Alte Anlage auf Drehdach

  • Frage an die Profis:
    Darf ich alte Verträge mit Modulen welche vor April 2012 ans Netz gingen aufkaufen und diese auf einem Eigenbaudrehdach weiter in Betrieb nehmen, ohne dass mir die ursprüngliche hohe Förderung des Erstbesitzers verloren geht ??????

    Sonnenkönig

  • Zitat von Deutz

    Frage an die Profis:
    Darf ich alte Verträge mit Modulen welche vor April 2012 ans Netz gingen aufkaufen und diese auf einem Eigenbaudrehdach weiter in Betrieb nehmen, ohne dass mir die ursprüngliche hohe Förderung des Erstbesitzers verloren geht ??????


    Verträge braucht man dabei gar nicht. Per Gesetz hängt die Vergütung am Modul. Wenn das Modul umzieht, zieht die Vergütung mit Inbetriebnahmedatum mit um. Heißt auch, wenn man eine 100 kWp Anlage in 10 10 kWp Anlagen an neuen Standorten teilt, bekommt man sogar die höhere Vergütung der kleineren Anlagenklasse.


    Es braucht eine Meldung an den vorherigen und den neuen Netzbetreiber. Vor- und Neubesitzer müssen sich natürlich einig sein und gemeinsam melden.


    Nachteil ist allerdings, dass man meines Wissens den Bestandsschutz für die EEG Umlage auf Eigenverbrauch verliert und in jedem Fall die heutigen technischen Vorgaben für den Netz- und Anlagenschutz erfüllen muss (Wechselrichter nach VDE AR 4105).


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Bin ja Laie, aber evtl. könnte ein Knackpunkt auch das neue Dach sein ... war das schon immer ein Dach/Gebäude ... oder was steckt hinter dem "auf einem Eigenbaudrehdach" ... steht das im Außenbereich :?:

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Danke für die Beiträge !
    Zur Klarstellung, das besagte Gebäude ist ein mit Bauplan genehmigtes Nebengebäude eines Bauernhofes am Ortsrand aus den 80- iger Jahren. Es steht eine Dachstuhlsanierung an. Diese will ich eben derart bewerkstelligen, dass im Gebäude ein Unter- und Oberwagen eines Baukranes steht, auf welchen ich dann ein Drehdach aufbaue. Möchte eben den Mehrertrag von ca. 25% erwirtschaften. Ich meine im EEG wird heute nur noch nach Dach- und Freiflächenanlagen unterschieden.
    Die Problematik Starrdach oder Drehdach lös ich doch mit dem Bauausschuß der Gemeinde.

    Sonnenkönig

  • hallo seppelpeter » 29.02.2016, 09:16


    Bin ja Laie, aber evtl. könnte ein Knackpunkt auch das neue Dach sein ... war das schon immer ein Dach/Gebäude ... oder was steckt hinter dem "auf einem Eigenbaudrehdach" ... steht das im


    Ich kenn Bauten, sogenannte Giraffenställe ( Jahr 2009) welche geschlossen waren wie ein Gebäude, aber sich auf einem Fundament mit Eisenbahnschiene im Kreis drehten. Denke es ist ein Mehrertrag von 25-30 % erreichbar.


    Ich würd das im Ortsbereich erstellen, denn Außerorts geht's ja nur noch als Landwirt auf dem Wohn oder Stallgebäude.

    Außerorts Maschinenhalle geht ja auch für den Landwirt nicht mehr.


    Ich denk an Innerorts, da darf man ja noch was als Privatperson.
    Frage: ist ein drehbarer Carport (10 KW) ein Gebäude, eine Bauliche Anlage oder eine Technisches Gerät wie ein Karussell ????


    Deine, Eure Meinung dazu !

    Sonnenkönig

  • Zitat von Deutz

    Diese will ich eben derart bewerkstelligen, dass im Gebäude ein Unter- und Oberwagen eines Baukranes steht, auf welchen ich dann ein Drehdach aufbaue. Möchte eben den Mehrertrag von ca. 25% erwirtschaften.


    Das wird sich garantiert nicht rechnen, bei dem baulichen Aufwand, den du da treiben musst.


    Zitat von Deutz

    Frage: ist ein drehbarer Carport (10 KW) ein Gebäude, eine Bauliche Anlage oder eine Technisches Gerät wie ein Karussell ????


    Ein drehbarer Carport ist unpraktisch. :wink:


    und falls es weiterhin als Carport nutzbar sein sollte, ist es ein:

    Zitat

    „Gebäude“ jede selbständig benutzbare, überdeckte bauliche Anlage, die von Menschen betreten werden kann und vorrangig dazu bestimmt ist, dem Schutz von Menschen, Tieren oder Sachen zu dienen,

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • http://www.eggert-stahlbau.de/hallenbau/energiehallen.html


    Die großen Drehhallen von Solarus hat Eggert gebaut.Läuft bei mir seit 2008. Eine kleine Version auf einem Pavilion gibt es hier im Forum.

  • Ich sehe das wie Bento. Es geht nicht darum, dass es nicht möglich wäre, sondern es geht um den zusätzlichen Aufwand. Geh' bei PVGIS rein und lass dir die voraussichtlichen Erträge bei einem normalen Dach berechnen. Dann schaust du, wie viele kWp du draufbauen möchtest und multiplizierst das mal mit rund 1.300 Euro pro kWp.


    Dann kommen wir zu den Zusatzkosten. Ein normales Dach macht der Statiker aus dem Handgelenk, denn er muss nur ein paar Zahlen in sein Programm eingeben. Beim Drehdach muss er für alle Ausrichtungen nachrechnen, welche Windlast zu erwarten sein wird. Dann kommt noch die TÜV-Abnahme hinzu. Ganz zu schweigen von den vielen Stunden, die man in die Konstruktion stecken muss. Geh' einfach mal vom Minimallohn aus (aber dafür bekommt man keinen Bauschlosser!). Aus der Hüfte geschossen würde ich vermuten, dass Netzstrom billiger sein wird.


    Wenn du es als Hobby unbedingt machen willst, dann stell doch eine Minianlage in den Garten. Damit kann man auch schön spielen und es kostet nicht so viel.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)