Mitteilung des Energieversorgers über mögliche Rückforderung

  • Ich betreibe eine Anlage mit 4,68 kw. Die Anlage ist bei der Bundesnetzagentur angemeldet. Mit der Abrechnung in 1.2016 für 12.2015 stellte mein Stromabnehmer die EON-Edis die gestaltung der Abrechnung für den eingespeisten Strom um.
    Unter Detailübersicht wurden zwei Sätze eingefügt die mich stutzig machen.


    Da steht folgendes:
    " Die Zahlung erfolgt auf der Grundlage der uns derzeit vorliegenden Unterlagen und unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtssprechung zum KWKG und EEG. Die E.EDIS AG kann die Zahlung zurückfordern, soweit die eingereichten Unterlagen nicht den Fördervoraussetzungen entsprechen.
    Dies gilt auch soweit eine nachträglich durch die Rechtsprechung erfolgte Auslegung des KWKG bzw. EEG dazu führt, dass die Fördervoraussetzungen nicht mehr vorliegen. "


    Den ersten und zweiten Satz kann ich noch nachvollziehen, aber den dritten nicht.
    Das heist ja, sollten irgendwann Richter zu dem Urteil kommen das das EEG in der jetzigen Fassung nicht rechtens ist, müsste ich das Geld wieder zurückzahlen. Das kann doch nicht sein.
    Eine Wiederrufsbelehrung findet sich nicht unter dem Text.
    Eventuell gibt es ja hier jemanenden der sich mit der rechtlichen Seite etwas auskennt und was dazu schreiben kann.


    Son.Gr. von GG69F.

  • Ja so ist es
    Auf hoher See und vor dem EEG ist man in Gottes Hand :wink:


    Spass beiseite, das ist normal. Sollte das EEG rüchwirkend eine Veränderung bekommen, z.B. dass Anlagen unter 5 kWp nur 3ct pro kWh Vergütet bekommen, dann wird die Zuvielbezahlung zurück gefordert. Wird zwar nicht so kommen, aber nur mal als Beispiel.
    Oder man hat seine Anlage mit falschen Daten registriert, irgendwelche Formfehler gemacht usw. All das kann zur Rückzahlung führen.
    Mach dir keine Sorgen, wenn alles richtig abgelaufen ist, brauchst du nichts befürchten :wink:

    Gruß PV-Express


    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • Zitat von GG69F


    Eine Wiederrufsbelehrung findet sich nicht unter dem Text.


    Du bist ja auch nicht der Kunde sondern der Lieferant ;)
    Aber hier ist alles per Gesetz geregelt, da kann Edis nichts dran machen (außer natürlich üebr ihre Lobbyisten, aber das zählt hier nicht).
    Ich sehe es wie PV-Express, die warnen dich, falls du einen Fehler gemacht hast, mußt du zurückzahlen - eigentlich selbstverständlich, aber lies mal hier quer, da kommt oft sinngemäß "...die haben doch immer bezahlt...". Früher war das manchmal anders, da haben sie erst bezahlt, wenn wirklich alles geklärt war, was leider auch mal Jahre gedauert hat und einige bis an den Rand der Insolvenz geführt hat (weshalb jetzt im EEG klar steht, daß und wann sie Abschläge zahlen müssen).


    Kritisch prüfen würde ich nochmal, ob bei dir wirklch Eigenversorgung vorliegt, wenn du Überschußeinspeiser bist. Insbesondre ob der Bezugszähler und die ANlage wirklich auf den selben Namen laufen (und sei es nur Albert und Berta Meier beim Bezug einen und Albert Meier bei der PV - die sind nicht identisch! ).

  • ja das geht im wesentlichen um die EEG-Umlage und die Bedingungen unter dehnen diese nicht gezahlt werden muss.
    Die VNZ Betreiber haben da ein Haftungsproblem, wenn falsche Angaben vorliegen.
    1. Anlage kleiner 10kw/p und weniger als 10000 kw/Jahr Eigenverbrauch.
    2. Eigenverbrauch wird vom Inhaber, Lebenspartner des Inhabers oder Kindern des Inhabers der Anlage ortsnah verbraucht. Also keine Mietwohnungen, keine Gesellschaft die die Anlage betreibt oder den Strom verbraucht.
    Also schon Plegekinder könnten da zum Problem werden.

  • Auch Ehepartner und Kinder sind nicht personenidentisch. Was ist mit Verbrauch, den z.B. ein Handwerker entnimmt und in mitgebrachten Geräten verbraucht. Muss der Verbrauch gemessen und gemeldet werden?

  • Zitat

    Was ist mit Verbrauch, den z.B. ein Handwerker entnimmt und in mitgebrachten Geräten verbraucht. Muss der Verbrauch gemessen und gemeldet werden?


    Natürlich nichts, welch eine überflüssige Fragestellung!


    Gruß


    gruennetz