Neu Anlage Eigenbau für März/Apr 16

  • Hallo zusammen. Seit mehreren Wochen bin ich stiller Mitleser. Nun muss ich selber aktiv werden. Ich freue mich hier mit meinen Erfahrungen zu helfen und bei meinen Fragen Hilfe zu bekommen. 


    Ich benötige etwas Hilfe:


    Ich werde in den nächsten Wochen in der Schweiz einen Carport bauen. Die Masse sind +/- noch etwas veränderbar. Grundsätzlich 5m tief und 12m breit. Theoretisch Platz für 36 normale Module. Ausrichtung ist 158 Grad SO. Neigung knapp 10 Grad. Ich bin Elektriker und werde die Anlage selber montieren, aber durch den Fachmann kontrollieren und abnehmen lassen. Wir haben viel und dichten Nebel. Im Dezember/Januar hatten wir 4 Wochen Nebel am Stück. Budget für Panele, Kabel, Montagesystem und WR beträgt 12000EUR. Wahrscheinlich beziehe ich die Module in Deutschland, da sie in der CH schlicht viel zu teuer sind.


    Unser Haus ist ab dem Stromanschluss meiner Eltern abgenommen. Somit 1 Zähler. Jahresverbrauch der Eltern = ca. 5500kW/h. Unser Verbrauch schätze ich auf max. 3000kW/h. Wir Heizen mit Holz und haben keinen Elektroboiler.
    Der Bedarf beträgt etwa 8-9000kW/h. Auf dem Dach kann ich unter der Berücksichtigung der Kosten ca. 9-10kWp installieren.


    Ich habe mehrere Fragen:


    Soll ich 35x250W Module installieren um im Preis tief zu blieben.
    Optional könnten wir auf Elterndach (West Dach) noch etwa 20-25 Module installieren. In diesem Fall könnte ich nur auf unsere angenommenen 3000kW/h pochen und das Geld für einen Speicher oder einen Sunnyboy 3600 mit integriertem Speicher setzten. Oder auf einen Batteriespeicher.


    Soll ich einfach auf volle Leistung setzten? Da kann ich 300W Module nehmen oder Panasonic HIS. Wobei ich da zukünftig wohl kaum Geld verdienen werde und das Budget knapp ist.


    Wir bezahlen tagsüber 29cent und in der Nacht 18cent pro kW/h. Vom Energiewerk erhalten wir momentan 9.7cent pro kW/h. Tendenz ist wohl sinkend, da bereits im 2015 die Vergütung sank. Daher frage ich mich ob ich wirklich eher viele kWp installieren soll.


    Vielen Dank bereits jetzt für die Hilfe.

    Ab und zu da. Technik Freak.

  • Hallo Centurio,


    das ist für Außenstehende schwierig abzuschätzen, daher kam bisher wohl auch keine Antwort.
    Normalerweise greift man, solange die Dachfläche knapp ist, zu stärkeren Modulen, damit die Anlage nicht zu klein wird.
    Da das bei dir aber nicht das große Problem zu sein scheint würde ich eher auf ein gutes Preis/Leistungsverhältnis achten.
    Da sollte etwas zwischen 250 und 280 Wp heraus kommen.
    Dazu einen guten aber recht preisgünstigen WR, dann werdet ihr vernünftige Erträge und haben und finanziell nicht schlecht da stehen...

    lg kassi


    5,72 & 8,55 & 6,75 & 9,88 & 5,5 kWp & 390 Wp auf Womo
    Ioniq electric seit 5/2017, Prius aus 2005 wurde Anfang 2019 durch Tesla Model 3 ersetzt


    Hier gehts zur Analyse meiner Anlage auf Einzelmodulbasis

  • Teurer ja WP werden die Module ab ca 280 Watt.
    Bei mir z.b. war es egal ob ich 255WP nehme oder 270. Der Preis war pro Leistung identisch.


    Man spart dann bei der Unterkonstruktion.


    Um dir weiterzuhelfen.
    Wie viel Strom verbrauchst du so am Tag?


