Interview mit Sonnen GmbH Geschäftsführer Philipp Schröder

  • „Ausgelegt ist das Konzept auf Kleinanlagen, die wir in die Direktvermarktung bringen wollen“


    Sich mit Solarstrom komplett selbst zu versorgen, ist schwer, wenn ein einzelner Anlagenbetreiber nicht in ein Arsenal von Stromspeichern investiert. Einfacher ist es, wenn sich die Erzeuger und Speicherbetreiber zusammenschließen und den Strom untereinander handeln. Das ist die Idee der „sonnenCommunity“, die Mitte Februar gestartet ist. Ins Leben gerufen hat die Plattform die Unternehmensgruppe Sonnen. Unter diesem Namen firmiert der Hersteller der „Sonnenbatterie“ aus dem bayerischen Wildpoldsried seit Kurzem. Der Start der Community bedeutet für das Industrieunternehmen den Einstieg in die Direktvermarktung von Ökostrom, die Stromversorgung von Kunden und den Betrieb von Messstellen. Diese Dienstleistungen erledigt eine neu gegründete Tochterfirma der Sonnen GmbH, die Sonnen eServices GmbH. Wie die Community aufgebaut ist und funktioniert und welche Aufgaben Batteriespeicher im Netzwerk künftig spielen, darüber sprach das Magazin des Photovoltaikforums mit Geschäftsführer Philipp Schröder in Berlin. Seit Anfang des Jahres unterhält die Unternehmensgruppe in der Hauptstadt eine Niederlassung.


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  • Geht es nur mir so, oder eröffnet die (indirekte?) "Teilnahme am Regelenergiemarkt" völlig neue steuerliche Möglichkeiten? Als da wären Vorsteuerabzug und Abschreibung.


    Dies dürfte dann alle Speicher mit entsprechenden Modellen zur Teilnahme am Regelenergiemarkt betreffen...


    :danke: für das Interview, sehr interessant. Ich denke, ich bin ab 2017 dabei, wenn die Kinderkrankheiten beseitigt sind :mrgreen:

  • Zitat von miracoolix


    Dies dürfte dann alle Speicher mit entsprechenden Modellen zur Teilnahme am Regelenergiemarkt betreffen...


    Zehn Prozent unternehmerische Nutzung muß man schon haben, daher sollte man schauen, daß man das auch in realen Geldströmen hinbekommt.

  • bin mal gespannt wie es weiter geht
    hab mich selber noch nicht in der community angemeldet weil ich noch nicht weis was ich für meine 20 Euro bekomme oder wie sich das ganze dann refinanziert. aber ich bin vorgemerkt und sobald was kommt melden de sich bei mir

  • wie ist das nach dem EEG 2014 zu beurteilen. Ich verkaufen meinen Strom nicht an Dritte sondern leihe ihn nur aus, um diesen zu einem späteren Zeitpunkt zurückzubekommen. Dann könnte ein Windradbetreiber mir meinen Sonnenstrom tagsüber abnehmen und verkaufen, liefert mir dann nachts den Strom zurück zum Laden meines eAutos. Ginge das ?



    Roadster 2.5 Model S P85+ Signature Red

    Tesla P85+ seit 8/13 >471.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. Seit 12/19 fährt Frau Tesla M3 AWD. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Es sind noch 4x320W hinzugekommen = 1280W d.h. Gesamt PV-Leistung nun 29,329kWp. Seit 1.11.20 werden die eAutos gesteuert per E3DC-Control und Teslatar zum Börsenpreis von aWATTar geladen.

  • da kann ich gar nicht helfen.... meine Anlage ist erst 2015 ans netzt gegangen nach einem Telefonat mit dem Herren von "sonne" wäre das alles kein Problem ich warte noch..........

  • Zitat von eba

    wie ist das nach dem EEG 2014 zu beurteilen. Ich verkaufen meinen Strom nicht an Dritte sondern leihe ihn nur aus, um diesen zu einem späteren Zeitpunkt zurückzubekommen. Dann könnte ein Windradbetreiber mir meinen Sonnenstrom tagsüber abnehmen und verkaufen, liefert mir dann nachts den Strom zurück zum Laden meines eAutos. Ginge das ?


    Der Strom wird ganz normal verkauft, nur halt vom Direktvermarkter, hier Sonnen ... GmbH und nicht vom VNB über die Börse. Für Direktvermarktung gibt es nach EEG2014 den "Anzulegenden Wert" statt der Einspeisevergütung, das ist ca. 0,4ct/kWh mehr zumindest bei Anlagen, die unter das EEG2014 fallen.
    Das hat bilanztechnisch mit der Lieferseite gar nichts zu tun, da wirst du behandelt wie jeder andere Haushalt auch.


    Haushaltskunden werden nun mal nach Standardlastprofil (SLP) beliefert, der Versorger (hier zufällig auch Sonnen ... GmbH) liefert aus seinem Bilanzkreis zu jeder Viertelstunde genau so viel, wie der (virtuelle) Standardkunde verbraucht. Ob du PV hast und bei Sonnenschein sogar einspeist und gar nichts beziehst, ist dafür völlig egal. Den Ausgleich machen die VNB/ÜNB udn berechnen das an die EVU weiter.
    Die SLP sind zwar hoffnungslos veraltet, für Prosumer gibt es gar keine eigenen Profile (in Österreich teilweise schon), aber offensichtlich ist das ganze Verfahren immer noch effizient genug, daß sich niemand groß beschwert benachteiligt zu sein.

  • versteh nur Bahnhof
    ich bekomm doch jetzt 0,12 euro pro kw was ich einspeise
    wie läuft das dann unter sonne ab?
    danke

  • Steht doch im Interview

    Zitat

    Schröder: Die Kunden, die jetzt auf Sonnen umsteigen, bekommen das Geld, das sie auch bisher bekommen haben – zuzüglich der Marktprämie, die wir mit 0,25 Cent pro Kilowattstunde weitergeben.


    Dafür muß man aber Communitymitglied sein und das kostet 20 Euro im Monat, bietet aber weitere Vorteile.

  • also bekomme ich zu meinen sowieso 0,12 euor noch 0,02 euro oben drauf??
    und die ganze technick übernimmt sonne?
    die ich dafür benötige?