• Hallo,


    für die Überwachung meiner PV-Anlage sowie für die Erstellung meiner Steuer würde ich mir gerne einen PC kaufen, diesen dann natürlich (so weit möglich) steuerlich absetzen.
    Wäre ein privat gekaufter PC, z.B. bei Ebay von Privatperson ohne Mwst, auch steuerlich absetzbar?
    Als Kaufbeleg könnte dann nur der Ebay-Vorgang herhalten.


    Gruß
    Chris

  • Ohne Rechnung kein Absetzen..

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Der Bezugsweg spielt keine Rolle.
    Die Zahlung muss nachgewiesen werden. (Der Aufwand "glaubhaft" gemacht werden).
    Die Aussage "ohne Rechnung kein Absetzen" ist so eine Fausregel, die halt zu 95% stimmt. Du tanzt in den anderen 5%.
    Da wird es kein grundsätzliches Problem geben.


    Du kannst natürlich keine Vorsteuer ziehen.
    (Vorsteuer; bessere Gewährleistung bei Neugerät ab Händler... sind eigentlich die Gründe, warum im unternehmerischen Bereich derartige "von-Privat-Gebraucht-Käufe" weniger wirtschaftlich sind, als sie auf den ersten Blick scheinen)



    Die Anerkennung als Betriebsausgaben..... ein leidiges Thema.
    Theorie und Praxis schießen hier quer durcheinander.


    Das Grundproblem: Man kann sich mit bestimmt 5-10 "aufregenden" steuerlichen Fragestellungen systematisch einen ganzen Tag beschäftigen und ein 15-seitiges Rechtsgutachten fertigen. Das ändert alles nichts daran, dass es beim FA Mitarbeiter gibt, die sich mit so einem Scheiss beschäftigen - und andere, die einfach ablochen.
    Dann gibts noch jeweils die, die von der Materie auch noch Ahnung haben; diejenigen, die auf veraltetem Wissen herumreiten; diejenigen, die falsche, aber praktikable Lösungen suchen, und diejenigen, die nur glauben sie hätten Ahnung.


    Wie die Nummer ausgeht, hängt - unter den gewöhnlichen Voraussetzungen - am Ende einzig vom Typus des Sachbearbeiters ab.


    Unstreitig wäre wohl die betriebliche Veranlassung.
    Die Frage wäre, ob die betriebliche Nutzung unter 10% liegt - und somit notwendiges Privatvermögen gegeben ist.
    Wenn die betriebliche Nutzung mehr als 10% ist... ist es egal, ob es sich um notwendiges Betriebsvermögen handelt... oder es zum gewillkürten Betriebsvermögen gemacht wird.


    Allerdings wird sich die Frage nach einer gemischten Nutzung stellen.
    Wenn man diese bejaht, benötigt es einen objektiven Aufteilungsmassstab.
    Ob es den gibt, kannst nur Du wissen. Und ob der Sachbearbeiter dies dann auch so sieht - ist dessen Sache.
    Gibt es einen Aufteilungsmaßstab.. wunderbar.
    Gibt es keinen Aufteilungsmaßstab, handelt es sich um nicht abzugsfähige Aufwendungen.
    (Endlich mal ein eindeutiges Ergebnis - dummerweise ein ungewünschtes Ergebnis).


    Hat man einen Aufteilungsmaßstab gefunden, sind die Aufwendungen voll abzugsfähig.
    Allerdings muss der private Nutzungsanteil versteuert werden.
    Sowohl in der Ertragssteuer - aber auch umsatzsteuerlich.
    (Hier wirds dann doof, wenn man auf die Nutzung USt zahlen muss - aber keine Vorsteuer ziehen konnte).


    Man könnte aber auch an einen Doofen geraten, der sich damit zufrieden gibt, dass nur X% der AHK des Notebooks abgeschrieben werden. Sobald das FA von dieser falschen Vorgehensweise einen Vorteil hat, finden sich Vertreter dieser Methode in allen Ecken. Hier, wo der Vorteil auf Deiner Seite liegen würde, wird die Anzahl deutlich knapper.


