Planung für 7kWp Anlage im Kreis Soest

  • Hallo Zusammen,


    ich lese schon einige Wochen als Gast hier mit und wollte nun doch mal in die Diskussion einsteigen und mal kurzerhand hören, ob ich so halbwegs auf dem richtigen Weg bin.


    Zunächst einmal zu dem Objekt:
    Dach mit Südausrichtung, ca -10° Süd
    Dachneigung ca 35°
    Dachfläche ca. 60m²
    Dach ist vollkommen verschattungsfrei, da nächstgelegenes Haus gut 15m entfernt liegt und dazwischen keine Bäume stehen.



    Nach den aktuellen Umständen und den geplanten (aber wohl noch nicht veröffentlichten) Regularien würde ich die Anlage auf 7kWp Leistung planen und nach Möglichkeit die Begrenzung auf 70% weich.


    Speicher ist von technischer Seite sehr interessant, aber aus kaufmännischer Sicht weder günstig noch wirtschaftlich. Da zählt dann doch mehr meine Geldbörse als mein Gewissen.


    Strom fällt wochentags tagsüber nur für die permanenten Verbraucher wie Kühlschrank, Heizungssteuerung, Telefonanlage, etc an. Ab und an läuft auch mal die Spülmaschine. Am Wochenende kommen die Großverbraucher ans Netz, also Waschmaschine, Trockner.



    Nach den mir vorliegenden Test von Stiftung Warentest auf Langlebigkeit und Verarbeitungsqualität würde ich aktuell so solarworld Modulen tendieren. Ein Verwandter hat sehr gute Erfahrungen mit NAPS gesammelt und seine nun 7 Jahre alte Anlage hat letztes Jahr das beste Ergebnis seit Inbetriebnahme hervorgebracht.


    In Sachen WR scheinen viele auf fronius oder SMA zu setzen...Hier bin ich noch völlig offen. Wichtig für mich: Ich bisschen Luxus wie tägliche Logs, Auswertung, Diagramme, automatische Meldung bei Störung per EMail und per Funk Steuerung von weiteren Geräten bei ausreichend Eigenproduktion von Strom wie zum Beispiel IR Heizung im Winter oder einer möglichen Klimaanlage im Sommer, schließlich ist der Eigenverbrauch ja heutzutage sinnvoller, als der Bezug am Abend, wenn nur noch das AKW den Strom liefert.


    Ich würde mich freuen, wenn ich hier ein wenig feedback bekäme und damit dann auch bei den Solateuren ein Anforderungsprofil abgeben kann, das klar definiert ist und somit besser vergleichbar wird, als wenn mir jeder "seine" Ideen verkaufen will.


    Gruß
    Björn

  • Hallo im Forum


    Was willst du genau wissen?
    Solarworld Module sind sicher nicht schlecht.
    Wie hoch ist dein Gesamtverbrauch im Jahr?
    Wie hoch ist deine Grundlast?
    Da du eh gerne Logging haben willst, macht 70 % weich sicherlich Sinn. Mit den Funk Sachen bust du vermutlich bei SMA besser aufgehoben. ( Wenn auch nicht günstiger).
    Auf deinem Dach ist ja genug platz für 7 KWp. Wie sind die genauen Maße?



    MfG


    gelig

  • Zitat von der Bjoern


    Nach den mir vorliegenden Test von Stiftung Warentest auf Langlebigkeit und Verarbeitungsqualität würde ich aktuell so solarworld Modulen tendieren.


    Ja, Solarworld ist nicht schlecht, es gibt aber auch noch andere gute Module.

    Zitat

    Ein Verwandter hat sehr gute Erfahrungen mit NAPS gesammelt und seine nun 7 Jahre alte Anlage hat letztes Jahr das beste Ergebnis seit Inbetriebnahme hervorgebracht.


    Ich kenne Schnaps aber was ist NAPS :shock::mrgreen:


    Im Ernst, nie gehört und wenn der Bekannte nun sein bestes Ergebniss seit IB hat heißt das ja nicht, daß er im Vergleich zu anderen Anlagen überhaupt ein gutes Ergebniss hat :idea:


    Im Vergleich zu anderen Anlagen kann das auch grottenschlecht sein :wink:
    Was man bei unterschiedlichen Verhältnissen von einer Anlage erwarten kann erfährt man bei pvgis:
    http://re.jrc.ec.europa.eu/pvg…st.php?lang=de&map=europe
    Standort- und Anlagendaten eingeben und man kann den zu erwartenden Ertrag recht genau ermitteln.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Danke erstmal an Eure Posts!


    Ich fange mal der Reihe nach an.


    gelig:
    Was ich wissen will? Ich würde mich über ein grundlegendes feedback freuen, in dem Ihr mir mitteilt, ob die eingeschlagene Richtung passt oder ob ich komplett auf dem Holzweg bin.


    Der Gesamtverbrauch liegt aktuell bei 3.000 kWh, allerdings steht aktuell noch zur Diskussion, ob die Schwiegereltern in einem noch zu errichtenden Anbau einziehen, womit sich sowohl der Verbrauch, als auch die Grundlast erhöht.


    Die Grundlast begrenzt sich, wie ich schon beschrieben habe, auf das wesentliche:
    Kühlschrank, Heizungssteuerung, Telefonanlage, im Sommer käme eine Klimaanlage hinzu, welche vorallem dann arbeitet, wenn viel Sonne scheint, im Winter könnte man - nach entsprechenden Erfahrungswerten - eventuell wenige Bereiche mit einer IR Heizung per Solarstrom heizen. Gerade für diese beiden Verbraucher (Klima und IR Heizung) fände ich eine automatische Steuerung per WR gut, damit ich nicht ständig online sein muss, und der WR mir diese Entscheidung bei entsprechender Sonnenleistung einfach abnimmt.


