Auswertung einer Minianlage

  • Hallo zusammen, ich bin neu hier und habe eine Frage


    Wir würden gerne eine kleine Anlage zur Abdeckung unserer Grundlast installieren ohne den Überschuß ins Netz einzuspeisen, bzw. ohne ihn vergütet zu bekommen.


    Jetzt zur Frage ? Wie kann ich denn sehen, ob und wie viel wir jetzt wirklich von unsere Anlage genutzt haben. Wenn ich einen Zähler dazwischen baue, sehe ich einen Wert... Sollte dieser jetzt z.B. 70kWh betragen, dann könnte es ja sein, das im günstigsten Fall (bei einer Grundlast von 70W) diese 70kWh sich aus 1000Std. zu je 70W zusammensetzen. Oder es sind 350St. zu jeweils 200W, wovon dann 130W kostenlos ins Netz gingen...


    Freundliche Grüße

  • Ohne einen 2 Richtungszähler wirst das auch nicht sehen können :juggle:
    Wenn Du nichts einspeisen willst, darfst Du auch nur im Bereich der Grundlast bleiben und da die Sonne keine 24std. scheint wird da kaum etwas bei rüberkommen.

    KWK Ecopower1.0 1kwp, 1x SB 5.0 und 1x SB 3.0 6,6kwp, 2x Outback Flexmax80 3,5kwp, Speicher 24V/1000ah, Überschußverwertung mit Heizstab in Pufferspeicher (Infrarot auf Q3d Zähler)
    Nachteinspeisung wenn KWK aus über WR

  • Hi Schneekugel,


    wie klein bzw. groß soll die Anlage denn werden? Und wie hoch ist Deine Grundlast im Einzelnen( Kühlschrank, Gefriertruhe, Rechner, Beleuchtung.... )? Mal einen Zähler vor jeden Dauerverbraucher schalten. Ohne diese Daten kann man nichts raten, nur raten. :D
    Wenn die Anlage zumindest einen Teil Deiner Grundlast liefert, kannst Du diese Verbraucher direkt an den Wechselrichter anschließen und siehst nur Schalter vor, der es Dir ermöglichen in besonders dunklen Zeiten auf Netzstrom umzuschalten.
    Dann kannst Du einen Zähler einbauen, der Dir zeigt, wieviel Du selbst erzeugt und verbraucht hast. Es geht nichts ins Netz. Statt im Akku kannst Du bei Kühlgeräten Kälte für die Nacht speichern. Für die Beleuchtung brauchst Du einen Akku, der so groß ist, dass er den Beleuchtungsstrom für zwei, drei Nächte speichern kann.
    Wenn die Anlage so ausgelegt wird, dass sie die Grundlast auch im Winter zumindest zu einem Teil abdeckt, hast Du im Sommer große Überschüsse, die Du verkaufen kannst.Ob sich der dazu erforderliche Aufwand ( netzgeführter Wechselrichter, Einspeisezähler, Papierkram, Steuranmeldung ) lohnt, hängt von der Anlagengröße, Deinem Installateur bzw. Deinem Geschick ab.


    Freundliche Grüße
    pvx

  • Also laut unserem Zähler haben wir ca. 70 Watt als Grundlast, die wollte ich gerne mit einem 250W Panel Tagsüber abdecken. Also ein Zähler, der ab 70W als Betriebsstunden Zähler arbeitet würde mir schon helfen.


    Die Anlagen liegen bei ca. 500€, das sind ca. 1800kWh und 25.000 Std. , die die 70 W produziert werden müßten.


    Freundliche Grüße

  • Das kannst du komplett vergessen.
    Bei trüben Wetter(kommt in D leider öfters vor) liefert ein eizelnes modul meist nicht mal den
    Eigenbedarf/Verlustleistung des WRs
    zb.liefert mein 1500Wp Strang momentan gerade mal 26w.macht also 4,3w per 250w Modul.
    so ein Modul Wr wurd bei der geringen Leistung nicht mal einschalten.
    Die Einschätzung übers der erzeugung übers Jahr kann man ausrechnen.
    http://re.jrc.ec.europa.eu/pvg…st.php?lang=en&map=africa
    Kleinvieh mach bekanntlich auch Mist.
    Vieleicht können die kleinanlagenexperten hier emphelungen machen um unter 500€
    zu kommen.

    PIP 2424HS an 750Wp 3xShinsung Black Mono250 +1,5Kwp (6xShinsung Black Mono250)
    an FPS 100/50 an Bluebatt 24v 465Ah

    EA Sun ISolar SMV III 3K

    EA Sun SP 3K-24
    Siliken 3,3i 3,25Kwp 13xShinsung Black Mono 250
    VW T4 mit Evective 2000w + Varta 110Ah +0Wp

  • Hallo Schneekugel,


    ein "Zurückfliessen" des selbst erzeugten Stroms ins öffentliche Netz kannst du durch den Einsatz von Energiemanagern/Verbrauchsreglern verhindern. Diese erfassen am Netzanschlusspunkt (hinter deinem herkömmlichen Stromzähler) deine Bilanz aus Bezug und Einspeisung und schalten entsprechend Verbraucher zu, bzw. ab, speichern den selbst erzeugten Strom in Batterien oder verwerten den Strom zur Brauchwassererwärmung oder z.B. zur Ladung von Elektromobilen.


