Sicherung solo auf RPi; Auslagerng der SV-Daten

  • Hallo Zusammen,


    ich habe vor einigen Monaten mein Solarview auf den RPi übertragen und kürzlich auf USB-Konverter umgestellt.
    Eigentlich bin ich damit auch ganz zufrieden, allerdings ist mir jetzt zum zweiten Mal der RPi irgendwie eingefroren, so dass ich ihn nur noch über den Netzstecker "wiederbeleben" konnte. Ursache völlig unbekannt.
    Leider war jedesmal das Filesystem zerstört und ich durfte komplett neu aufbauen. :(


    Da auch meine Sicherungen häufiger ausgefallen sind, hat mein Datenlogger inzwischen unschöne Zahnlücken, so dass ich mir jetzt Gedanken um "mein ideales Sicherungskonzept" mache.


    Meine Wunschliste:
    Ich möchte die Sicherung gern RPI-intern machen; soll heissen, nicht von einem Windowssystem aus und idealerweise auch auf einem Speicher, der direkt am RPi hängt, da nicht immer ein zweites System zur Verfügung steht.


    Jetzt die Fragen an die Experten:
    - Macht es Sinn bspw. als Backupmedium einen Stick an den RPi zu stecken oder ist die Gefahr zu groß, dass er nach Absturz des RPi auch beschädigt ist ? Würde mit mount vor und unmount nach der Sicherung die Gefahr reduziert?


    - Wäre es sogar eine Möglichkeit, die Daten des SV permanent auf einen Stick auszulagern, um die Beschädigung bei Absturz zu vermeiden ? Könnte dadurch vielleicht auch die Wiederherstelllung der SD-Karte vereinfacht werden?


    - Als mögliches Tool habe ich Rasbian Backup ins Auge gefasst. Hat schon jemand damit Erfahrungen gemacht?


    Da ich, wie wohl unschwer zu erkennen Linux-Laie bin, wäre für einen schnellen unsicheren Restore wichtig, nicht erst den RPi neu aufbauen zu müssen, sondern möglich nah an Plug&Play heran zu kommen.


    Ist etwas von diesen Ideen umsetzbar oder isgt das nur laienhafte Fantasie ?


    Ich freue mich über jede Hilfe.


    Gruß
    enhydra

    2* Schüco-WR SGI-4000Plus (Kaco),
    1*Schüco-WR SB2500 (SMA)
    jetzt über 2 USB-RS485-Konverter
    an Raspberry Pi 2

  • Vorweg:
    Ich betreibe kein Solarview, kann und werde daher auch nichts zu dieser Software sagen können.


    Zum Pi:
    Was den Raspberry angeht, es ist leider ein altbekanntes Problem, dass das Filesystem nach Absturz/Reboot gerne mal zerschossen ist. Ich würde dir raten, den Banana Pi einmal anzuschauen, der ist genau so stromsparend wie der Raspberry, hat aber eine S-ATA Schnittstelle für eine Standard-Festplatte. Ich habe mir so ein System aufgebaut und es so konfiguriert, dass nur noch der Boot-Record auf der SD-Karte ist, der Rest (root und data) befindet sich auf der Festplatte. Im Gegensatz zu dem Raspberry Pi lässt sich der Banana Pi auch richtig herunterfahren.


    Zur Datensicherung:
    Nur auf einem USB-Stick zu sichern würde ich nicht machen, die sind einfach nicht zyklenfest. Als Alternative böte sich zum Beispiel die Cloud eines magentafarbenen Telekom-Unternehmens an. Da kannst du 25 GB kostenlosen Speicher bekommen und das reicht wohl als Backup für hunderte von Solarjahren und die Cloud kann recht einfach in Linux eingebunden werden. So könntest du per Skriptmittels Cron die Datenbank exportieren und in die Cloud schieben. Solltest du zufällig eine Fritzbox mit USB-Anschluss haben, dann kannst du auch diese direkt mit Linux einbinden und zur Datensicherung die am USB-Anschluss angeschlossene Festplatte verwenden (auch in der Fritzbox eingebundene Online-Speicher sind so zu erreichen).


    Haken:
    Leider geht das alles nicht plug&play, ein wenig Gefummel ist halt bei Linux immer dabei.

  • Hallo enhydra,
    gleiches Problem ist bei mir auch schon mehrmals aufgetreten. Wechsle einfach mal die Speicherkarte, bei mir hat es geholfen. Nun mache ich nach jedem Monatsende manuell eine Datensicherung. Einfach mittels WINSCP den kompletten Pfad SVRPI auf den PC kopieren. Wenn das Filesystem zerschossen ist einfach eine Reservekarte einschieben ( solltest Du immer haben ) und den Pfad SVRPI zurückschreiben. Funktioniert bestens. Bei weiteren Fragen einfach melden.


