Zwei warme Bleiakkus

  • Hallo.


    Schon wieder ich, Quax der Bruchpilot, könnte man sagen.


    Kurz zusammengefasst: Ich hatte schon immer etwas zu wenig Akkus (4 kW PV, 400 Ah Akkus bei 24 Volt = 9,6 kWh Akkus).


    Leider hatte ich damals beim Aufbau meiner Anlage in den Ladereglern den falschen Akkutyp eingestellt (sealed statt Gel, denn ich habe Gelakkus). Dadurch wurden sie wohl eineinhalb Jahre lang überladen, bis zwei davon sehr dick wurden. Hier ein paar Bilder und die ganze Geschichte (wer Zeit hat): http://www.photovoltaikforum.c…t100950-s20.html#p1281430


    Soooo, nun zur aktuellen Frage: Ich habe noch 6 Akkus in Betrieb, davon werden zwei recht warm, einer eher heiß. Hier eine kleine Zeichnung der Verkabelung. Die bb sollen je eine kühle 12 V-Batterie sein, die BB sind die beiden warmen/heißen Akkus. Die ---- sind Kabel, die + sind Kabelverbindungen.


    (Die Verbindung in der Mitte von oben nach unten wurde früher schon mal kritisiert.)

    Code
    plus--+-bb-+-BB-+---minus
    | | |
    +-bb-+-bb-+
    | | |
    +-BB-+-bb-+


    Warum werden die wohl warm? Ich gucke gerade nochmal, ob sie jetzt warm/heiß sind. Die Sonne scheint kaum noch. Vormittags habe ich das mit der hohen Temperatur festgestellt. Moment, ich laufe kurz rüber …


    Ja, also sind noch immer leicht warm, jedoch kaum noch spürbar. Die übigen sind einfach kalt.

  • Möglichkeit a)
    die 2 warmen Akkus haben Zellenschluß. Glaube ich allerdings eher nicht bei Gel.
    Müßtest die ganze Verkabelung mal trennen und die Akkus einzeln messen


    Möglichkeit b)
    deine 4 kühlen Akkus sind hochohmig.
    Dadurch fließt fast sämtlicher Ladestrom nur über die 2 (jetzt warmen) Akkus in Reihe.
    Je nach Höhe des Stromes kochst du die damit natürlich.
    Wie hoch war der max. Ladestrom in Summe heute?

  • Zitat von Murray

    Möglichkeit a)
    die 2 warmen Akkus haben Zellenschluß. Glaube ich allerdings eher nicht bei Gel.
    Müßtest die ganze Verkabelung mal trennen und die Akkus einzeln messen


    Wann am Besten? Wenn sie leer sind (abends) oder wenn sie ganz voll geladen sind (morgens/tags)?
    Achso, die sind ja parallel geschaltet. Das sollte ich dann wohl zuerst auflösen, sonst wird eh immer die gleiche Spannung bei allen anliegen.


    Möglichkeit b)
    deine 4 kühlen Akkus sind hochohmig.
    Dadurch fließt fast sämtlicher Ladestrom nur über die 2 (jetzt warmen) Akkus in Reihe.
    Je nach Höhe des Stromes kochst du die damit natürlich.
    Wie hoch war der max. Ladestrom in Summe heute?[/quote]


    Ohh, der Strom war sehr hoch. Heute waren erstmals alle 16 Module angeschlossen. Ich habe hier in der Küche nur die Anzeige von einem Laderegler, aber ich weiß aus Erfahrung, dass die alle in etwa das gleiche anzeigen (denn die Module schauen ja auch alle in die gleiche Richtung, wie man auf den Fotos hier sieht: http://www.photovoltaikforum.c…100950-s150.html#p1346213). Und bei dem einen Display stand vorhin eine Weile lang 30 Ampere. Naja, das war nur recht kurz, dann waren die Akkus schon voll und die Laderegler haben aufgehört zu laden. Dann haben wir ein Brot gebacken, da ist dann wieder 30 Ampere gestanden. Aber das ist ja dann alles in den Ofen geflossen. Fazit: 30 Ampere mal 4 (denn 4 Laderegler sind an den 16 Modulen verbaut), ergibt 120 Ampere. Hört sich viel an, finde ich. Uiuiuiuii.