    Visualisierung:
    Allerdings werden die (elektrischen) Energieflüsse erst durch ein entsprechendes Anzeigemodul auc visualisiert.
    Relativ einfach kannst du, wie oben schon beschrieben, diese auch durch die Verwendung einer Vielzahl von Energiemessgeräten erfassen - ist halt relativ aufwändig und wenig elegant...


    Vermutlich kennst du auch die entsprechenden Untersuchungen (z.B. von der HTW Berlin bzw. Prof. V. Quaschning oder anderen), die dir einen Richtwert für deinen Eigenverbrauch abhängig von der Haushaltsgrösse und der installierten PV-Leistung geben.

    Paul Wieland | CarpeDiem Energy | Energiemanager ecoControl, Speicher ecoStore | Wir sind Service- und Vertriebspartner von LetrikaSol, Enphase, Envertech und SOLIS-Ginlong | Wir kämpfen für eine nachhaltige, dezentrale Energieversorgung

  • Zitat von Schneekugel

    Hallo zusammen, ich bin neu hier und habe eine Frage


    Wir würden gerne eine kleine Anlage zur Abdeckung unserer Grundlast installieren ohne den Überschuß ins Netz einzuspeisen, bzw. ohne ihn vergütet zu bekommen.


    Jetzt zur Frage ? Wie kann ich denn sehen, ob und wie viel wir jetzt wirklich von unsere Anlage genutzt haben. Wenn ich einen Zähler dazwischen baue, sehe ich einen Wert... Sollte dieser jetzt z.B. 70kWh betragen, dann könnte es ja sein, das im günstigsten Fall (bei einer Grundlast von 70W) diese 70kWh sich aus 1000Std. zu je 70W zusammensetzen. Oder es sind 350St. zu jeweils 200W, wovon dann 130W kostenlos ins Netz gingen...


    Zwei zusätzliche Zähler.
    Einer der die Erzeugung zählt (kann auch der WR machen) und 1 der den Stromfluss ins Netz misst. Z1-Z2 = eigener PV-Verbrauch.

  • Zitat von Schneekugel

    Also laut unserem Zähler haben wir ca. 70 Watt als Grundlast, die wollte ich gerne mit einem 250W Panel Tagsüber abdecken. Also ein Zähler, der ab 70W als Betriebsstunden Zähler arbeitet würde mir schon helfen.


    Die Anlagen liegen bei ca. 500€, das sind ca. 1800kWh und 25.000 Std. , die die 70 W produziert werden müßten.


    Freundliche Grüße


    Ich gehe mal davon aus, dass Du einen 3 Phasen Zähler hast. Das ist i.d.R. in Deutschland so. Wenn Du also lediglich 70W Grundlast hast, kommt die nächste Frage, auf welcher Phase die liegt, bzw ob die sich verteilt. Im letzteren Fall wird es mit PV Anlagen ohne die überschüssige Energie zu verwerten (siehe CarpeDiems Info) noch unwirtschaftlicher. Dir ist bewusst, dass die Anlagen 8-10 Jahre mind. brauchen um sich zu rechnen?


    Dazu kommt noch die Rechtslage und der Aufwand für Anmeldung, Kosten für rücklaufgesperrtem Strom Zähler. Meldepflichtig ist leider jede noch so kleine Anlage. Und offenbar sogar neuerdings Inselanlagen :oops: ?


    Auswerten kann man solche Micro Anlagen mit verschiedenen Mitteln:
    - Energiemonitor (AVM Fritz Dect Steckdose, Smart Power Steckdose mit Meßfunktion) (ca. 50€)
    - Web basierte Powermonitore ( OWL, Efergy ) (120-150€)
    - Alle größeren Hersteller bieten ihre Micro WR mit Datalogger an. Die sind auch je nach Preisklasse per App und Browser nutzbar. Sind aber schnell sehr teuer. (incl. WR ab 260€ - 700€ für einMicro WR!) Der SMI260 + USB Stick ist die mir bekannteste preiswerteste Kombi für 260€, gefolgt von SMA Sunny boy 240 (ab 330€ App+Web) und AEConversion liegt bei Webbasierter Auswertung über 700€


    Vielleicht investierst Du das Geld besser in LED und andere energiesparende Maßnahmen.
    Wie hoch ist denn überhaupt Dein Jahresverbrauch? Wie viel Budget willst Du investieren?

    Dauercamper Insellösung als Offgrid Hybrid System:
    - 1*150W + 2* 50W Offgridtec Mono 12 V Panels
    - Votronic MPP250 mit Solarcomputer
    - AGM 100AH/10C Proteus Akku
    - Webcam/Netatmo Wetterstation mit LTE Router, externer Portfreigabe im privaten IP Bereich

  • Hallo Schneekugel,
    alles viel zu kompliziert gemacht...
    Ein Energiemessgerät für unter 10 Euro in die Steckdose und das Modul da rein!
    Geht wunderbar, kannst am Messgerät auch noch deinen Strompreis einstellen - so siehst du, was du sparst...
    Allerdings kannst du mit einem 250W- Modul nicht alles abdecken - aber es hilft!
    Der Stromzähler dreht bei guter Leistung deutlich langsamer und das läppert sich aufs Jahr!
    Nur rückwärts drehen darf er nicht, solltest du noch einen alten großen schwarzen Zähler haben, diese haben keinen Rücklaufschutz...