Planung gewerblicher PV Anlage mit "hohem" Eigenverbrauch

  • Hallo Leute,
    ich benötige mal eure Hilfe.
    Ich habe dieses Ladengeschäft gekauft und habe dort einen jährlichen Stromverbrauch von mindestens 100.000kWh und spiele nun mit dem Gedanken dort eine PV Anlage zu installieren.
    Was ist eure Meinung zu so einem Projekt ?
    Das Dach besteht aus Sandwichplatten die 2013 installiert wurden. Das Gebäude ist Süd-Ost ausgerichtet (siehe Bild)
    Das Geschäft ist täglich von 9-18:30 geöffnet. Mich interessiert in erster Regel ein hoher Eigenverbrauch.


    Die Last beträgt also permanente 33kW von 09:00 bis 18:30.Samstags von 09:00-16:00 Uhr.


    Das Dach ist etwa 4000m² groß und könnte ja theoretisch eine riesiege PV Anlage tragen.
    Was würdet ihr installieren und welche Module und welches Montagesystem ?


    Gruß denni

  • Bei einem gewerblichen Lastgang baue ich die Anlagen so dass ich etwas auf den halben Jahresverbauch komme. So kommt man in der Reglel auf etwas über 50% Eigenverbauchsanteil. Bei ums bekommt man aber auch fast nix für den Überschuss (3-4Cent).

    Sonnige Grüsse
    Michi
    14 x Schott Poly 235/ Solarmax 4000P/ Sonnenbatterie eco 4.5
    9x XTH 8000-48/ 16kWp PV- 3x VS120/ 260kWh Saft/ 35kW CAT, so sieht eine Insel aus:-)

  • Ich würde erst mal unter der magischen Grenze von 30 kWp bleiben und keine Förderung in Form von Einspeisevergütung in Anspruch nehmen. Der Eigenverbrauch bringt die höchste Rendite.. Durch die nicht in Anspruchsnahme der Einspeisevergütung spart man sich den ganzen Bürokratiekram mit dem VNB.


    Die Module würde ich ohne weitere Aufständerung auf die beiden Hälften vom Satteldach montieren. Je einfacher umso preiswerter und umso höher die Rendite.

    PV, BHKW, Speicher ecoBATT, Bilanzpunktregler ecoBPR, Wallbox ecoLOAD, Renault ZOE
    Rechnen hilft. Bleistift, Papier und Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern
    Oscar Perdok GmbH - Gildeweg 14 - 46562 Voerde PV, Wallboxe und mehr

  • Zitat von ecopowerprofi

    Durch die nicht in Anspruchsnahme der Einspeisevergütung spart man sich den ganzen Bürokratiekram mit dem VNB.


    Keineswegs! Die technische Anmeldung beim VNB bleibt gleich, ob man EEG in Anspruch nimmt oder nicht. EEG Umlage auf Eigenverbrauch fällt auch an. USt und ESt wird man auch nicht los, da es sich um gewerbliche Nutzung des Stromes handelt.


    Gruß Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Für die EEG-Umlage wäre es sehr vorteilhaft, wenn die PV in der selben Firma wäre, die auch den Strom verbraucht. Ist das nicht erwünscht (wenn der Laden den Bach runter geht, ist die PV auch weg um es drastisch zu formulieren, gibt aber auch andere Gründe), mach das Dach sinnvoll (ohne weitere Angaben schwierig zu sagen, ob die Nordwestseite und die flachen :?: Dächer sinnvoll sind, wenn man auf Rendite schaut) voll und speise alles ein. Sollten knapp über 100kWp rauskommen, geht man besser auf 100kWp, da sonst Direktvermarktung Pflicht ist.
    BTW: Sonn- und Feiertage machen auch fast 20% der Tage aus, wenn da fast kein Verbruach ist, hat man immer noch genug zum einspeisen

  • Ja also die Anlage könnte theoretisch der Firma gehören. Das Gebäude gehört mir aber privat. Lieber wäre es mir das die PV Anlage mir dann auch Privat gehören würde.
    Mh also bei einer 30kW Anlage könnte ich ja theoretisch auf die Einspeisung verzichten. Macht es aber nicht mehr Sinn einfach 200kWp auf dem Dach zu installieren ?


    Die Dächer sind ja gegeneinander gestellt also die eine Seite ist Richtung Süd-Ost und die andere dann ja logischerweis Nord-West.
    Die weiße Dachfläche ist wieder Richtung Süd-Ost gekippt. Die Dachneigungen weiß ich allerdings gerade nicht. Aber ich denke es sind weniger wie 20Grad.


    Installieren würde ich es selber. Ich bin mir da nur überhaupt nicht sicher was dort Sinn macht. :?

  • Ich würde einfach das Dach voll machen und mich nicht am dem aktuellen Eigenverbrauch orientieren. Wer weiß schon was alles noch kommt, gerade im Hinblick auf E-Mobilität etc...


    Zudem gibt es heute noch eine Rendite auf die PV Anlage!

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


    elektrisch Mobil - TESLA Model S85 2013 bis 2017, seit Juni 2017 MX100D. - Tesla Roadster 2.5 seit Juni 2011 - BMW i3 seit Dezember 2013 - Renault ZOE seit September 2014

  • über 100 kW/p hat man das Problem der Selbstvermarktung
    kann man aber auch lösen


    Entweder man mach bei 30 kW/p oder 100 kW/p schluss, wenn man mit EEG
    rechnet.

    ZOE intens 10/2014, IONIQ Style electric 11/2017, Kona 12/2018
    9,69 kWp = 38 St. WSP-255P6, STP10000-10
    6,7 kWp = 28 St. Risen 240, STP5000-20
    Solar-Lamprecht - 90765 Fürth - mail: info @ solar-lamprecht.de

  • Verstehe ich nicht was ist das für ein "PROBLEM"`? Man bekommt doch mehr Vergütung :-)

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


    elektrisch Mobil - TESLA Model S85 2013 bis 2017, seit Juni 2017 MX100D. - Tesla Roadster 2.5 seit Juni 2011 - BMW i3 seit Dezember 2013 - Renault ZOE seit September 2014

  • welche module würdet ihr empfehlen ?
    Montagesystem?
    Also vollmachen das ding ?
    Was "bekommt" man denn bei Direktvermarktung in etwa ?