Neue Batterie für Halbinsel gesucht

  • Hallo zusammen,


    Ich bin auf der Suche nach passenden Batterien für eine bestehende Halbinsel.
    Dazu habe ich bereits viel hier im Forum gelesen aber so richtig weitergekommen bin ich noch nicht damit.


    Mal kurz zu dem, was schon vorhanden ist.
    Aufgebaut ist die Halbinsel auf einem 24V System mit bisher 600Wp Modulleistung (2 Strings mit je 2 150W Modulen) und einem Westech Combi-S Wechselrichter mit Netzlader (1000W Dauerleistung). Als Batterien stehen bisher 4x 12V/100Ah von HR Energy als Speicher (24V 200Ah) zur Verfügung. Als Laderegler kam ein EPSolar VS2430 PWM zum Einsatz, da die Stringspannung nicht allzu weit von der Systemspannung entfernt lag.


    Kommen wir mal zu dem was geplant ist.
    Da der Wechselrichter eher rudimentäre Einstellmöglichkeiten bietet, soll dieser durch einen PIP2424 HS ersetzt werden (dadurch bin ich erst auf dieses Forum gestoßen). Da sich gezeigt hat, dass die Batterien nicht die besten zu sein scheinen und vor allem von der Kapazität nicht ausreichen, sollen diese im ersten Schritt aufstockt werden und dann später die HR Energy komplett abgelöst werden. Eine Möglichkeit zur Aufstockung der Modulleistung auf 900Wp oder 1200Wp bestünde auch.


    Die Halbinsel soll vorzugsweise die Grundlast im Haus abstecken. Sprich es soll die Gas-Zentralheizung samt Pumpe damit (möglichst autark) betrieben werden aber auch Sachen wie ein NAS, Router, Switch, Telefon usw. Es hängen also keine großen Verbraucher daran.
    Dazu habe ich ausgerechnet dass ich etwa pro Tag 2kW/h bis 2,4kW/h für die Grundlast benötige. Ermittelt jetzt im Winter, wo die Heizung tendenziell häufiger läuft. Da Warmwasser auch darüber läuft, hängt es natürlich auch davon ab, wie der Warmwasser-Verbrauch aussieht. Deshalb habe ich eine gewisse „Reserve“ eingerechnet.
    Wenn ich also von 2,4kW/h ausgehe, dann würde sich eine Kapazität von 100Ah ergeben. Wenn ich die Batterien jetzt nur etwa 30% entlade, um sie nicht zu sehr zu quälen und eine etwas höheren Lebenserwartung dadurch erhalte, dann müsste ich in etwa 300Ah vorhalten.
    Wenn ich jetzt noch eine 1-Tages-Reserve einrechnen möchte für bedecktes/schlechtes Wetter, muss ich dann die Kapazität einfach verdoppeln oder würden auch schon 450Ah 500Ah reichen?


    Im Sommer möchte ich natürlich versuchen, die PV-Energie direkt zu verbrauchen, um die Verluste in Grenzen zu halten. Was mache ich am besten mit Überschüssen im Sommer, wenn die sonne optimal scheint? Wäre es eine gute Idee zum Beispiel die Waschmaschine damit zu betreiben oder gibt es da bessere und effizientere Wege?
    Was hat es mit den sogenannten GTIs auf sich? Einen Warmwasser-Puffer (den viele für Überschüsse nutzen) haben wir nicht.