    Also, wann soll ich da jetzt messen? Und vorher die Parallelverkabelung entfernen, ja oder nein? Falls ja: Grillt es dann die Akkus nicht erst recht?


    Ich habe ein Zangenamperemeter. Kann ich damit vielleicht irgendwas erkennen? Wenn ich den Strom der mittleren Parallelverbindung messe?

  • Spannung 2 Stunden nach Ladeende, also wenn es dunkel ist.
    Mußt natürlich alles dazu auftrennen.
    Wie hoch ist denn überhaupt die Mittenspannung bei Ladung oder Last?


    Stromzange ist eigentlich viel besser.
    Da ist es auch relativ egal ob du das tagsüber bei starker Ladung machst oder nachts bei gleichmäßiger großer Entladung.
    Wichtig ist nur dass du ALLE Kabel/Leitungen die zu einem Akkupol gehen gleichzeitig in die Zange nimmst.
    Ob Plus- oder Minuspol ist auch relativ egal, da spielt dann nur die Genauigkeit und Nullstellung der Zange eine Rolle.
    Darum mit möglichst viel Strom messen, also wohl am besten tagsüber bei gleichmäßiger Einstrahlung.


    Theoretisch sollte halt der Strom überall gleich sein

  • Zitat von Murray


    Wichtig ist nur dass du ALLE Kabel/Leitungen die zu einem Akkupol gehen gleichzeitig in die Zange nimmst.

    Wenn nicht alle reingehen (die Kabel sind dick und nicht so leicht zu verbiegen), dann messe ich einzeln und summiere auf. Manchmal ist dann eben ein Minus-Vorzeichen beim Strom, weil der Strom in die andere Richtung fließt. Das kann man doch alles aufsummieren, solange man schnell genug misst, also wenn sie nichts während der Messung ändert – ja, schnell genug, hmm, deshalb alle gleichzeitig, verstehe. Mal sehen, wie ich das hinbekomme.

  • Hm, das ist ja schon der dritte Thread zu Deiner Anlage! So wird das nicht grade übersichtlicher...
    Und wieso überhaupt unter "Elektromobilität" ? Bloß weil Du Deine Module/Akkus woanders hingestellt hast ? :D
    Mit einem kleinem "bitte" erbarmt sich vielleicht ein Moderator und fügt zusammen was zusammen gehört :mrgreen:
    Ich werde Dir jedenfalls nicht in allen Threads parallel antworten :(
    lg,
    Philip

  • Hallo, wenn Du weiter mit 120A auf heiße Akkus drauf fährst wirst Du bald die Feuerwehr brauchen :shock:
    Ich rate dir rasch zu einem neuen oder gutem weit größerem Akku bevor da noch was abraucht. Ganz schnell solltest Du aber die Akkus alle einzeln messen und die total defekten ausbauen.
    Grüße Toni.

  • Zitat von e-zepp

    Hm, das ist ja schon der dritte Thread zu Deiner Anlage! So wird das nicht grade übersichtlicher...
    Und wieso überhaupt unter "Elektromobilität" ? Bloß weil Du Deine Module/Akkus woanders hingestellt hast ? :D
    Mit einem kleinem "bitte" erbarmt sich vielleicht ein Moderator und fügt zusammen was zusammen gehört :mrgreen:
    Ich werde Dir jedenfalls nicht in allen Threads parallel antworten :(
    lg,
    Philip


    Hallo e-zepp. Elektromobilität? Huch, das hatte ich übersehen. Habe nur Akkus und Ladetechnik gelesen, das hielt ich für passend. Wollte nicht die andere, inzwischen 16 Seitige Diskussion noch weiter aufblähen. Mir ging es ja um eine neue konkrete Frage, die Temperatur der Akkus. Dachte das wäre vielleicht für andere zu viel zu lesen (die 16 Seiten).


