Neues Verfahren: Energiegewinnung aus Erdgas ohne schädliche

  • Beim Verbrennen fossiler Brennstoffe entsteht CO2, das Treibhausgas gilt als Hauptursache für die globale Erwärmung. Ein weit verbreiteter fossiler Brennstoff ist Methan, der Hauptbestandteil von Erdgas. Forscher des Potsdamer Nachhaltigkeitsinstituts IASS haben in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie KIT ein Verfahren entwickelt, mit dem Energie aus Erdgas gewonnen werden kann, ohne dabei Treibhausgase freizusetzen.


    http://energyload.eu/stromspei…g-erdgas-ohne-emissionen/

  • Lustig ! Die einen "cracken" Methan um unter hohem Energieaufwand Wasserstoff für Brennstoffzellen herzustellen,
    die anderen "methanisieren" unter ähnlich Aufwand Wasserstoff um daraus Brenngas herzustellen :D
    Beide feiern sich ausgiebig unter Zuhilfenahme großer Mengen Forschungsgelder....
    Die Doofen verheizen Kohle um daraus Strom zu machen :(
    Die ganz Doofen zerlegen dafür sogar Atomkerne :evil:
    Die Welt spinnt. Nur gut dass die Sonne trotzdem scheint :D


    lg,
    Philip

  • Mich würde vor allem interessieren wie

    Zitat

    ohne dabei Treibhausgase freizusetzen.


    und

    Zitat

    Die Umwandlungsrate liegt bei bis zu 78 Prozent.


    zusammengehen.



    Zitat

    Die Doofen verheizen Kohle um daraus Strom zu machen :(


    Und die besonders cleveren verheizen den CO2-frei erzeugten Kohlenstaub. :twisted:



    mfg JAU

    No Shift - No Service

  • Der CO2-frei erzeugte Kohlenstoff darf natürlich nicht verheizt werden, das würde den Sinn des Verfahrens ad absurdum führen. Aber es gibt andere industrielle Anwendungen, das will ich gerne glauben. Z. B. als Zuschlag für Lehmputz im Innenausbau. Auch das Speichern des C ist möglich, z. B. im Ackerboden, wo es durchaus nützlich sein kann.


    Die 22%, die nicht umgesetzt werden (100% - 78%), kommen wohl oben heraus und müssten eingefangen und unten wieder eingeführt werden. Wenn das nicht gelingt und dieser Anteil des CH4 entweicht, hat man wohl einen größeren Schaden angerichtet, als wenn man das gesamte CH4 verbrannt hätte.


    Man kann auch Biomasse pyrolysieren und die Pflanzenkohle in die Erde bringen. Dafür wurde bei Ithaka ein recht preisgünstiges Verfahren entwickelt, das insbesondere für Bauern der 3. Welt durchaus geeignet ist (http://www.ithaka-journal.net/…r-und-klima-abo-fur-nepal). Es besteht aus einem konischen, oben offenen Behälter, der aus Stahl gefertigt, aber auch einfach in die Erde gegraben werden kann. Mit einem gewissen know-how, was die Führung des Feuers betrifft, kann man damit qualitativ hochwertige Pflanzenkohle erzeugen. Das Feuer brennt rauchfrei und frei von schädlichen Abgasen. Man arbeitet daran, auch die entstehende Wärme nutzen zu können, was derzeit nicht geschieht. Es gibt jedoch auch einfache Öfen, auf denen rauchfrei gekocht werden und zusätzlich Pflanzenkohle für den Garten erzeugt werden kann (https://www.youtube.com/watch?v=QsH_Gh-n2Mg). Das Verfahren ist nicht nur CO2 neutral, sondern CO2-negativ, weil die Pflanzenkohle für viele Jahrtausende im Boden gespeichert bleibt. Man kann ohne Weiteres bis zu 10% Pflanzenkohle in den Boden einbringen. Bereits die präkolumbianischen Indios des Amazonas-Beckens haben mit Holzkohle ihre berühmte Terra preta erzeugt, die den sonst kargen Urwald-Boden soweit aufbesserte, dass sie in ihren Waldgärten reichlich und nachhaltig Nahrung für ganze Städte erzeugen konnten, ganz im Gegensatz zu dem heute dort getriebenen Raubbau.


    Gruß, willswissen