PV als GbR - Auswirkung auf EEG-Umlage?

  • Hallo zusammen,


    mein Mann und ich sind absolute Neulinge einer PV-Anlage, die in den nächsten Wochen in Betrieb gehen wird.
    Um die Förderung mitzunehmen haben wir Ende 2015 sehr fix die Anlage beauftragt ohne uns um die steuerrechtlichen Dinge vorab zu kümmern zu können.
    Geplant war, dass wir beide als Anlagenbetreiber auftreten somit also eine GbR darstellen.
    Bei dem Energieversorger wurde mir mitgeteilt - aber vielleicht habe ich da was falsch verstanden - dass eine GbR EEG-Umlagepflichtig ist.


    Kann mir da jemand Auskunft geben?
    Die Anlage hat 10 kWp, meine Info war, dass erst über 10 kWp die Umlage fällig ist; ist das bei einer GbR anders?


    Außerdem ist mein Mann zur Zeit arbeitslos - könnte die GbR diesbezüglich ein Nachteil sein?


    Danke schon mal für eure Beiträge!


    VG Paulina

  • Zitat von Paulina

    Geplant war, dass wir beide als Anlagenbetreiber auftreten somit also eine GbR darstellen.
    Bei dem Energieversorger wurde mir mitgeteilt - aber vielleicht habe ich da was falsch verstanden - dass eine GbR EEG-Umlagepflichtig ist.


    Kann mir da jemand Auskunft geben?
    Die Anlage hat 10 kWp, meine Info war, dass erst über 10 kWp die Umlage fällig ist; ist das bei einer GbR anders?


    Wichtig ist eben, dass Ihr beide Abnehmer seid!
    Nein - das ist definitv falsch. Wir sind auch eine GbR - sind aber gemeinsam Kunde beim Stromlieferanten!!





    Zitat von Paulina

    Außerdem ist mein Mann zur Zeit arbeitslos - könnte die GbR diesbezüglich ein Nachteil sein?
    Danke schon mal für eure Beiträge!
    VG Paulina


    Genau weiß ich es nicht. Aber Einnahmen aus 'selbständiger Arbeit' Anlage G kann durchaus von Nachteil sein. In dem ersten Jahr/ersten Jahren könnt Ihr dem Gewinn mit der Sonder Afa entgegentreten. Außerdem seid Ihr natürlich frei, wer wieviel Anteile versteuert. Also Dein Mann z.B. 10% - Du 90%. Dann bleibt bei eienr 10 kWp Anlage in den ersten JAhren mit Sonder AfA nicht mehr viel Gewinn - vllt. soagr im ersten Jahr auch Verlust.


    Gruß
    MBiker_Surfer

  • Im EFH würde ich eien GbR (warum wollt ihr das eigentlich? Eigentümer und der Betreiber müssen nicht identisch sein, wichtig für die Umlage ist nur der Betreiber) vermeiden. So wie bei MBiker_Surfer könnte es aber gehen, da würde ich aber auf die absolut identische Schreibweise beim Betreiber (auch schon auf der Rechnung, falls bei der Bestellung noch was anderes angegeben war) und deim Bezug achten.
    NAch dem Entwurf des hier http://www.photovoltaikforum.com/viewtopic.php?f=13&t=111180 schon ausführlich diskutierten Leitfadens, sind die Mitgleider einer GbR nicht identisch mit der GbR und daher fällt EEG-Umlage an. Das sehe ich persönlich (IANAL) genauso.


    Gibt es vom Arbeitsamt nciht mehr dieses Merkblatt, was man nebenher verdienen darf? Leider sehen das manche Sozialversicherungsträger so, andere anders, für die einen ist es eine selbstständige Tätigkeit und für die anderen private Vermögensverwaltung, je anchdem, was ihnen gerade in den Kram paßt.
    BTW: welche Förderung?

  • Danke, für eure Beiträge!!!