    Erstell doch ein grobes Verbrauchsprofil indem du einen Tag mal jede Stunde auf dem Zähler schaust.


    MfG


    gelig


    Gesendet von meinem GT-I9505 mit Tapatalk

  • Danke für die Antworten.


    Ich bin mir bewusst, dass es nicht ganz einfach ist. Ich tendiere zu den Trinasmart Modulen 270W mit den Tigo Leistungsoptimierern. Diese Module kriege ich zu einem guten Preis. Es ist mir auch aufgefallen, dass ab 280W die Preise recht ansteigen.


    Den Zähler kann ich nicht prüfen, da 2 Einfamilienhäuser darüber laufen. Mein SMA Energymeter kann ich wahrscheinlich ohne Homemanager nicht auslesen. Daher muss ich warten. Da unserer grösster Verbraucher der Kochherd ist, gehe ich von wenigen kW pro Tag aus. Meine Eltern verbrauchen mit Boiler, Halogenlampen und als Rentnerpaar 5500kW/h im Jahr. Das werden wir nie erreichen.


    Wie sieht es mit dem Nebel aus? Wir hatten im Dez./Jan. gut 4 Wochen dichten Nebel. Da würden doch Panasonic HIS etwas mehr bringen. Aber die kosten 50% mehr als die Trinasmart Module. Sie geben aber mehr Garantie.


    Im Sunny Portal erhielt ich den Tipp günstige Module zu nehmen. So sind diese schneller amortisiert und können in Zukunft gegebenenfalls gegen leistungsstärkere Module ersetzt werden.

    Ab und zu da. Technik Freak.

  • Du hast dir ja dein Preislimit gesetzt ( was ich nebenbei sehr vernünftig finde, macht nicht jeder).
    Wenn ich es richtig verstanden habe, liegt euer Verbrauch bei zusammen etwa 8500 KWh im Jahr über einen gemeinsamen Zähler.
    Somit könnte die PV Anlage den Strom beider Haushalte ersetzen.
    Ich würde an deiner Stelle einen namhaften Hersteller wählen ( wie die von dir bereits erwähnten Trina Module).
    Warum planst du Geld für Leistungsoptimierer ein?


    Bei dem angegebenen Jahresverbrauch würde ich so etwa 10- 12 KWp anpeilen.


    Wenn du also 36 Module legen kannst und 270 W Module günstig bekommst hast du deine Anlagengröße ja schon.


    Kannst auch z.b. bei secondsol schauen, dort gibt es sehr viele unterschiedliche Module neu zu teilweise guten Preisen.


    MfG


    gelig


    Gesendet von meinem GT-I9505 mit Tapatalk

  • Die Leistungsoptimierer sind ja in der Anschlussbox integriert. Gegen Abend können in den nächsten Jahren die wachsenden Bäume des Nachbars ein Problem werden. Danke den Optimierern, liefert ja jedes Modul so viel es kann und nicht so viel wie das schwächste kann. Das macht nicht extrem viel aus, aber auf die Jahre bestimmt etwas.


    Ich würde schon mehr als 10kWp machen. Das Problem ist, dass ich vom Energiewerk einen Lastmesszähler vorgeschrieben bekomme. Dieser kostet dann 220 CHF pro Jahr. Darauf habe ich keine Lust. 114 CHF für einen Zähler sind schon (zu viel) genug.


    Ich habe die Module bei photovoltaik für alle gesehen. Bei secondsol schau ich mal rein. Die Axitec 250 oder 260 gibt es für rund 200 EUR. Das ist wirklich ein guter Preis. Wir bekommen momentan pro installiertem kwp 480CHF Einmalvergütung.


    Ich denke meine Eltern werden in Zukunft ihren Verbrauch etwas senken können. 8500kwh dürften es in der nächsten Zeit schon sein.

    Ab und zu da. Technik Freak.

  • Gerade bei laufenden Kosten wäre ich vorsichtig, würde ich vermeiden - vor allem wenn ich sowieso knapp an der Grenze bin.
    Liegt die in der Schweiz bei 10 kWp?