    Die Maße des Daches habe ich nicht ganz exakt im Kopf, aber Gebäudegrundmaß ist 14m x 8m, wobei das Satteldach also auf der Südseite 14m x 4m (oder auch etwas mehr, wegen des Winkels und des Dachüberstandes) hat.


    smoker59:
    Mit welchen Modulen hat "das Forum" denn in den relativ flachen Regionen NRWs gute Erfahrungen gemacht und nicht minder wichtig, welche überzeugen nicht nur per Preis, sondern Langfristig in Sachen Preis/Leistung und Qualität?


    Ja, es gibt auch Module von NAPS. Wer nun der echte Hersteller dahinter ist, vermag ich nicht zu sagen. Ein Vöglein zwitscherte mir mal, das sei eine Eigenmarke eines Solarteurs gewesen, der Module des Herstellers XY in großen Chargen gekauft habe und dann als "Hausmarke" NAPS umgelabelt hat. Ob das stimmt, kann ich jedoch ebenso wenig sagen.


    Wenn ich die Rahmendaten bei PVGIS eingebe, kommen bei 26% Gesamtverlust, die ich so habe stehen lassen, 6210 kWh je Jahr heraus.

  • ich würde das Dach vollmachen und durch Wahl effizienterer Module versuchen die 10 kWp zu erreichen. Irgendwann kommt in den nächsten paar Jahren ein eAuto, dsnn ist man um jedes kWp froh.



    Roadster 2.5 Model S P85+ Signature Red

    Tesla P85+ seit 8/13 >471.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. Seit 12/19 fährt Frau Tesla M3 AWD. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Es sind noch 4x320W hinzugekommen = 1280W d.h. Gesamt PV-Leistung nun 29,329kWp. Seit 1.11.20 werden die eAutos gesteuert per E3DC-Control und Teslatar zum Börsenpreis von aWATTar geladen.

  • Aber wenn ich die 10 kWp Größe wähle, laufe ich dann nicht gefahr, dass ich meine Anlage durch den Stromversorger fernsteuerbar auslegen muss und dieser die Anlage dann bei Bedarf abschaltet?


    Ein E-Auto kommt erstmal nicht in Betracht, ich hatte schon 3 Hybridfahrzeuge, der aktuelle Anforderungskatalog an ein Auto kommt nicht damit überein, zumal ich den Wagen nur nachts daheim stehen habe und somit auch nicht über die PV laden könnte. Und wie auch hier scheinbar alle wissen, ein Speicher einfach unwirtschaftlich ist ... somit ist das E-Auto erstmal raus.

  • Hallo Björn,


    manchen (besonders den Regierungen :wink: ) ist es auch wichtig, dass die Optik stimmt.
    Das würde Auswirkungen auf die Belegung und auf die Module (z.B. all black) haben können.


    Grundsätzlich würde ich auch zu 10 kWp tendieren, wenn eine optisch gelungene Belegung in diese Gegend kommt. Wenn es nur 8 kWp werden sollten, dann würde ich wohl auch bei 7 kWp aufhören.


    Wichtig wären daher die genauen Dachmaße. Diese kann man auch durch Messen der Ziegeldeckungen und Zählen der Ziegelanzahl halbwegs genau ermitteln.
    Zudem sind Photos von der Dachfläche das A und O.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Ok. Ganz exakte Maße kann ich vermutlich erst am nächsten Wochenende liefern, wenn ich wieder daheim bin. Dann könnte ich auch sofort ein Foto schießen und hochladen...


    Was bedürft Ihr noch, um Ratschläge geben zu können?

  • Zitat von der Bjoern

    Aber wenn ich die 10 kWp Größe wähle, laufe ich dann nicht gefahr, dass ich meine Anlage durch den Stromversorger fernsteuerbar auslegen muss und dieser die Anlage dann bei Bedarf abschaltet?


    :mrgreen::mrgreen::mrgreen:
    Ne, erst ab >30 kWp musst du einen Rundsteuerempfänger haben. Da kommt ein normaler EFH-Besitzer nicht hin und eigentlich will er da auch nicht hin, weil er ab >10 kWp einen verminderten Teil der EEG-Umlage zahlen muss, z.Zt. 35%, also 2,22 Cent/kWh. Daher die Grenze von 10 kWp, die bei vielen Eigenheimbesitzern auch gut passt.


    Zitat von der Bjoern

    Was bedürft Ihr noch, um Ratschläge geben zu können?


    Wenn tatsächlich verschattungsfrei, dann wird es wohl eine 08/15-Belegung mit zwei Strings a 18-20 Module handeln und einem WR um die 7 kVA. Module werden hier ungern empfohlen, weil keine Werbung betrieben werden soll und theoretisch jedes Modul verbaut werden kann. Bei den Wechselrichtern sieht das schon etwas anders aus, da für bestimmte Modulanordnungen nur ein relativ begrenzter Kreis von Wechselrichtern infrage kommt.
    Da nicht jeder Solarteur jedes Modul und jeden WR im Programm hat, macht es auch eher Sinn, sich Angebote von Solarteuren geben zu lassen und hier einzustellen: http://www.photovoltaikforum.com/posting.php?mode=post&f=41

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Bei aktuell 3000 KWh Jahresverbrauch macht es meiner Meinung nach keinen Sinn über 7KWp zu bauen.
    Es sei denn du hast das Geld liegen und weißt nichts anderes damit anzufangen.
    Sollte der Anbau kommen, muss man ohnehin schauen wie die Abrechnung funktionieren soll. Vermutlich werden deine Eltern n eigenen Zähler bekommen, oder laufen die dann über deinen Zähler mit?


    MfG


    gelig