Wärmepumpe zur Heizungsunterstützung und Warmwasser

  • Da ich für meine neue Anlage nur noch sehr wenig für den eingespeisten Strom bekomme, werde ich für die Übergangszeit und den Sommer eine Luft- Wasser- Wärmepumpe einbauen. Bei Temperaturen unter 5 Grad werde ich die vorhandene Ölheizung einschalten.
    Ich habe zwar nur einen Altbau von 1970 nicht weiter gedämmt. Ölverbrauch im letzten Jahr bei 2100 Liter.
    Ich habe mir ein 5 kW- Gerät mit angebautem Wärmetauscher gebraucht gekauft.


    Bei 0 Grad komme ich mit einer Vorlauftemperatur von 40 Grad aus. Ich habe einen 800 Liter Speicher, den ich tagsüber auf 45 Grad bringen will und dann abends und frühmorgens aufbrauchen möchte. Ich erhoffe mir eine Einsparung von vielleicht 700 Liter Heizöl im Jahr. Stromverbrauch ca. 2000 kWh.


    Hat da wer so etwas in der Art in Betrieb und kann mir vielleicht Hilfestellung geben.

    Mit freundlichen Grüßen

  • Kann Dir keine konkreten Tipps geben aber hatte mir schon ähnliches überlegt. Mein Favorit war eine kleine Nuos WP, ich hatte bei Innenaufstellung jedoch das Problem der Frischluftzufuhr. Welche WP hast Du im Einsatz?
    M.e. müsstest Du zuerst die Verschaltung mit Speicher und Öler lösen- ich erinnere mich da an zwei Varianten die diskutiert wurden- entweder hier oder im HaustechnikDialog.

  • Und das soll sich lohnen?

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


    elektrisch Mobil - TESLA Model S85 2013 bis 2017, seit Juni 2017 MX100D. - Tesla Roadster 2.5 seit Juni 2011 - BMW i3 seit Dezember 2013 - Renault ZOE seit September 2014

  • Elfibub hat geschrieben, dass er nur noch wenig für die Einspeisung bekommt.
    Folglich will er seinen PV Strom verbrauchen. Nix mit Braunkohlestrom und damit verbundenem CO2 Austoss.


    Elfibub: Klar macht das aus Umweltutzgründen Sinn. Finanziell hängt es von vielen Faktoren ab die ich nicht für Dich durchrechnen kann. Rechne einfach mal die Vollkosten pro kWh bei Einsatz einer kleinen WP und bei Einsatz eines gesteuerten Heizstabes im Puffer. Jeweils inklusive Abschreiber der Gerätschaft.


    Zur WP kann ich noch sagen, dass deren Leistung auf die PV Anlage abgestimmt sein sollte. Meiner Erfahrung nach macht dies nur dann Sinn, wenn die Stromaufnahme der WP etwa 10% der installierten PV-Peakleistung entspricht. Ansonsten wird gerade im Winter ein grosser Anteil des Stromes vom Netz bezogen. Die effektiven EV-Anteile meiner WP (1.8-2kW Stromaufnahme mit einer 10.35kWp PV-Anlage) kannst Du hier sehen: http://www.photovoltaikforum.c…mpenverbrauc-t109759.html.


    Ideal wäre eine modulierende WP, deren Modulation über den vorhandenen PV-Überschuss gesteuert werden kann (nicht über den Wärmebedarf auf der Abgabeseite).


    Aber es würde mich nicht weiter wundern, wenn das direkte Verbraten über einen Heizstab finanziell konkurrenzfähig sein sollte. Bei mir ist dies der Fall: Die WP hat immer Vorrang, der Rest - die letzten Tage leider so gut wie nichts - wird über Heizstäbe verbraten.


    Gruss, Mege

    10.35 kWp / Süd / 18° Dachneigung / Fronius Symo 7.0-3-M / Kostal Piko 5.5
    PowerDog als Energie-Manager u.a. für EV-Optimierung der Erdsonden-Wärmepumpe.
    Liebäugle seit längerem mit einem Speicher, habe aber noch immer nichts wirklich gescheites gefunden.

  • Ich würde davon abraten für die Übergangszeit eine teure WP zu kaufen un dann in der Hauptsaison doch wieder Öl zu verbrennen. Dazu muss ein hydraulischer Eingriff gemacht werden etc. und kostet bestimmt mehr als eine einfach BWWP.


    Ich würde daher folgendes empfehlen:


    1. PV Dach voll
    2. BWWP (Ochsner etc)
    3. Vorbereitung E-Auto in der Garage, dort hat man dann den größten Nutzen sowohl ökologisch als auch ökonomisch.

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


    elektrisch Mobil - TESLA Model S85 2013 bis 2017, seit Juni 2017 MX100D. - Tesla Roadster 2.5 seit Juni 2011 - BMW i3 seit Dezember 2013 - Renault ZOE seit September 2014

  • Ich hab mir ein 4 Jahre altes Gerät mit angebautem Plattenwärmetauscher für 40,- gekauft. Dann brauch ich 3 Hocheffizienzpumpen für 300,- , Rohre und Fittinge 200,-. Als Steuerung will ich eine Trimatik von einem Viessmann Heizkessel nehmen. Meine Wechselrichterüberwachung gibt mir Signal bei einstllbarer Leistung von z. B. 1 kW. Bei Sonnenschein werde ich Brauchwasser und 800 Liter- Speicher auf ca. 45 Grad bringen-. Wenn es nicht ausreicht, kann ich mit gekauftem Strom auch heizen. Ich denke bei einem COP von 3 wird das verbleichbar mit dem Ölpreis sein.(Der wird wohl auch wieder steigen).
    Die Wärmepumpe ist eine ASW 18 SA von Shining.
    Ich betrachte es als Bastelobjekt. Zu viel Öl werde ich wohl nicht einsparen können, da wir im Sommer nur einen Liter am Tag verbrauchen. Es ist aber ein gutes Gefühl fossile Rohstoffe einzusparen.

    Mit freundlichen Grüßen