deutlich abweichen, dann muss man deutlich teurere MPPT-Regler nehmen. Falls du selber basteln willst, solltest du auch bedenken, dass Gleichspannungen über 120V potentiell tödlich sind.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Hallo,
    Danke erst einmal für die schnellen Rückmeldungen !


    Und, ja, Backo, es geht darum, das mir die Teile einfach zu schade sind.. Platz hab ich dafür, und es muß doch einen machbaren / rechenbaren Weg geben RELATIV günstig - bzw. zumindest im vertretbaren Rahmen - den produzierbaren Strom in eine Batterie zu bekommen.


    Welche Jahresleistung wäre überhaupt bei diesen wohl nicht so verbreiteten Modulen real wirklich machbar vom Wert / Alter / Verschleiß usw. ? Durch gute Zugriffsmöglichkeiten bei St.-B. könnte ich mir auch ggf. vorstellen, die Kapazität mit nicht mehr so optimale Batterien so hoch zu fahren, das ich 1:1 drauf gehen könnte. Vieles der teuren Technik sollte dann doch entfallen -
    oder gänzlicher DENKFEHLER ? Von machbaren 80V / ca.500 AH auf etwas über 100V ist es ja nicht ganz so weit ? Lohnt sich hier ggf. ein theoretisches weiterdenken ?


    LG

  • Hmm, sind das EEG Module welche noch Vergütung haben? Sprich die sind aus nem Rückbauen wg Dachveränderung und nicht aus Repowering? Dann klebt die Vergütung am Modul. Sprich Du kannst für die Restlaufzeit Vergütung bekommen. Evtl könntest Du dann montieren, Anmelden, Minderetrag feststellen und im Zuge der Sanierung dann Repowering machen. Also dann gegen kristalline tauschen.
    Ob Sich das allerdings lohnt? Du brauchst ja auch nen WR, der Dünnschicht handeln kann. Der Diehl WR kommt aus der Anlage?


    Jan


    Mit freundlicher Unterstützung der Autokorrektur meines schnurlosen Telephons zur automatisch initiierten Verwirrung durch Wortverwurstung.

  • Nein, die Spannung von Dünnschichtmodulen war meine unbedeutendste Kritik, im Gegenteil ganz praktisch.
    Aber da du mit PV und Batterien allein noch nichts anfangen kannst, würde ich dir einen Infini-Hybrid-WR empfehlen.
    Mit dem kannst du alles machen und die Kosten halten sich im Rahmen.
    Leute kommt endlich von den langweiligen Ladereglern weg! :idea:
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Also nimmt man erst einmal die wohl schon vorhandenen Komponenten als Grundlage, ginge wohl nur eine sog. AC-gekoppelte Anlage mit dem Diehl WR und zusätzlich einem Insel-Wechselrichter wie Studer/Steca, der sowohl das Insel-Netz als auch das Batterie-Management zur Verfügung stellt. Mit Schutzkleinspannnung ist es dann aber Essig, da der Diehl mind. 320 V benötigt (so Du mit der AC-Spannung nicht auf 220 V anstelle der üblichen 230 V hinunter gehst.


    Ciao


    Retrerni