PV-Analge mit 3 Dachausrichtungen sinnvoll?

  • Hallo Zusammen,


    ich beschäftige mich gerade damit, eine PV-Anlage zu planen. Aus dem Forum habe ich bisher sehr gute Informationen erhalten. Ein paar Fragen zur Ausgestaltung sind bei mir noch offen, und ich hoffe, hier Antworten zu finden.
    Wir werden an unser Haus einen zusätzlichen Raum anbauen und dazu eine bestehende Dachgaube verlängern. Da ein Gerüst durch den Anbau vorhanden ist, halte ich die zeitgleiche Installation der PV-Anlage für einen guten Zeitpunkt.
    Unser Stromverbrauch liegt aktuell bei 3600 kWh pro Jahr bei 5 Personen.


    Ausrichtung:
    Hauptdach: Azimut: 40° DN 29°
    Anbau Südost: Azimut: -50 ° DN 33°
    Anbau Nordwest: Azimut 130 ° DN 33°
    Standort: 34266 Niestetal
    Ein Verschattung durch Bäume oder Nachbarhäuser tritt nicht auf.


    Aus einem ersten Angebot habe ich die angehängte Hausansicht erhalten.


    Angeboten werden Trina TSM-215DC80.08 Quadmax 215 mono und ein SMA STP 7000TL-20.


    Wenn ich die Satellitenanlage auf die andere Dachseite setze, ist folgende Modulanzahl max. möglich:
    Hauptdach: 19 Module
    Anbau Südost: 9 Module
    Anbau Nordwest 9 Module


    Die Anlage hätte dann 7,96 kWp mit den Trina Modulen.
    Wegen möglicher zusätzlicher SmartMetering Kosten sollte ich wohl unter 7 kWp bleiben.
    Bevorzugen würde ich im Moment 70% hart, um Kosten für einen Datenlogger zu vermeiden. Meine Frau ist wegen der kleinen Kinder eh zu Hause und kann den Eigenverbrauch somit selber beeinflussen.


    Würdet ihr das Nordwestdach in die Planung mit einbeziehen?
    Was meint ihr über mögliche Konfigurationen?


    Schon mal vielen Dank im Voraus. :danke:

  • Hallo und willkommen im Forum,


    die 72-Zeller scheinen für das Dach wirklich gut zu passen. Trina würde ich mir auch aufs Dach schrauben 8)
    Aber: Bei Eurem überschaubaren Strombedarf würde ich die NW-Seite nicht belegen. Wie würde der Anbieter denn zudem die 3 Seiten verstringen wollen? Der SMA hat "nur" 2 MPP ! Da müsste man schon SO und NW auf einen Trcker legen, was unweigerlich zu Ertragseinbußen führt. Bei 3 Ausrichtungen nimmt man dann z.B. SE.
    Ich würde es aber bei SW und SO belassen, was eine Anlagengröße von 6,02 kWp bedeutet. Diese könnte man mit 70% hart an den Fronius SYMO 4.5-3-M oder mit 70% weich an den Fronius SYMO 6.0-3 M anschließen. Eigentlich würde ich auch 70% favorisieren, man sollte allerdings auch sehen, dass die WR-Kosten sich nicht viel unterscheiden und mit einem S0-Zähler für ca. €50,- die Mehrkosten absolut in Grenzen bleiben.


    @Edit: Wenn Du die SAT-Schüssel versetzt, sollten auch 19 Stück 60-Zeller auf´s Hauptdach passen. 19 x 295W = 5,6 kWP, womit Du nur 400W unter der Gesamtleistung bei den 72-Zellern mit 2 Dachseiten bist. Das sollte Dir auch eine Überlegung wert sein.

    7,71 kWp mit 38 x Hyundai HiS-M203SF an SB5000-TL (2x14) & SB2100-TL (1x10), DN:49°, -30° SSO, Inbetriebnahme: 31.08.2010,
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    Seit 28.01.2020 24/14 am SMA STP8.0-3AV-40

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  • würds genau so machen wie hgause sagt, das nw-dach bringt nicht viel.


    sat schüssel versetzen und die beiden anderen dächer belegen! ich hab die gleichen module allerdings in 205W seit 2012 aufm dach. laufen bis jetzt gut und sind bei dir auch zu empfehlen da du dadurch auf eine halbwegs akzeptable spannungslage am kleinen 9er string kommst :idea:

  • Danke für die Antworten.

    Zitat von hgause


    Wie würde der Anbieter denn zudem die 3 Seiten verstringen wollen? Der SMA hat "nur" 2 MPP ! Da müsste man schon SO und NW auf einen Trcker legen, was unweigerlich zu Ertragseinbußen führt.


    Der Anbieter wollte SO und NW an einen Tracker anschließen.


    Zitat von hgause


    Aber: Bei Eurem überschaubaren Strombedarf würde ich die NW-Seite nicht belegen


    O.K. dann werde ich wohl ohne das NW-Dach weiterplanen. :)


    Zitat von hgause


    72-Zeller scheinen für das Dach wirklich gut zu passen...
    ...sollten auch 19 Stück 60-Zeller auf´s Hauptdach passen.


    Da ich mich mit den Modulen noch nicht so beschäftigt habe:
    Der Unterschied 72-Zeller vs. 60-Zeller sind die Anzahl der Zellen vom Modul und somit die Modulgröße?!?

  • Zitat von MaP7

    Da ich mich mit den Modulen noch nicht so beschäftigt habe:
    Der Unterschied 72-Zeller vs. 60-Zeller sind die Anzahl der Zellen vom Modul und somit die Modulgröße?!?


    Ja, aber auch die Spannung. Deshalb gehen bei einem 1000V WR i.d.R. 19 Module der 72-Zeller in einen String, bei 60-Zeller deren 23.
    Standardmodule sind heute 60-Zeller bei 250W - 300W, obwohl die 250-er schon fast zum alten Eisen gehören.

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  • und auf südost würde ich unbedingt 72er nehmen da du damit eine passable stringspannung mit den 9 modulen bekommst.


    hauptdach würde ich je nachdem das nehmen was von den maßen her besser passt bzw preislich vielleicht interessanter ist-wenns die 72er werden dran denken dass nur max 19 sinnvoll möglich sind :idea: