Entwurf zur EEG-Novelle: Weniger Freiheit, geringere Ausbauz

  • Entwurf zur EEG-Novelle: Weniger Freiheit, geringere Ausbauziele


    Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Entwurf für die nächste Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) fertiggestellt. Das Bundeskabinett befasst sich nun damit und wird wohl bald den Referentenentwurf verabschieden. Für die Photovoltaik sind die Änderungen überschaubar. Keine einzige davon setzt neue Anreize für Investitionen. Im Gegenteil: Künftig sollen nur noch maximal 2.500 Megawatt pro Jahr errichtet werden. Das Magazin des Photovoltaikforums gibt einen Überblick über die Neuerungen.

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  • Wir bedanken uns bei den Flachpfeiffen in Berlin die aus der Bürgerenergiewende eine Konzernenergiewende machen. Wenn man das überhaupt noch Wende nennen kann.
    Hermann Scheer würde ich im grabe umdrehen, wenn er sieht was die große Koalition mit tatkräftiger Unterstützung der SPD da fabriziert.


    Elektron: Der Link funktioniert nicht...

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    „Wenn Weitblick ortsgebunden ist, kann es mit den Visionen auch nicht so weit her sein.“


  • Einiges, was sich angeblich geändert hat, steht genauso schon im EEG2014, vielleicht nochmal überarbeiten.
    Z.B. der Inbetriebnahmebegriff, die Pflicht bei Einspeisevergütung alles einzuspeisen (da knabbert z.B. Senec mit dem Econamic Grid dran)
    Für mich steht ganz klar drin, daß alle unter 100kW Einspeisevergütung in Anspruch nehmen können und alle, die nicht an Ausschreibungen teilnehmen müssen (die bekommen auch jetzt schon nur 20 Jahre), bekommen weiter 20 Jahre plus Inbetriebnahmejahr (aber jetzt anders formuliert, 20 Jahre plus die Zeit bis zum 31.12. des 20. Jahres)


    Was ich seltsam finde, ist, daß der Abstand zwischen Einspeisevergütung und anzulegendem Wert wieder auf 0,4ct/kWh angehoben wird. Die "komische" Berechnungsmethode im EEG2014 wonach der Abstand mit der Absenkung sinkt, war wohl doch ein Versehen. Führt aber dazu, daß die Einspeisevergütung mit Inkrafttreten minimal sinkt.

  • Zitat

    Wer weder die Marktprämie noch die Einspeisevergütung in Anspruch nimmt und den Strom entweder selbst verbraucht oder an Dritte liefert, ohne die Marktprämie zu beziehen, unterliegt trotzdem allen Pflichten des EEGs. Insbesondere betrifft das die Installation zur ferngesteuerten Leistungsreduzierung der Anlage und die Bekanntgabe, auf welche Art Strom veräußert wird. Wer dies versäumt zu tun, soll künftig bestraft werden:


    So ein ganz klein wenig Überwachsungsstaat tut uns allen ganz gut! Zählt ein Wohnwagen mit PV auf einem festen Stellplatz auch dazu?


    Wie möchte man in Summe bei den Änderungen (Ausschreibung, Direktvermarktung, EV + Polizeistaat ) überhaupt auf 2.500 MWp kommen? Möchte man das überhaupt? .

    Zitat

    Bis 2025 soll der Anteil von Ökostrom am Verbrauch auf 40 bis 45 Prozent steigen


    Ich lese steigen, ich meine, das ist ja noch nicht mal mehr kriechen. Onshore ist dann auch bald noch mehr tot als PV, denn wer kann da in Vorleistung gehen, wenn er hinterher 'guter vierter' wird? Offshore hat man ja schon länger vorsorglich so gestaltet, das nach dem großen Gemauschel und dem Fressen , alle anderen über Bord gehen.


    Paris hat nie stattgefunden für unser BWM, mit dem D&D an der Spitze!