    20 Jahre * 220 CHF...

    lg kassi


    5,72 & 8,55 & 6,75 & 9,88 & 5,5 kWp & 390 Wp auf Womo
    Ioniq electric seit 5/2017, Prius aus 2005 wurde Anfang 2019 durch Tesla Model 3 ersetzt


    Hier gehts zur Analyse meiner Anlage auf Einzelmodulbasis

  • Tja, da unser Strommarkt nicht offen ist, haben die Netzbetreiber das Monopol. Somit keine direkte Konkurrenz. Der Kollege im 3 Dörfer weiter bezahlt 13Rappen pro kWh. Hoch- wie Niedertarif. Wir bezahlen 29 HT und 18 NT. Das ist echt zum :cry: aber ein anderes Thema.


    Die Grenze von 10kWp ist jedenfalls bei unserem Netzbetreiber so.... :juggle:


    Ich denke langsam aber sicher, dass ich mit günstigen Modulen fahren werde. So bleibt Geld für später, namentlich ein Speicher. Secondsol scheint DIE Seite zu sein.

    Ab und zu da. Technik Freak.

  • Was bedeutet bei Dir denn gegen Abend und wie nah stehen die Bäume am Carport?


    Wenn >10KWp die 220CHF anfallen würde ich genau 10KWp bauen.
    Ansonsten könnte man die 220CHF für das Lastmessdings analog zu unserer EEG Vergütung auf den EV bei Anlagen >10KWp betrachten. Da sagt man dann, dass es sich nur rechnet über die 10KWp zu gehen, wenn man auch mind. 14KWp drauf bekommt, besser 16 oder 18KWp.


    Die Strings mit 2*18 Stück sind gut (5,1*12,2m Dach sollten es dann aber sein), ich würde keine Module mit Optimierern nehmen, die kosten Geld und auch die können kaputt gehen. Ein normaler WR mit Schattenmanagement (Fronius Symo Serie, SMA STP Serie, ABB PVI WR) kann Schatten auf einzelnen Modulen raus regeln.


    Evtl. mal ein Luftbild einstellen, auf dem man das Haus, das händisch rein gemalte Carport und die Bäume vom Nachbarn sieht. Dann kann man mehr zum Schatten und zum Sinn oder Unsinn von Optimierern sagen.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Ich habe gestern ein Foto von Nachbars Bäumen gemacht. Die Ansicht ist in Richtung Westen. Auf dem Plan wäre das auf der rechten Seite des Carports.
    Es muss gesagt sein, dass zu dieser Jahreszeit die Sonne etwa hinter dem Baum runter-geht. Im Sommer verschiebt sich das stark nach rechts.


    So oder so wären nur die späten Stunden betroffen. Ich wollte nun noch fragen, ob mir jemand bei der Dimensionierung des Dachs helfen könnte. Ich werde in der Grösse Stan-dardmodule verwenden. Sprich 1x1.67m.


    seppelpeter:
    Du schreibst 5,1x12,2m reicht das?


    Wenn ich nun 3 Reihen plane, kann ich die Module senkrecht installieren und erhalte 3x11 oder 3x12 Stück. Ich wollte nun fragen, wie viel ich da pro Module für die Befesti-gung und allfällige Dilationsspälte einberechnen muss. Logischerweise möchte ich 3x12 Module anstreben. Wie lang sollte das Dach idealerweise sein? 12x1m ist klar. Aber wie viel noch?


    Ich denke der SMA Wechselrichter hat ein Schattenmanagement, welches gut genug ist. Ich werde wohl erst den Carport bauen lassen und klären ob da wirklich so viel Schatten fällt. Es wären ja die Wintermonate, welche eh oft schlecht Wetter herrscht.


    Wenn dies geklärt ist, kann ich den Carport in Auftrag geben.


    @all:


    Wie sieht es eigentlich mit dem dichten Nebel aus? Wieviel bringen da die Module noch? Sind das noch 200W pro m2?