    VG NLoth

    PV-Anlage 5,1 kWp, BHKW 6/2,2 kW, PV-Anlage 5,8 kW, Speicher E3DC 4,6kWh, Kia Soul EV 27kWh netto, Wallbox

  • Hallo NLoth,


    genau da liegt mein Problem. Die Disziplin regelmäßig manuell ein Backup zu ziehen - da hapert es... :oops:
    Eine Ersatzkarte bereitzuhalten ist sicher nicht das Problem - wenn ich es dann hinbekomme eine Sicherung, möglichst ohne Anpassung der Berechtigungen, etc. - zurückzuspielen - wäre die Welt schon ganz in Ordnung.


    Im Moment brauche ich immer 1-2 Tage bis es wieder läuft - das nervt.
    Da ich es nur am Abend reparieren kann, muss ich auch immer noch den nächsten Tag abwarten, um zu sehen, ob es funktioniert hat.
    Ich bin nun einmal Laie und möchte auch eigentlich keine regelmäßige Übung daraus machen (müssen).
    Daher die Idee - sichern direkt am RPi. -minimale Gefahr der Anpassungen durch Updates, Austausch von Geräten, o.ä.
    Rücksichern ohne manuelle Anpassungen.


    Das wäre schon schön. :wink:


    Gruß
    enhydra

    2* Schüco-WR SGI-4000Plus (Kaco),
    1*Schüco-WR SB2500 (SMA)
    jetzt über 2 USB-RS485-Konverter
    an Raspberry Pi 2

  • Hallo enhydra,
    es kein Hexenwerk eine eine Sicherung zu erstellen. Hab ich übrigens vorhin nebenbei gemacht, als ich Dir gepostet hatte und dauerte etwa 3 min.Genau so ist es mit der Rücksicherung, ohne Berechtigungen etc.Und ob es funktioniert, siehst Du sofort, denn wenn Du auf die alten Daten zugreifen kannst, hat es funktioniert. Also nochmal, alles in allem im Fehlerfall max. 15 min Zeitaufwand.Die 3 Min. pro Monat solltest Du haben! Wenn Du etwas direkt am Pi hast und der schmiert ab, aus welchen gründen auch immer, ist die Sicherung auch pfutsch. Datensicherung ist durch nichts zu ersetzten, außer Du machst eine mehr.....


    VG VNLoth

    PV-Anlage 5,1 kWp, BHKW 6/2,2 kW, PV-Anlage 5,8 kW, Speicher E3DC 4,6kWh, Kia Soul EV 27kWh netto, Wallbox

  • Nun, man kann vom RasPi per cronjob auf ein Ziel der freien Wahl sichern. Bei lokalen Datenträgern (z.B. Festplatte per USB, gemountete Freigabe per nfs, samba) einfach mit rsync und bei entfernten Datenträgern (z.B. NAS) auch per rsync über ssh getunnelt.

  • Servus,
    Schau mal hier
    http://powerpi.de/sd-karte-klo…-backup-oder-zweitsystem/
    Damit kannst du sehr einfach SD Karten klonen. Der Blog ist sehr interessant und er betreibt auch mittlerweile ein kleines Forum.
    Du könntest ja auch eine kostenlose Homepage erstellen. Mit SolarView kannst du dann zumindest die Ertragsdaten automatisch per ftp auf die HP laden lassen. Dann würden dir deine Ertragsdaten nicht fehlen.....alles andere dann leider schon.


    Ist alles in der SolarView Anleitung erklärt. Die Windows Sicherung ist auch ganz gut. Läuft quasi im Hintergrund. Immer wenn du den Win Rechner anmachst sichert er eben auf einen von Dir angegebenen Ort.


    Gruß Red5FS



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    Gruß Red5FS
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    SV@fb

  • das Image hat schon mal geklappt;
    2. Karte ist bestellt, um Reservekarte anzulegen;


    Dann muss ich mir jetzt wohl angewöhnen die Daten regelmäßig zu sichern und hoffen, dass ich sie nicht so oft brauchen werde.


    Danke für eure Hilfe


    enhydra :danke:

    2* Schüco-WR SGI-4000Plus (Kaco),
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    jetzt über 2 USB-RS485-Konverter
    an Raspberry Pi 2

  • Ich habe mir nach 2 arbeitsintensiven Kartencrashs nun den raspi mit einem USB Stift aufgesetzt, d.h. zum starten wird immernoch eine Karte benötigt aber sofort danch schaltet der raspi auf den Stift und dort ist dann das eigentliche Betriebssystem.
    So geht bei einem Kartencrash nichts verloren weil ja nur das Startsystem auf der Karte kaputt geht und nichts auf dem Stift. Einfach auf die Karte wieder ein Standard-Image drauf machen und schon läuft wieder alles mit allen Daten und Einstellungen vom USB Stift.


    Ist hier nur die grobe Beschreibung, Einzelheiten wie es genau gemacht wird gibts im Netz oder wenn Bedarf besteht, stell ich hier ein HowTo rein.


    Bernd

    kWp 10
    Wechselrichter Kostal Piko 10
    Speicher SENEC.Home G2 Plus Blei