25m² Anlage

  • Hallo,


    ich hätte auf unserem Dach rund 25m² freie Dachfläche. Hier liebäugel ich mit einer Photovoltaikanlage. Grobe Recherchen im Internet haben ergeben, dass ich an meiner Position wohl mit 1.160,8 kWh / qm Globalstrahlung rechnen kann (Kempten).
    Ein Internetrechner (http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/apps4/pvest.php) hat mir dann berechnet, dass ich so ca. 2700-3000kwh im Jahr rechnen kann. Bei der Annahme, dass die Anlage 3,08kwp hat, stimmt das so überhaupt???
    Ebenso hab ich in Erfahrung gebracht, dass mich das ganze so ca. 5000-6000€ Investitionskosten kosten wird (Internetrechner).


    Jetzt stellen sich mir ein paar Fragen. Wie gut kommen die Daten die ich im Internet bekommen habe hin, besonders die Investitionskosten?
    Was macht man mit so einer kleinen Anlage?
    Für den Eigenverbrauch einer Wohnung ist es zu viel, für das ganze Haus zu wenig.
    Ist man im Großen und Ganzen besser beraten den komplett erzeugten Strom zu verkaufen?
    Wie viel bekommt man so für die kw/h, habe gelesen 12 cent?
    Rechne ich mal 12cent *2700kw sind das 324€ im Jahr. Das reicht aber nicht, dass ich mein Jahresverbrauch den nur ich (rund 450€) habe zu decken.


    Kann man auch den Solarstrom zuerst selbst verbrauchen und was übrig bleibt ins Netz einspeisen? So würde ich mit der Anlage meinen Eigenverbrauch decken, also rund 1800kw/h im Jahr und die restlichen 1000kw/h verkaufen?
    So würde ich allein schon rund 450€ im Jahr an Stromkosten sparen können und noch 120€ Strom verkaufen können. Komme dann also auf einen "erzeugten" STrom im Wert von 570€.
    Gegengerechnet auf die Investitionskosten von 6000€ hätte ich dann nach 10 Jahren abbezahlt.


    Naja bin ncoh sehr weit am Anfang, kenne mich nicht sonderlich gut mit dem Thema aus und bräuchte mal etwas Unterstützung wie man das ganze weiter angehen kann.
    Habe jetzt auch nur mal mit angenommen Zahlen gerechnet, aber kann es so in etwa hinkommen?



    Lohnt sich so eine kleine Fläche überhaupt?

  • Welche DN hat das Dach bei welcher Himmelsrichtung?
    3KWp sollten keine 6000,- netto kosten, sonst lässt man es besser bleiben. Rund 4000,- bis 4500,- wären im Rahmen.
    Wie alt ist der Zählerschrank?
    Wie ist der Kabelweg vom Dach zum Zähler?
    Es ist Standard bei Überschusseinspeisung zuerst selbst zu verbrauchen und der Rest geht ins Netz.
    Du kannst nur selbst und direkt verbrauchen wenn Ertrag da ist. Also bei Sonne und vor allem nur tagsüber!


    Maße der Dachfläche und ein Foto davon wären gut.


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    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Das Dach hat eine Dachneigung von 28°
    Ausrichtung ist Richtung Süd - Süd/Ost. Ich habe irgendwo eine Art Maske gefunden welche ich über google maps aufs Haus legen konnte, da komme ich dann auf eine Ausrichtung von -15 Grad (ca.)
    Was meinst du mit wie alt ist der Zählrschrank? Meinst du den Stromzähler? Der drüfte dann so 30-40 Jahre alt sein.
    Kabelweg vom Dach zum Zähler dürften, sofern man komplett neu verkabel muss in etwa 12-20 Meter sein.
    (Ein Anschluss "irgendwo" ans Wohnungsnetz ist nicht möglich?)


    Die Dachfläche die zur Verfügung steht ist etwa 5Meter breit und 5 Meter lang. Was nun an Monatagefläche weg geht weiß ich nicht, Denke auch mal, dass ich nicht bis an den Rand des Daches gehen darf (das habe ich aber pauschal berücksichtigt und denke die 5 Meter breite und 5 Meter länge sollten in etwa hinkommen). Rechts neben den Modulen, also in Ostrichtung steht eine Dachgaube. Nach Begutachtung bei den Nachbaren, die sehr ähnliche bauliche Verhältnisse haben, Ist der Weg auf die Module ab ca. 9- 10 Uhr frei bzw. unbeschattet.


    Wie muss ich mir das nun mit der Überschusseinspeisung vorstellen. Ich speiese Strom ein und der Zähler läuft rückwärts, ich ziehe Strom ab und der Zähler läuft vorwärts?
    Ist dann aufs Jahr gesehen nicht ein zurückgelaufener Zähler zu erwarten?

  • nein, so funktioniert das nur in Belgien; In Deutschland wird alles über einen Zähler mit 2 Zählrichtungen geführt. Dabei liegt die PV anlage vor dem Zähler auf der Hausseite. damit wird der erzeugte Strom erst selbst verbraucht und der Rest = Überschuß geht in Netz. Nachts oder bei zu wenig Erzeugung ziehst Du ganz normalen Netzstrom, der wie immer bezahlt wird. Für den Überschuß bekommst Du eine Vergütung. Aber wenn Du keine 3000kWh Strom im Jahr erzeugst und Dein Verbrauchsprofil noch nicht kennst solltest Du erst noch mal ganz viel lesen und dann Fragen stellen.


    In meinem Bild rechts siehst Du das ganz git, Rot ist die Einspeisung ins Netz (Erzeugungsüberschuß nach Verbruach) und blau der Bezug (an zwei guten Tagen)

    22.05.2012: 8,8 kW, 100 % Eigenverbrauch, netmetering mit Ferrariszähler [Belgien]
    25.02.2016: 2,6 kW, netmetering mit Vergütung [Niederlande]

  • Zu meinem Verbrauchsprofil, sofern ich das jetzt richtig verstanden habe :D
    Ich bin im Grunde den ganzen Tag über nicht zu Hause, so von halb 6 morgens bis abends um 7.
    Das heißt jetzt für mich, dass der meiste erzeugte STrom verkauft wird weil ich zu der Zeit in der er erzeugt wird nicht da bin und ihn ergo nicht benutzen kann.
    Wenn ich dann STrom brauch kann man im groben davon ausgehen, dass ich Netzstrom benötigte da die PV-Module schon wieder Leistungsschwächer werden.
    Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, heißt das für mich, dass ich doch besser mit einem kompletten verkauf des erzeugten STroms rechnen muss da ich wenig bis kaum davon selbst benutzen kann?

  • Auch wenn man nicht zu Hause ist kann man PV - STROM verbrauchen. Zeitschaltuhr an die Spüli, Startzeitvorwahl an WaMa und Trockner nutzen ... oder am Wochenende waschen.


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  • Hi, selbst wenn ich mein STromverbrauch etwas optimiere wird das wohl nicht so viel ausmachen wie es ausmachen müsste. Schade eigentlich... Eine vernüftige Möglichkeit den Strom zu speichern gibt es soweit mir bekannt noch nicht?