    Zur Förderung: wir haben Kfw Förderung 275 beantragt. Diese fördert PV Anlagen mit Speicher (haben uns für SENEC Home 16 kWh entschieden).
    Da diese nur in Zusammenhang mit Kredit gewährt wird haben wir den bei meiner Hausbank beantragt. Da wir beide unterschrieben haben hat das Formular automatisch eine GbR aus uns gemacht. Haben wir leider erst im Nachhinein gemerkt.
    Deshalb denke ich, dass wir aus dieser Nummer nicht mehr raus kommen (Kredit wurde u. Förderung wurden noch nicht beansprucht, da Anlage noch nicht in Betrieb) -oder gibt es da noch Spielraum; bei der Bank läuft die Anfrage.


    Auch vom Finanzamt wurde mir mitgeteilt, dass alles immer sauber sein muss hinsichtlich Betreiber, Strombezieher etc..


    Viele Grüße
    Paulina

  • Moin Paulina,


    wenn im Endeffekt nur die PV Anlage und der Speicher Euer GbR geschäft sein wird, würde ich schon versuchen, alles auf Dich umzuschreiben. Bei der Bank ist das natürlich problemlos möglich. Die wolen eben beide Personen wegen der Haftung.
    Ansonsten eben alle Rechnungen auf Deinen Namen und nur Du als Strombezieher. Spart einfach die einheitlich gesonderte Feststellung. Der Rest ist noch genug.


    Gruß
    MBiker_Surfer

  • Hallo Paulina,


    darf ich mal fragen, wer euch beraten hat?


    1) Selbst mit der Speicherförderung werden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Speicherlösung für euch höchstwahrscheinlich schlechter sein, als ganz ohne Speicher.


    2) GbR war wegen der EEG-Umlage eine schlechte Entscheidung; könnte euch ca. 300,- €/a kosten.
    Ich nehme an, dass ihr die Anlage noch nicht bezahlt habt. Evtl. wäre da noch eine Vertragsänderung möglich.
    Allerdings habt ihr den Förder- (Kredit-)antrag offenbar schon auf beide Namen gestellt. Wie ihr da wieder rauskommen könntet, weiß ich auch nicht.
    Normalerweise müsstet ihr auch schon den Erfassungsbogen beim Finanzamt ausgefüllt haben. Auf wen läuft der Gewerbebetrieb denn da?


    3) Gibt es einen Grund, warum die Anlage noch nicht montiert ist? Wohnt ihr im Hochgebirge?

    Viele Grüße
    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)

  • Das mit der EEG-Umlage, nur weil es eine GbR ist, kann so nicht richtig sein. Da muss entweder ein Missverständnis vorliegen oder der Versorger hat Mist erzählt.
    Wir betreiben unsere PV auch als GbR und da Betreiber und Abnehmer des Stroms identisch sind, zahlen wir keine EEG-Umlage

  • Dease : wenn die GbR den Strom verbraucht, paßt das ja auch, aber ein Haushalt ist keine GbR (was der bezüglich der EEG-Umlage ist, weiß ich auch nicht, der Leitfaden gibt da auch nichts her)


    Der Speicher ist sowieso Privatvergnügen, zumindest in Bayern, der ("Zwangs-")Kredit dafür also auch.
    Jetzt noch schauen, daß der Solarteur die Rechnung (auch für den Speicher, sonst gibt es bei der USt Probleme) nur auf eine Person ausstellt, das beim Finanzamt so ändern und den Bezug auch auf die Person, schon paßt alles zusammen. Am Konto wird ja jeder einzeln verfügungsbrechtigt sein. Ist zwar nicht 100% korrekt, weil die Firma mit der Bestellung schon läuft, aber ohne Umsätze sollte da kein Hahn danach krähen.

  • Das ein Haushalt keine GbR ist, ist mir schon klar, aber die Gesellschafter der GbR sind auch die Letztverbraucher. Das dürfte m.E. reichen.