    Jetzt die ganz große Frage: Welche Batterie?
    Ich habe hier im Forum viel gelesen und viele scheinen ja Staplerbatterien einzusetzen. Das würde ich am liebsten auch tun allerdings befindet sich die Anlage auf dem Dachboden. Sprich so viel Gewicht kann ich nicht auf eine so kleine Fläche stellen, das trägt die Decke nicht. Auch würde ich die Batterie mit ihrem Trog nicht so ohne weiteres da oben hinbekommen. Also scheidet das denke ich erstmal aus.
    Ich habe mal weiter gesucht und bin auf folgende Batterien gestoßen
    1) Exide ET950 (12V 135Ah C20)
    Dazu habe ich auf anhieb kein Datenblatt finden können. Sie wird aber als Semi-Traktions Batterie mit Zyklenfestigkeit beworben. In einem anderen Thread hier habe ich gelesen, dass nicht feststeht ob das eine PzS Batterie ist oder nur Gitterplatten hat. Der TS wollte sich erkundigen, hatte sich dann aber dazu nicht mehr gemeldet.
    Bei 4 Stück hätte ich etwa 24V/270Ah C20 und in der Anschaffung würde mich das etwa 600Euro zu stehen kommen.


    2) Torjan T-105 (6V 225Ah C20)
    Diese wurde hier auch oft empfohlen allerdings auch in der Anschaffung erstmal teuerer.
    Hier bräuchte ich ja 4 Stück in reihe um auf die 24V zu kommen. Bisher hatte ich 2x 12V in Reihe. Könnte ich die Batterien trotzdem zusammen betreiben oder sollte ich da etwas beachten?
    Kostenmäßig würde ich hier bei 4 Stück auch auf etwa 600€ kommen allerdings nur 225Ah C20.


    Habt ihr sonst noch Tipps, welche Batterien dafür geeignet wären? Also bisher gefällt mir die Exide am Besten. Nicht zuletzt auch wegen des Preises ;-)
    Ich hoffe ich habe nichts grundlegendes vergessen zu erwähnen.


    Vielen Dank schonmal!

    Viele Grüße,
    Todward


    "Ich kann mir diese Sprüche immer so schlecht merken!" - Oscar Wilde

  • Zitat von Tatra603

    Warum keine Staplerbatterie?


    Gesendet von meinem ST21i mit Tapatalk


    Hat er doch geschrieben....
    Wegen des hohen Gewichtes, da alles auf dem Dachboden steht. Also Standgewicht und alles erst mal hochbringen....


    Stefan

  • Die Elektroden von Bleibatterien haben eine schwammartige Struktur. Bei Starterbatterien sind die Strukturen sehr 'fluffig' und bei Staplerbatterien sind sie etwas stabiler. 'Fluffig' in diesem Sinne bedeutet, dass eine sehr große Oberfläche zur Verfügung steht (geringer Innenwiderstand), jedoch verringert sich diese Oberfläche beim Gebrauch recht schnell. Bei Staplerbatterien ist der Innenwiderstand rund doppelt so hoch (halbe Oberfläche), aber die Oberflächenabnahme durch den Gebrauch ist sehr viel kleiner.


    So ganz im Groben: Eine Starterbatterie wiegt rund halb so viel wie eine PzS (bei gleicher Ah), hält aber bei weitem nicht so lange durch (in gespeicherten und wieder entnommenen kWh). Im Zweifelsfalle musst du einen Statiker fragen, was du da auf deinen Dachboden stellen darfst (meist sind die sehr viel stabiler, als man als Laie vermutet). Preislich ist auf längere Sicht die PzS deutlich günstiger.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Es gibt ja auch kleinere Pzs-Akkus, nur als Tipp.
    Vielleicht in Summe gewichtstechnisch sogar leichter als mehrere Akkus zusammen?

  • Ach so habe ich überlesen...
    Stimmt aber auch nicht. Blei bleibt Blei, egal ob in Troians oder in Staplerzellen.


    Gesendet von meinem ST21i mit Tapatalk

  • Ist das ein beheizter gedämmter Dachboden?.. Weil wenn nicht haben da bleibatterien nix verloren bei der großen Hitze im Sommer und der tiefentemperaturen im Winter der vollkommen falsche Aufstellplatz

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Nabend zusammen,


    Zitat von LumpiStefan

    Wegen des hohen Gewichtes, da alles auf dem Dachboden steht. Also Standgewicht und alles erst mal hochbringen....


