9,88 kWp Anlage aus dem Schwabenland

  • Hallo allseits,


    mein Name ist Frank und ich komme aus der schwäbischen Ecke :)


    Ich habe ende letzten Jahres ein Haus ersteigert, dass der Vorbesitzer aufgrund Privatinsolvenz leider abgeben musste.


    Mit dem Vorbesitzer konnte ich leider nicht in Kontakt treten, auch wenn ich seine Telefonnummer usw. erhalten habe.
    Er wünscht keinen Kontakt mit mir, was ich voll und ganz verstehe und respektiere.


    Nun zu meinem Anliegen.
    Es handelt sich um eine 9,88 kWp Anlage, 38 Module und ein 8.2 Fronius Wechselrichter, welche auf dem Haus installiert ist.
    Das Haus ist erst 1 Jahr alt, somit müsste die Anlage auch ziemlich neuwertig sein. Leider habe ich zur Anlage absolut nichts erhalten, weder weis ich wer der Installateur war.


    Da die Anlage eine optimale Ausrichtung ( fast genau Süden, 45 Grad Dachneigung) hat und komplett schattenfrei ist, frage ich mich warum nicht 70 Prozent Auslastung erreicht werden können.


    Beispiel gestern, ein bombiger Sonnentag ohne auch nur den hauch einer Wolke. Anlage regelt bei genau 5920 Watt ab. Die Parabelkurve ist ab 10:30 bis 14:00 oben richtig abgeschnitten bei genau 5,9 kW, also 60% Anlagenleistung. Eigentlich müsste die Regelung doch erst bei 6,9 kW eingreifen ?? Man sieht richtig, dass theoretisch vielmehr gehen würde.


    Und dann noch was zur Erzeugungsmenge kWh pro Tag.
    Auf dem Wechselrichter zeigt es eine andere Menge an als im solarweb.
    Beispiel gestern, Wechselrichter zeigt 39,525 kWh Erzeugung an, solarweb 40,23 kWh.


    Und dann noch zu guter letzt die Maximalleistung am Wechselrichter, da zeigt es als max Jahresleistung 8506 Watt an ??


    1. kann es sein, dass die Anlage falsch konfiguriert wurde (60 statt 70 Prozent Abregelung), wo kann ich das überprüfen ?
    2. warum weicht WR-Zähler vom solarweb Zähler ab ?
    3. woher kommt die dubiose maximale Jahresleistung ?


    Viele Grüße
    Frank

  • Hallo Griller79 und Willkommen im Forum :D


    Die max. Ausgangsleistung bei deinem Wechselrichter sind 8200W. Vielleicht gabs da mal einen Peak mit diesem Wert. Aber normalerweise kann da laut Datenblatt nicht mehr gehen. Zumal man i.d.R. noch einen CosPhi von 0,95 Einstellen muss was eine max. Leistung von 7790W entspricht.


    Gut möglich dass dein WR falsch eingestellt ist was die 70%/60% betrifft, aber auch gut möglich, dass da irgendwo im Haus auch mal eine Batterie (Speicher) stand welche via Kfw-Kredit angeschafft wurde. Dadurch müsste der WR auf 60% max. Leistung eingestellt werden.
    Allerdings ist Fronius so ein Kandidat für die dynamische 70%-Regel. D.h., dein momentaner Stromverbrauch wird erfasst und dieser darf der Wechselrichter zu den 70% mehr an Leistung abgeben. Dazu müsstest du mal in den Zählerschrank gehen und schauen ob da nicht noch ein zusätzlicher Zähler, meistens so ein digitaler kleiner Hutschienenzähler eingebaut ist.


    Gibt es ein Anlagenbuch, Dokumentation, Inbetriebnahmeprotokoll?
    Weil diese Daten solltest du, wenn du die Anlage betreibst, schon haben. Oder woher weisst du, wie groß die Anlage ist oder Einstellungen cosPhi usw. Du musst ja auch die Anlage auf dein "Unternehmen" Anmelden/Ummelden. Finanzamttechnisch kommt da auch noch was auf dich zu. Gerade die ehemals Rückerstattete MwSt. an den Vorbesitzer schweben da ja noch im Raum. Du musst ja auch Wissen, wann die Anlage in Betrieb gegangen ist. Danach richtet sich der Vergütungssatz des EEG
    Oder ist das unternehmerische Problem alles schon gelöst?


    Grüße

    Gruß PV-Express


    Mit ZOE Z.E. 40 Beruflich unterwegs

    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

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  • den Namen des Installateurs bekommst du evtl. beim örtlichen Grundversorger genannt, da er dort die Anmeldung der Anlage eingereicht haben sollte.

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  • lade dir von der Fronius-Website die Bedienungsanleitung runter, somit kannst du viele Infos selber rausfinden.

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  • Ach nochmals ich :mrgreen:


    Die Frage klingt vielleicht blöd, aber gehört dir die Anlage auch?
    Ich mein, nur weil die Anlage auf deinem Dach ist, muss sie unternehmerisch ja nicht mitgekauft sein. Und wenn du keine Unterlagen hast, ist das vielleicht auch nicht deine Anlage.


    Grüße

    Gruß PV-Express


    Mit ZOE Z.E. 40 Beruflich unterwegs

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  • Ich würde mal ganz vorne anfangen.
    Stelle mal ein Bild vom Dach mit den PV Modulen ein ... vielleicht erkennt einer die Module ... auch Detailfotos der Module einstellen. Hast Du die Möglichkeit einen Barcode oder sonstige Aufkleber auf der Rückseite eines Moduls zu fotografieren?


    Welche PLZ hat der Anlagenstandort?


    Steht da evtl. irgendwo noch ein Speicher rum, der die 60% erklären würde? :mrgreen:
    Deutet im Zählerschrank etwas auf eine geplante aber nicht mehr umgesetzte Speicherinstallation hin?


    Ohne Rücksprache mit BNA und VNB würde ich an der Drosselung erstmal nix ändern ... Du riskierst ansonsten Deine Vergütung. Wenn Du über die BNA nicht an den Installateur kommst, der die Anlage gebaut hat (da wäre dann auch eine Rechnungskopie interessant für Deine Steuer, die Gewährleistung usw.) würde ich mir einen lokalen Solarteur suchen, der die Konfiguration des Fronius in Absprache mit dem VNB ändern kann.

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  • klopf klopf :wink:

    Gruß PV-Express


    Mit ZOE Z.E. 40 Beruflich unterwegs

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  • Hallo,


    jü würde ich auch gerne wissen wer nun der Besitzer der Anlage ist?
    Was steht in Kaufvertrag vom Haus?


    Frage deshalb weil bei uns im Neubaugebiet auch ein Haus
    mit PV zum Verkauf steht und ich evtl. mitbieten will.


    Zwangsversteigerungen laufen doch über die Bank ab oder?


    Gruß Verona

    7,995 kWp - 37 IBC 215TS - Solarmax + Mastervolt
    2,160 kWp - 12 Day4 180 - Solarmax
    2,250 kWp - 10 Sanyo HIP225 - Solarmax
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    http://www.solarlog-heckmann.de