  • Ich würde mir auch wünschen wenn es aufwärts für die Branche ginge, aber wir sollten doch nun mal aufhören uns ständig zu beklagen sondern Lösungen ausarbeiten! Wenn selbst "WIR" nicht mehr dran glauben, wer soll es dann?

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


    elektrisch Mobil - TESLA Model S85 2013 bis 2017, seit Juni 2017 MX100D. - Tesla Roadster 2.5 seit Juni 2011 - BMW i3 seit Dezember 2013 - Renault ZOE seit September 2014

  • Zitat von open source energy

    Ich würde mir auch wünschen wenn es aufwärts für die Branche ginge, aber wir sollten doch nun mal aufhören uns ständig zu beklagen sondern Lösungen ausarbeiten! Wenn selbst "WIR" nicht mehr dran glauben, wer soll es dann?


    Sollte es "uns" bzw. der Photovoltaikbranche gelingen, "Lösungen" auszuarbeiten bzw. Nischen zu finden und somit einen stärkeren Zubau zu erreichen, dann wird dieser Mehrzubau allerdings beim Ausschreibungsvolumen der Windkraft (onshore) wieder abgezogen. Das ist das perfide am EEG 2016: die Erneuerbaren werden per mathematischer Formel gegeneinander ausgespielt. Und am Ende wird alles wieder ausgeglichen bzw. bei der Windkraft abgezogen, sodass der Deckel bei 45% in keinem Fall überschritten werden kann. Wie soll man innerhalb eines solchen Rahmens Lösungen ausarbeiten? Das geht nicht! Da hilft kein Schönreden oder Gesundbeten.


    Beste Grüße,
    Theoden

  • Ja, auch "WIR" müssen irgendwann mal das laufen lernen! Es kann ja nicht bis zu 100% mit Invest and Forget weitergehen!


    Sicher sind das keine MEGA Nachrichten aber nochmals, es sollte nicht alles immer so dramatisch gesehen werden!

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


    elektrisch Mobil - TESLA Model S85 2013 bis 2017, seit Juni 2017 MX100D. - Tesla Roadster 2.5 seit Juni 2011 - BMW i3 seit Dezember 2013 - Renault ZOE seit September 2014

  • Es ist dennoch kläglich das Ziel (45%) nun als Obergrenze zu definieren, nur weil man merkt dass es schneller gehen könnte und man so tut als hätte es Paris nicht gegeben.

    4,08kwp Solarworld ::: Piko3.6

  • Zitat

    Jedes Photovoltaikmodul ist eine Anlage


    Im EEG 2014 waren zunächst die Inbetriebnahme und die installierte Leistung einer Anlage konkret niedergeschrieben worden. Nun geht es weiter mit dem Begriff der „Anlage“: Jedes einzelne Photovoltaikmodul ist ein Anlage, heißt es im Gesetzentwurf. Auch Batteriespeichersysteme, die grünen Strom speichern, zählen zu den Anlagen im Sinne des EEG.


    Das sind schon allein 2 Knebel die zum Nachdenken anregen müssen.


    1. Jedes Modul ist eine Anlage.
    Das bedeutet u.a. dass ein Repowern in ein paar Jahren gar nicht mehr möglich ist, weil es die Module mit der heutigen Wp gar nicht mehr gibt! (das würde dann auf eine Anlagenerweiterung hinauslaufen, mit dem Wegfall sämtlicher Bestandschutzinhalte, sowie Vergütungen....und und und


    2. Batteriesysteme
    Speichererhöhung/Kapazitäten können gar nicht mehr gerade so geändert werden. Modulsysteme verlieren ihren Anreiz (Nachrüstung)


    Und wenn ich mir den Rest durchlese wie z.B.


    Zitat

    Wer weder die Marktprämie noch die Einspeisevergütung in Anspruch nimmt und den Strom entweder selbst verbraucht oder an Dritte liefert, ohne die Marktprämie zu beziehen, unterliegt trotzdem allen Pflichten des EEGs.


    weiß man wohin die Reise der "Inseln" geht...


    :danke: ihr Pappnasen

    Gruß PV-Express


    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012