    Das hochbringen ist weniger das Problem. Im allerschlimmsten Fall eben alle Zellen aus dem Trog, Trog hoch und dann nach und nach die Zellen wieder einsetzen. Dauert zwar, wäre aber machbar. :juggle:
    Wie du schon richtig erkannt hast, macht mir das Standgewicht etwas mehr sorgen.


    Zitat von jdhenning

    Im Zweifelsfalle musst du einen Statiker fragen, was du da auf deinen Dachboden stellen darfst (meist sind die sehr viel stabiler, als man als Laie vermutet). Preislich ist auf längere Sicht die PzS deutlich günstiger.


    Ja darauf wird es wahrscheinlich dann früher oder später hinauslaufen. Oder ich müsste mal die Baupläne des Hauses durchschauen, ob da etwas zu der Deckenbelastung steht. Vllt schätze ich das auch völlig falsch ein und mache mir da viel zu viele gedanken :roll::lol:
    Naja PzS will ich ja nicht ausschließen, dachte nur eher an mehrere "kleine" Batterien, die in Hinsicht auf das Standgewicht aber auf einer größeren Fläche stehen können (Bei gleicher Kapazität wie eine Staplerbatterie).
    Darf ich deinen restlichen Post so verstehen, dass es sich bei der Exide mehr um eine Starterbatterie handelt als um eine zyklenfeste Batterie? Oder war das jetzt auf die bestehenden Batterien bezogen?
    Da habe ich nämlich mittlerweile den verdacht, dass das einfach umgelabelte Starterbatterien sind, weil die nämlich auch einen Kälteprüfstrom nach EN-bla aufgedruckt haben, was ja stark für diese Annahme spricht.


    Zitat von pezibaer

    Ist das ein beheizter gedämmter Dachboden?.. Weil wenn nicht haben da bleibatterien nix verloren bei der großen Hitze im Sommer und der tiefentemperaturen im Winter der vollkommen falsche Aufstellplatz


    Das ist ein vollausgebauter Dachboden. Sprich Dach ist komplett gedämmt. Im Sommer ist es natürlich etwas wärmer(vllt so 2 bis 5 Grad), weil halt die Mittagssonne volles Rohr aufs Dach brät aber im Winter ist es da oben genauso warm wie im restlichen Haus auch.


    Was ist denn im allgemeinen von gebrauchten Staplerbatterien zu halten? Da kauft man sich doch sicherlich die Katze im Sack oder? Hier im nahe gelegenen Industriegebiet gibt es einen Gabelstaplerhändler bzw Werkstatt, da könnte ich mich mal nach einer solchen Batterie erkundigen.
    Was sagt ihr denn zu meinen Überlegungen hinsichtlich der Kapazität? Passt das so?


    Einen schönen Samstag noch!

    Viele Grüße,
    Todward


    "Ich kann mir diese Sprüche immer so schlecht merken!" - Oscar Wilde

  • OPzS am Dach kannst mal vergessen außer du hast 1t pro m2 traglast. Gedämmter Dachbpden nächstes problem, wohin mit dem gas?

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

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    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Hallo,


    Zitat von pezibaer

    OPzS am Dach kannst mal vergessen außer du hast 1t pro m2 traglast. Gedämmter Dachbpden nächstes problem, wohin mit dem gas?


    Öhm gut.. :twisted:
    Ich denke so viel wird die Decke dann doch nicht Tragen.. Wobei.. Nen Bühnentisch hat auch teilweise über 500kg/qm... :juggle:


    Wegen den Gasen... Die könnte ich über ein Lüftungsrohr im Dach nach draußen bekommen... ZEG natürlich vorausgesetzt.
    Also den kleinen Schlauch dann durch das Rohr nach draußen führen, sodass sich kein Gas im Rohr sammeln kann, sondern auf jeden Fall im Freien landet. Einwände?

    Viele Grüße,
    Todward


    "Ich kann mir diese Sprüche immer so schlecht merken!" - Oscar Wilde