    Last not least: "Einigung" (=Verhandlungslösung) kommt natürlich immer in Frage. Wobei man dazu eher das Sachbearbeiter-Modell "alter Hase" benötigt; "alte Hasen" wiederum beschäftigen sich tendentiell nicht mit solchem Fliegenschiss.



    Von "ging völlig reibungslos und ohne Rückfrage durch" über "ich hatte 1.000 Fragen zu beantworten... befürchtete schon, als nächstes würde ich gefoltert"... bis zu "knallharte Ablehnung - ich hätte in die Klage gehen müssen" kann alles dabei sein.
    Das ist auch der Hauptgrund, warum Du hier von 100 Leuten vermutlich 101 unterschiedliche Aussagen bekommst.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Pauschal und absolut nicht zu beantworten.


    Ein Notebook gebraucht von Privat kann ja durchaus ein Schnäppchen sein.
    Man kann nur sagen, dass der Vorsteuerabzug dahin ist (das sind ja schon mal 19% und die Garantie- und Gewährleistungsansprüche schlechter sind, als beim Neukauf über den Händler.
    Das Schnäppchen schrumpft beim Unternehmer lediglich.


    Was einem das im Einzelfalls wert ist - ist höchst subjektiv.

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  • Zitat von kpr


    Das Schnäppchen schrumpft beim Unternehmer lediglich.
    .


    Du das sag ich dir mal als ITler. als Firma Privat einen PC kaufen ist komplett unsinnig , sowohl die MWST die fehlt wie auch das Trara wegen der Zahlungsnachweiß bei Ebay, wie auch 0 Garantie. Und dann sowieso mal der nachweiß das der PC ausschließlich zum Loggen und nicht Privat genutzt wird.


    Im falle von gebraucht gibt es Firmen bei denen man da gebraucht kaufen kann mit Gewährleistung und auch teils Garantie. z.B Harlander.com sind hier sehr billig am SecondHand sector. Schon oft dort für Kunden Geräte bestellt

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  • Ich weiss nicht was Du hast. Nichts anderes habe ich geschrieben.
    Du lässt nur außen vor, dass überall dort, wo es eine Regel gibt, automatisch Ausnahmen existieren.


    Früherer Mandant von mir kauft Notebooks sehr gerne "gebraucht" (und dann auch von Privat).
    Nach China-Reisen werden die Dinger eh weggeschmissen. Garantie / Gewährleistung hat da eh keinen Wert.


    Ob es wirtschaftlich für jemanden Sinn macht, oder nicht - muss er schon selbst entscheiden.


    Die erforderlichen Dokumente sind bei E-Bay genau so einfach / kompliziert zu beschaffen, wie bei jedem anderen Online-Händler. (Da gibts halt viele Irrtümer)
    Da ich von privat eh keinen Vorsteuerabzug habe, brauch ich keine ordentliche Rechnung.
    Ertragsteuerlich muss ich den Aufwand glaubhaft machen.
    Da tut es zur Not ein Screenshot von den getätigten Käufen im E-Bay-Konto plus zahlungsnachweis.
    Und ob ich bei E-Bay kaufe oder Siemens.... der Geldabfluss wird übers Bankkonto nachgewiesen. Aus die Maus.

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  • Zitat von kpr

    Ich weiss nicht was Du hast. Nichts anderes habe ich geschrieben.


    ... das ich ihm aus Erfahrung in dem Bereich, undabhängig von deiner Steuermeinung davon dringend abrate, generell einen gebrauchten PC über Ebay zu kaufen wenn er ihn neu "voll" steurlich absetzen könnte. Da zahlt er so gut wie immer drauf so oder so, bei vollem kaufrisiko

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  • Ich habe einen neues Laptop gekauft und zu 100% abgesetzt. Abschreibung auf 3 Jahre. Der Steuerberater hat noch eine Bestätigung beigefügt das es im Haushalt noch einen privaten PC und ein weiteres Laptop gibt. Der neue Laptop wird ausschliesslich für die PV-Anlage genutzt. Gab keine Probleme damit. MwSt zurück erhalten. Evtl. war es von Vorteil das der Steuerberater die EÜR erstellt hat.

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  • nicht nur eventuell...sondern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.

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