    Also meinetwegen kann ein Moderator das gerne an eine bessere Stelle verschieben. Aber Akku und Ladetechnik passt ganz gut.


    Danke auch für die anderen Tipps. Habe schon etwas Angst und schaue morgens auch immer rüber zum Standort der Akkus. Noch war keine schwarze Rauchwolke zu sehen, aber ich fürchte Schlimmstes. Diese Woche werde ich noch nach neuen (gebrauchten) Akkus suchen. Hoffentlich wird das was.


    Ach und Akkus abklemmen: Ja, dann haben wir ja noch weniger. Dann macht es noch schneller PUFF.

  • Ich habe die Ströme gemessen. Beim Laden. Irgendwelche Verbraucher hingen dran, also Computer, Monitore, Kleinkram. Habe an allen sechs Polen gemessen (also dreimal plus undreimal minus). Bei den Polen gehen Kabel ab zum Wechselrichter und Kabel zu den Ladereglern. Es sind vier Laderegler. In der Mitte habe ich daher zwei Laderegler angeschlossen (an die Batteriepole), sonst jeweils einen Laderegler.


    Ich schreibe mal die Summe der Ströme hin (also gemessen über alle Kabel die an einem Pol hängen).


    Code
    8,16 A + bb BB – -1,6 A
    4,23 A + bb bb – -1,7 A
    3,33 A + BB bb – -12,1 A



    Hmm. Komisch, die BB sind die warmen Batterien. Die bb sind eiskalt. Passt irgendwie nicht mit den Strömen zusammen. Sieht aus als hätte ich mich bei der Messung vertan. Aber bin mir sicher, dass es so war. Werde morgen früh nochmal messen.


    Was ich noch sagen kann, ist das die linken Batterien zwei Volt über den rechten sind. Zumindest morgens. Über den Tag gleicht sich das irgendwann aus. Nicht gut. Deshalb hatte ich mal eine Diskussion über einen Balancer angefangen, von dem mir aber im Fazit abgeraten wurde. :-/


    Die letzten Tage war es übrigens immer stark bewölkt, die Akkus wurden kaum merklich warm. Heute ist wieder Bombensonne, aber die Akkus waren gerade, als ich dort war, auch nur leicht warm. Ich habe heute aber auch darauf geachtet, dass ich morgens langsam die Dauerverbraucher wieder einschalte: Licht im Haus, Netzwerk- und Internetgeräte, irgendwann dann großer Computer mit Monitoren, naja, und dann war eh schon auf 28,2 Volt, mehr Vebraucher wollte ich nicht aktivieren, weil es da nichts sinnvolles gibt, außer Herd/Backofen oder so. Vielleicht hat das geholfen, dass die Akkus nicht so schnell von Null auf Voll geladen wurden.


    Meine nächste Idee ist, mit einem Arduino oder RaspberryPi, die ich hier noch habe, eine Regelung zu bauen: Wenn sehr viel Strom in die Akkus fließt (von der Sonne), dann zwei der Laderegler abklemmen/unterbrechen (also nur noch 8 Solarmodule statt 16), und gleichzeitig eine Überwachung des Verbrauchs, also wenn mehr als 1000 Watt gebraucht wird, wieder alle Laderegler/Module zuschalten. So werden die Akkus weniger überlastet, aber ich habe trotzdem genug Energie, wenn die Sonne da ist.


    Dazu brauche ich noch passende Monster-Relais. Gibt es natürlich alles nicht hier. Muss ich irgendwo bestellen. Dauert dann ein paar Wochen bis es hier ist. Blöder Zoll, die arbeiten so lahm oder sind halt überlastet.