Meldefrist für Eigenversorger

  • Moin,


    ich bin momentan etwas verunsichert. Im Magazin heisst es u.a.


    Zitat

    Auf selbst genutzte Strommengen aus Erneuerbaren-Energien-Anlagen ist seit nunmehr anderthalb Jahren EEG-Umlage zu zahlen. Befreit sind davon Betreiber von Systemen, deren Strom bereits vor August 2014 zur Eigenversorgung eingesetzt wurde und Betreiber von Neuanlagen mit maximal zehn Kilowatt Leistung, sofern die Stromerzeugung zehn Megawattstunden pro Jahr nicht überschreitet.


    Unsere Anlage wurde im September 2010 in Betrieb genommen und hat 5,2 kWp. Somit würde ich sagen: Wir sind befreit, da beide Bedingungen erfüllt sind.


    Allerdings heisst es in dem Artikel weiter:


    Zitat

    Auch, wer von der Entrichtung der EEG-Umlage befreit ist, hat allerdings seinem Verteilnetzbetreiber eine Mitteilung zu machen – nämlich, dass der eigene Solarstrom selbst genutzt wird, aber die Anlage nicht unter die Zahlungspflicht fällt. Ist das geschehen, braucht eine zweite Mitteilung nicht mehr erfolgen – und zwar an die Bundesnetzagentur.


    Da wir auch für selbstverbrauchten Strom vom VNB Geld erhalten, bekommt er natürlich jedes Jahr von uns zwei Zählerstände: den insgesamt erzeugten Strom und den eingespeisten Strom. Der VNB weiss also eigentlich, dass wir selbst erzeugten Strom zum Teil auch selbst verbrauchen und er weiss das seit September 2010.


    Muss ich jetzt also meinem VNB trotzdem noch explizit melden, dass "der eigene Strom selbst genutzt wird, aber die Anlage nicht unter die Zahlungspflicht fällt"? Wenn ich das nicht machen muss, muss ich dann trotzdem der BNA noch die Strommengen melden?


    Gruß,


    Oliver

    28 x aleo S_17 (185W), SMA SB5000TL-20, 5,18 kWp, SolarLog 500, Ausrichtung +50°, Dachneigung 35°, in Betrieb seit 08.09.2010

  • Hallo Oliver,


    wenn der Netzbetreiber bereits alles von dir weiß, musst du natürlich nichts melden (, wobei ich nicht weiß, ob der Netzbetreiber Kenntnis hat, wer den Solarstrom bei euch verbraucht - schließlich gab's die Förderung nach EEG 2009 für Strom, der in unmittelbarer räumlicher Nähe durch den Anlagebetreiber selbst oder durch Dritte verbraucht wurde). Da du mit einer Bestandsanlage nicht EEG-Umlage-pflichtig sein solltest und dies der Netzbetreiber wissen sollte, braucht auch keine Meldung an die Bundesnetzagentur erfolgen. Die Behörde muss nur kontaktiert werden, wenn EEG-Umlage-Pflicht besteht.


    Keine EEG-Umlage-Pflicht besteht bei Bestandsanlagen laut EEG, wenn Eigenverbraucher und Stromerzeuger die gleiche Person sind und der Strom durch kein Netz geleitet wird, es sei denn, der Verbrauch erfolgt anschließend im "räumlichen Zusammenhang" zur Anlage. In deinem Falle - wie erwähnt - kann ich nicht einschätzen, ob der Netzbetreiber weiß, wer bei euch den Strom nutzt, ob also die sogenannte Personenidentität zwischen Erzeuger und Verbraucher vorliegt.


    Die Gesetze (EEG und Verordnung zur Weiterentwicklung des bundesweiten Ausgleichsmechanismus nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz) schreiben nicht explizit vor, dass eine Meldung zu erfolgen hat, wenn ein Betreiber ohnehin keine EEG-Umlage abführen muss. Andererseits haben die Netzbetreiber die Aufgabe, die Umlage von Eigenversorgern einzutreiben. Ob die oben genannten Bedingungen bei Bestandsanlagen (Personenidentität Erzeuger und Verbraucher, kein Netz) gegeben sind, weiß das Unternehmen in der Regel nicht. Die Aufforderung zur Meldung, dass keine Umlage-Pflicht besteht, ist eher als Formsache zu sehen, die aber - glaube ich - jedem Eigenversorger weiteren Papierkram ersparen kann. Das Wirtschaftsministerium und die Bundesnetzagentur haben den Standpunkt, dass der Eigenversorger nachweisen oder zumindest erklären muss, dass er keiner gesetzlichen Zahlungspflicht unterliegt.


    viele Grüße,
    Ines

  • Zitat von Ines Rutschmann

    wenn der Netzbetreiber bereits alles von dir weiß, musst du natürlich nichts melden (, wobei ich nicht weiß, ob der Netzbetreiber Kenntnis hat, wer den Solarstrom bei euch verbraucht - schließlich gab's die Förderung nach EEG 2009 für Strom, der in unmittelbarer räumlicher Nähe durch den Anlagebetreiber selbst oder durch Dritte verbraucht wurde). Da du mit einer Bestandsanlage nicht EEG-Umlage-pflichtig sein solltest und dies der Netzbetreiber wissen sollte, braucht auch keine Meldung an die Bundesnetzagentur erfolgen. Die Behörde muss nur kontaktiert werden, wenn EEG-Umlage-Pflicht besteht.


    Hallo Ines,


    vielen Dank für die ausführliche Antwort! Das EEG wurde einfach zu oft umgebaut. Da blickt man oft kaum noch durch, ob man selbst nun von dieser oder jener neuen Regelung betroffen ist oder nicht.

    28 x aleo S_17 (185W), SMA SB5000TL-20, 5,18 kWp, SolarLog 500, Ausrichtung +50°, Dachneigung 35°, in Betrieb seit 08.09.2010

  • Hallo und Guten Morgen alle zusammen,


    Ich frag einfach mal hier...


    Hab am Samstag von meinem Solateur eine Email bekommen, mit der bitte um Angabe zur EEG UmlagePflicht, inkl Formular von der ENBW !


    Was muss ich den da jetzt machen ?? PV Anlage ist von 2011 mit 9,6 KwP, und wurde im Juli 2012 aufg Eigenverbrauch umgerüstet ! ENBW weiss das Eigendlich schon dementsprechend würde auch immer Abgerechnet .


    Danke für eure Hilfe !


    Grüße


    Öz :danke:


    hier noch das Formular